Westermann VSB-Verlagsservice: „Fair bleiben! Finger weg von unserem Betriebsrat!“

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Aktion „Fair bleiben! Finger weg von unserem Betriebsrat!" Foto: ver.di Braunschweig

Unter dem Motto „Fair bleiben! Finger weg von unserem Betriebsrat!“ hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit einer Aktion in der Mittagspause am Freitag, 6. Dezember, beim VSB-Verlagsservice Braunschweig darauf aufmerksam gemacht, wie die Geschäftsführung versucht, Druck auf erfolgreiche und engagierte Betriebsräte auszuüben.

VSB ist ein Unternehmen der Westermann Gruppe und übernimmt die Auslieferung für die konzerneigenen und für externe Verlage.

Wiederholt sieht sich der Betriebsrat von VSB Behinderungen und Schikanen von Seiten des Arbeitgebers ausgesetzt. „Kein Wunder“, mag mancher glauben, war er doch in den vergangenen Jahren zusammen mit ver.di bei der Durchsetzung von Arbeitnehmerinteressen sehr erfolgreich. So konnten z.B. die Rückkehr zur 37,5-Stunden-Woche und die tarifvertraglich garantierte Zahlung von Überstundenzuschlägen gerichtlich durchgesetzt werden.

Das alles ist der Geschäfts- und Konzernführung offensichtlich ein Dorn im Auge und es wird versucht mittels Abmahnungen einzelne Betriebsräte handlungsunfähig zu machen.

So ist ein Mitglied des Betriebsrats abgemahnt worden, weil er sich angeblich unerlaubt für einen privaten Termin vom Arbeitsplatz entfernt hat. Die Zustimmung dazu hat er aber vorher von seiner Vorgesetzten per E-Mail erhalten. Bei diesem Termin handelt es sich um ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht Braunschweig, an dem er zusammen mit weiteren Kollegen als Zuschauer teilgenommen hat, um den zuvor ebenfalls abgemahnten Betriebsratsvorsitzenden zu unterstützen.

„Augenscheinlich fühlt sich die Westermann Gruppe durch die bloße Anwesenheit von Betriebsräten derart provoziert, dass sie zusammen mit der Geschäftsführung von VSB versucht, weitere Teilnahmen an Gerichtsverhandlungen zu verhindern. Das geschieht höchstwahrscheinlich mit Rückendeckung der Geschäftsführung der Westermann Gruppe“ sagte ver.di Gewerkschaftssekretär Orhan Sat.

Ver.di fordert die Geschäftsführer von VSB und der Westermann Gruppe zum Wohle des Unternehmens und aller Beschäftigten dazu auf, derartige Aktionen zu unterlassen und zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat zurückzufinden.

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