Kein Werben fürs Sterben

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Werbeträger Straßenbahn in Braunschweig. Foto: Die Linke.

DIE LINKE. fordert Stopp der Bundeswehrwerbung

„Straßenbahnen, vollständig mit Werbefolie in Tarnfarben beklebt, dieses Bild zeigt sich vielen Braunschweigern und Besuchern, wenn eine Bahn an ihnen vorbeifährt“, umschreibt Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion Udo Sommerfeld. „Diese Militarisierung des öffentlichen Raumes darf nicht tatenlos hingenommen werden.“

In vielen Städten werde gegen die Werbepraxis der Bundeswehr demonstriert, denn vor dem Hintergrund der vielen Kriegseinsätze, an denen sich die Bundeswehr derzeit weltweit beteiligen, seien Sprüche wie „Mach, was wirklich zählt“ neben dem Eisernen Kreuz einfach nur perfide, so der Kommunalpolitiker weiter.

„Die Werbung richtet sich fast ausschließlich an Minderjährige. Dabei werden die jungen Menschen auf der emotionalen Ebene durch Abenteuer, Korpsgeist und Karriereperspektive angesprochen, während die realen Gefahren – traumatisiert, verletzt oder sogar getötet zu werden – absichtlich ausgeblendet werden“, kritisiert Sommerfeld weiter.

„Dieses Vorgehen muss ein Ende haben!“, fordert er. „Deshalb fordern wir, dass die Bundeswehr zukünftig nicht mehr auf den Braunschweiger Bahnen wirbt.“

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