noch bis zum 24. Mai im Werkschauraum, Ernst-Amme-Straße 5
Wenn es in unserer Stadt Orte geben sollte, die wie Türen in parallele Welten funktionieren, dann gehört der Werkschauraum auf jeden Fall dazu.
In der aktuellen Ausstellung von Thomas Wilde betreten Besucher:innen denn auch nicht bloß einen Raum, in dem die Arbeiten dieses außergewöhnlichen Künstlers zu sehen sind – in dieser Ausstellung wird der Raum tatsächlich selbst zu einem künstlerischen Objekt, zu einer Installation.

Schaufenster und Tür sind von schweren, schwarzen Stoffbahnen verhängt.
Weder können Passant:innen hineinschauen, noch können Besucher:innen nach draußen blicken.
Das Eintreten erfordert also immer auch die bewusste Entscheidung für das Unbekannte, für ein tatsächlich wartendes Seh-Abenteuer.
Schwarze Stoffbahnen bedecken auch jeden Zentimeter von Decke, Wand und Fußboden des Ausstellungsraumes.
Sie verwandeln den Raum in eine Art eigenständigen, künstlerischen Kosmos für die faszinierende Werkschau von Thomas Wilde – Tischlermeister, Betriebswirt, Künstler und mit 80 Jahren der wohl älteste Architekturstudent an der TU Braunschweig.

Seine ausgestellten Arbeiten zeige erste kreative Versuche aus seiner Kindheit und Jugend.
Sie dokumentieren seinen langen Weg zum eigenen künstlerischen Standpunkt, schlagen den Bogen zu seinen aktuellen Arbeiten, die sich bewusst an den Schnittstellen von Raum, Licht und Form bewegen.

Dabei fasziniert den Künstler besonders das Quadrat als eine der grundlegenden Formen der Architektur, aber auch als künstlerische, gestalterische Ausdrucksform.
Thomas Wilde geht es aber besonders um das Aufbrechen klassischer Strukturen und konventioneller künstlerischer Erwartungshaltungen.
Dabei verknüpft und verschmilzt er seine handwerkliche Präzision und seine künstlerische Originalität mit architektonischen Konzepten und Formen – in der Ausstellung zu sehen in ausgewählten Zeichnungen, Bildern und Objekten.

Da werden Objekte in eigens konstruierten Lichtkästen durch eine gezielte Licht- und Farbregie plötzlich lebendig.
Sie verwandeln sich in ganz eigene, geheimnisvolle Wesen, die sofort beginnen, mit unserer Fantasie zu spielen.
Diesen wunderbaren kleinen Kunstkosmos zu besuchen und der eigenen Fantasie Zeit zum Spielen zu geben, sollte sich Besucher:in möglichst nicht entgehen lassen.

Der Künstler ist während der gesamten Ausstellungszeit täglich von 15:00 bis 18:00 Uhr persönlich anwesend.
Die Finissage findet am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, ab 15:00 Uhr statt.



























