Pantazis tritt für die SPD zur Bundestagswahl an

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Dr. Christos Pantazis ist promovierter Neurochirurg und seit 2015 Vorsitzender der Braunschweiger SPD. Foto: SPD

„Ich spiele nicht auf Platz, sondern auf Sieg“

Die Braunschweiger SPD stellt Dr. Christos Pantazis als Kandidaten für die Bundestagswahl im September auf. Auf einstimmigen Vorschlag der 22 SPD-Ortsvereine mit rund 1600 Mitgliedern wird er am 18. März der zuständigen Wahlkreisdelegiertenkonferenz vorgeschlagen. Die Zustimmung gilt als Formsache.

„Ich fühle mich unheimlich von der Partei getragen“, sagte Pantazis heute in einer Video-Pressekonferenz zu dieser Entscheidung des Braunschweiger SPD-Vorstands. „Für mich ist die Kandidatur Ehre und Verpflichtung zugleich.“

Dr. Christos Pantazis sitzt seit 2013 für die SPD im Niedersächsischen Landtag und ist als Sprecher für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr einer der sechs Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Seine Entscheidung, für den Bundestag zu kandidieren, begründete Pantazis mit dem Satz: „Der Wirkungskreis auf Bundesebene ist immer ein anderer, als auf Landesebene“. Braunschweig brauche wieder eine starke sozialdemokratische Stimme in Berlin.

Seine direkt gewählte Vorgängerin Dr. Carola Reimann hatte ihr Mandat nach wenigen Monaten niedergelegt, um das Amt der Niedersächsischen Gesundheitsministerin anzunehmen. Dr. Christos („Kitto“) Pantazis versprach: „Ich trete dafür an, um für vier Jahre im Bundestag zu bleiben. Wenn ich etwas mache, mache ich es ganz.“

Als Direktkandidat ist Pantazis Herausforderer von Dr. Carsten Müller (CDU). An den richtete er sofort eine Kampfansage: „Mein Anspruch ist es, den Wahlkreis Braunschweig direkt zu holen. Ich spiele nicht auf Platz, sondern auf Sieg.“

Pantazis ist promovierter Neurochirurg und verheiratet. Als Kind griechischer Gastarbeiter wurde er 2002 in Deutschland eingebürgert („Deutscher zu werden, hat mich 255,- € Gebühren gekostet“) und machte rasch in der SPD Karriere. Der ebenso charismatische wie machtbewusste 45-Jährige ist seit 2015 Vorsitzender der Braunschweiger SPD. Er sieht sich selbst nicht als „dogmatischen Denker“, sondern als „durchaus auch unbequeme Stimme“.

Als „Arzt und Politiker“ äusserte Pantazis die Sorge, „dass unter dem Deckmantel Corona Werte wie Mitbestimmung und Arbeitsrechte beschnitten“ werden. Zudem mahnte er, dass die Politik während der Corona-Pandemie „die Klimakrise nicht aus den Augen verlieren“ dürfe. Als Mitglied des Bundestages werde es sein Ziel sein, Braunschweig als forschungsintensivste Region Europas weiter zu fördern und auszubauen.

Spekulationen, er könne als möglicher Nachfolger von Oberbürgermeister Ulrich Markurth kandidieren, erteilte Pantazis eine klare Absage. „Ob Uli Markurth wieder antritt, werden wir am 22. Februar bekannt geben. Das wird dann durch den Unterbezirksvorstand beschlossen.“

1 KOMMENTAR

  1. Bloß nicht noch mal so „Stark für Braunschweig“, wie vor 4 Jahren …

    Der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Pantazis läßt verlauten, er wolle bei der Bundestagswahl im kommenden September das Direktmandat für Braunschweig „verteidigen“ .
    … da stellt sich die Frage, wo Baunschweigs Vertretung in den vergangenen vier Jahren war, denn zu verteidigen ist doch nur das, was man schon hatte und gut gemacht wurde, oder?

    Da beruft man sich seitens SPD-Braunschweig auf Falko Mohrs, der in den letzten Jahren Braunschweig im Bundestag „mitbetreut“ hätte. Aber wer hat den hier je gesehen und was waren seine Engagements?
    Wiederherstellung der Verkehrsverbindung im Norden nach Kappung der Grasseler Str. jedenfalls nicht … und sonst?

    Hier mein Statement

    https://www.facebook.com/peter.rosenbaum.5/videos/3711915192235903

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