Gedenkveranstaltungen: 91 Jahre Riesebergmorde

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Von DGB Region SüdOstNiedersachsen

DGB und Stadt Braunschweig gedenken der Riesebergopfer am 4. Juli 2024

Am 4. Juli 1933 wurden in Rieseberg neun Gewerkschafter und ein Student von den Nationalsozialisten ermordet. Aus diesem Anlass gedenken der Deutsche Gewerkschaftsbund Region SüdOstNiedersachsen gemeinsam mit der Stadt Braunschweig der Opfer. Die Ehrungen beginnen am 4. Juli um 16:30 Uhr am Heinrich-Jasper-Denkmal am Fritz-Bauer-Platz (ehemals Ruhfäutchenplatz) in Braunschweig. 17:00 Uhr findet eine Kranzniederlegung vor den Gräbern der Riesebergopfer auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof statt. Für die VVN-BdA redet hier u. a. Florim Matheis.

Update 1.7.24 16:30 Uhr:
Auf Grund einer Baustelle wird der erste Programmpunkt, die stille Kranzniederlegung am Heinrich-Jasper-Denkmal am Fritz-Bauer-Platz, entfallen. Die Gedenkveranstaltung startet um 17:00 Uhr mit der Kranzniederlegung vor den Gräbern der Riesebergopfer auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof und findet ihren weiteren Verlauf wie angekündigt in Rieseberg am Denkmal für die Opfer auf dem Gelände der ehemaligen DGB Jugendbildungsstätte (Pappelhofweg 4, Königslutter/Rieseberg). Beginn ist hier 18:15 Uhr.
Ende Update

Michael Kleber, DGB-Regionsgeschäftsführer, betonte: „Die Provokationen rechtsextremer Gruppierungen im westlichen Ringgebiet sowie die Anschläge gegen Einrichtungen linker Jugendorganisationen und engagierter Verbände in Braunschweig erinnern in erschreckender Weise an die offenen Drohungen, Einschüchterungen und Gewalttaten 1933. Mit dem Gedenken an die Riesebergopfer zeigen wir Haltung und mahnen gleichzeitig, dass unsere Demokratie kein Selbstläufer ist. 1933 wurden durch die Nationalsozialisten Minderheiten diskriminiert, Andersdenkende verfolgt und der Nationalismus beschworen“. Kleber weiter „Wir Gewerkschaften stehen gemeinsam mit der Stadt Braunschweig heute für ein demokratisches, weltoffenes, antifaschistisches Deutschland und für ein soziales Europa.“

Dr. Thorsten Kornblum, Oberbürgermeister Braunschweig: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die Erinnerung an Verbrechen wie die Rieseberg-Morde lebendig halten. Das Unrecht, das den Opfern und all jenen zugefügt wurde, die während des Nationalsozialismus für ihre Überzeugungen und Rechte eintraten oder aus anderen Gründen diskriminiert, verfolgt und getötet wurden, darf niemals vergessen werden. Der Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit ist heute ebenso relevant wie damals. Wir beobachten im Moment, dass antidemokratische und diskriminierende Stimmungen in unserer Gesellschaft zunehmen. Wir müssen wachsam gegenüber menschenverachtenden Haltungen in unserer Gesellschaft bleiben und für Gleichheit und Akzeptanz kämpfen.“

Die Gedenkveranstaltungen finden ihren Abschluss in Rieseberg am Denkmal für die Opfer auf dem Gelände der ehemaligen DGB Jugendbildungsstätte (Pappelhofweg 4, Königslutter/Rieseberg). Beginn ist hier 18:15 Uhr. Dr. Gabriele Heinen-Kljajic (Vorsitzende Arbeitskreis andere Geschichte e.V.) hält die Gedenkrede. Die Veranstaltung wird musikalisch vom IG Metall-Chor „Gegenwind“ aus Wolfsburg begleitet.

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