Syrien: Was ist Lüge und was die Wahrheit?

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Die "Wahrheit" (truth) wird in großen Lettern verbreitet. Bei genauem Hinsehen entpuppt sie sich zu oft als Lüge (lies), in der Regel als Zwecklüge. Damit sollen politische Ziele erreicht werden. Foto: pixabay

„Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.

Carl von Ossietzky in der Weltbühne vom 8. Dezember 1931

Die Nachrichtenlage aus Syrien ist seit Jahren chaotisch. Wenn man sich auf die gängigen Medien verlässt scheint man verlassen zu sein, denn zu oft wurde nicht die Realität bzw. die Wahrheit berichtet. Das betrifft auch die Giftgasangriffe, die angeblich die syrische Armee flog und die daraufhin massive Angriffe der US-Amerikaner, Briten und Franzosen zur Folge hatte. Stimmt das mit den Giftgasangriffen oder suchte man einen Vorwand, das heißt die Lüge, um anzugreifen? Florian Rötzer schreibt in Telepolis: „Weitere geleakte Dokumente verstärken den Zweifel an der Unabhängigkeit der OPCW und am Abschlussbericht zum angeblichen Giftgasangriff in Duma.

Ob das stimmt? Kann sein, vielleicht auch nicht. Lesen Sie selber. Eines scheint mir aber sicher. Russland soll uns als Feind zunehmend mit allen Mitteln aufgedrängt werden. Da gibt sich die Politik mit massiver Unterstützung der Medien alle Mühe. Wie sollte denn sonst die massive Aufrüstung des Westens begründet werden? Die lässt sich nur begründen, indem ein Feindbild aufgebaut wird. Das Eingangszitat oben aus der Zeitschrift Ossietzky entspricht bis heute der Erfahrung von Kriegsvorbereitungen durch Rüstung. (um)

Aus: OPCW manipulierte Bericht  (Joachim Guilliard) „Mal wieder sorgt ein Whistleblower für Klarheit. Er belegt Manipulationen der OPCW an einem Bericht über einen Giftgasangriff in Syrien. Dies stellt auch frühere Vorwürfe der internationalen Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) gegen Syrien in Frage.

Die erheblichen und gut begründeten Zweifel an dem Vorwurf, die syrische Luftwaffe habe im April 2018 in Duma Giftgas eingesetzt, mit dem die USA, Großbritannien und Frankreich ihre daraufhin ausgeübten Raketenangriffe auf Syrien rechtfertigten, wurden in der westlichen Öffentlichkeit schnell beiseitegeschoben und mit Verweis auf den Abschlussbericht der OPCW über den Vorfall ad acta gelegt. Der Bericht war aber selbst innerhalb der Organisation höchst umstritten. Im Oktober enthüllte nun ein Mitarbeiter Belege für gezielte Manipulationen bei seiner Zusammen-stellung. Sie fügen sich ein in eine ganze Reihe von Fällen, wo die USA und ihre Verbündeten Einfluss auf die OPCW zur Legitimierung ihrer Politik genommen haben ‒ beginnend 2002 mit der Absetzung ihres ersten Generaldirektors, José Bustani, in Vorbereitung des Irakkrieges. Die OPCW, unterstützt von der Bundesregierung, verweigert eine Diskussion des Berichts, und das Gros der Medien verschweigt die Enthüllungen komplett. Aus gutem Grund: Stellen sie doch auch die früheren Giftgasvorwürfe gegen Damaskus in Frage und damit eine der zentralen Rechtfertigungen für die fortgesetzten »Regime Change«-Bemühungen.“

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