Fotoausstellung der Seebrücke Braunschweig ab 11.09. auf dem Hagenmarkt und im Bürgerpark

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Foto: Alea Horst

Schicksale an Europas Außengrenzen: Braunschweig – nicht wegschauen!

Ab dem 11.09. ist für einen Monat lang eine großformatige Fotoausstellung der Seebrücke Braunschweig auf dem Hagenmarkt und im Bürgerpark zu sehen.

Ab dem 11. September macht die Seebrücke Braunschweig durch eine Fotoausstellung auf dem Hagenmarkt und im Bürgerpark auf die menschenunwürdigen Verhältnisse in den Geflüchtetenlagern an den EU-Außengrenzen aufmerksam. Die Fotos entstanden in BosnienHerzegowina und Griechenland und wurden von der Fotografin und Aktivistin Alea Horst aufgenommen.

Die Fotoaktion soll im öffentlichen Raum alle Bürger*innen der Stadt erreichen, zum Nachdenken und Aktiv werden anregen. Die Fotos, Infoplanen und Zitate der Menschen aus den Lagern sollen ein Gefühl für die Lage vermitteln und „den Geflüchteten“ ein Gesicht und eine Stimme verleihen. Vor allem möchte die Seebrücke zeigen, dass die Situation sehr wohl zu ändern ist, wenn der politische Wille da ist: Braunschweig, Deutschland und die EU zu einem sicheren Hafen für diese Menschen zu machen. Die Seebrücke setzt sich dafür ein, dass Menschen auf der Flucht einen Ort zum Ankommen finden. Dort, wo die EU- und Bundespolitik bereits seit Jahren ihrer Verantwortung nicht gerecht wird, muss die kommunale Politik und jeder Einzelne tätig werden. Über 260 Städte, Landkreise und Gemeinden in Deutschland haben sich bereits zum Sicheren Hafen erklärt – seit dem 18.12.2018 auch die Stadt Braunschweig. Bisher leider nicht mehr als ein Lippenbekenntnis.

Es gibt ein großes, intransparentes System von Geflüchtetenlagern in der und um die EU. Moria in Griechenland war das größte Lager Europas; angelegt für 3.000 Menschen beherbergte es schließlich Anfang des Jahres 2020 ca. 20.000 Personen. 13.000 Menschen davon lebten rund um das Lager im sogenannten „Dschungel“. Moria brannte im Jahr 2020 nieder.

Am Reallabor Hagenmarkt der TU Braunschweig und an Stellwänden der BIBS im Bürgerpark sind auf menschengroßen Planen Fotos der Fotografin und Aktivistin Alea Horst aus den Lagern Moria (Lesbos, Griechenland) und Bihac (Bosnien-Herzegowina) ausgestellt. Seit 2015 setzt sich die Fotografin sich Menschen in Not in aller Welt ein und schießt Fotos, die auf beeindruckende Weise das Leid und die Ungerechtigkeit aber auch die Menschenwürde jedes einzelnen Menschen wiederspiegeln. Da Alea Horst den Menschen in wohlhabenden Ländern dieses Leid vor Augen führen möchte, stellt sie ihre Fotos der Seebrücke Braunschweig für die Aktion frei zur Verfügung. Da die angefragte Genehmigung der Ausstellung durch die Stadt Braunschweig im Prinzenpark leider trotz wochenlanger Wartezeit noch aussteht, freut sich die Seebrücke Braunschweig darüber, dass das Reallabor Hagenmarkt sowie die BIBS sehr kurzfristig Orte zur Verfügung stellten. Auch die Spende von Aufhängungsmaterial durch die Fliegerhalle und den Boulder e.V. sowie die Layout-Hilfe der Fotografin Simone Fürst haben es erst möglich gemacht, die Ausstellung ins Leben zu rufen.

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