Im Windschatten der Krise

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Mußten im Zuge der Finanzkrise besonders die HSH Nordbank und die BayernLB mit staatlicher Unterstützung und Bürgschaften in Milliardenhöhe gerettet werden, so blieb es...

Vorhersehbare Entwicklung im Einzelhandel

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Es war klar, bei einem Zuwachs von 35.000 qm Verkaufsfläche allein im Schloss-Kaufhaus mußte es Einbußen im Innenstadtbereich geben. Das haben damals schon die Wirtschaftsredaktionen der großen, überregionalen Zeitungen unabhängig voneinander vorhergesehen. Es hieß: "Warten Sie drei Jahre ab." Nur in Braunschweig wollte man von diesen Prognosen nichts hören. Es wurde gebaut. Selbst neue Geschäftsflächen im Schloß-Carree, im Schatten der ECE-Arkaden, präsentieren sich dem Besucher als hässliche Leerstände.

Der ewige Schönredner, der Vorsitzende der Innenstadtkaufleute Herr Volkmar von Carolath, räumt ein, daß nun auch Ketten ihre Zweitläden im alten Innenstadtbereich nach und nach aufgeben. Vor einiger Zeit konnten wir lesen, dass GEZI und WMF am Damm schließen mussten. Das waren beides alte Traditionsgeschäfte. In den letzten zwei Jahren sind viele dieser bekannten Inhaber-geführten Geschäfte aus dem Stadtbild verschwunden. Billigläden sind dafür neu eingezogen - sie führen ein Nomadenleben.

ECE verwaltet inzwischen vier große Center in der City. Das Verschwinden der Fachgeschäfte hätte mit ECE aber nichts zu tun, meint Herr von Carolath.

alt

„Water Makes Money“-Premiere

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Zur Filmpremiere von „Water Makes Money“ erreichten uns zwei Mitteilungen; einmal vom Universum-Kino und einmal vom Film-Promoteam:

 

VW steigt aus Flughafengesellschaft aus

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Die Nachricht, daß VW seine Beteiligung an der Flughafengesellschaft abgibt, kam für die Ratsgremien und die Öffentlichkeit völlig überraschend. VW hatte gerade erst letztes Jahr weitere Landesanteile des Flughafens übernommen und eine Option für noch mehr Anteile erhalten. Welche Entscheidungsgrundlagen haben sich also für VW oder die Stadt innerhalb kürzester Zeit geändert?

Der Flughafenausbau, durch OB Dr. Hoffmann in Politik und Verwaltung vehement vorangetrieben, wurde überstürzt begonnen, und zwar
- ohne daß die Finanzierung öffentlich nachvollziehbar gewesen wäre (Zuschüsse?)
- ohne (fertiges, genehmigtes) Verkehrskonzept
- ohne frühzeitigen(!) Hinweisen auf ein vermutetes Vorkommen des höchst geschützten Eremitenkäfers genauer nachzugehen (Theunert-Gutachten)
- ohne verlässliche und rechtzeitige Berücksichtigung vorhersehbarer Probleme (nur einige Stichworte: Roden/Fällen, Nachtarbeit, Lurche, Wölbäcker, Baudurchführung, ... )
Kurz: Es wurden auf Biegen und Brechen Fakten und Sachzwänge geschaffen.

Was aber könnte VW nun veranlasst haben, sich aus der Flughafengesellschaft zurückzuziehen?  
- Kam ein "Hinweis" von der EU, daß ein Eremitenvorkommen nicht so einfach "weggefällt" werden darf/durfte (ca. die Hälfte der betroffenen Waldfläche steht noch)?
- Befürchtet VW durch Proteste einen teuren Imageschaden? (Es ist sehr teuer und dauert lange, ein "grünes" Image aufzubauen oder gar "grün" zu handeln - dagegen ist ein "grünes" Image sehr schnell zerstört)
- Waren eingeplante öffentliche Millionen-Zuschüsse für den "Forschungsflughafen" durch die VW-Beteiligung gefährdet, wie von der Ratsfraktion der Grünen vermutet und von der Stadt prompt dementiert?
- Was sagt Hannover dazu (VW-Beteiligung, Aufsichtsrat)?

alt

Hühnerleben

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So wie auf dem Foto oben sehen gesunde Hühner aus, und so können Hühner auch gehalten werden. Doch es geht meist nicht um Hühnerhaltung,...

Razzia bei Credit Suisse: Stecken Schwarzgelder in den Schlossarkaden?

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Credit Suisse in ehemals städtischer Immobilie am Steintorwall mit städt. Umbau-Förderung

In die Braunschweiger Geschäftswelt eingestiegen ist Credit Suisse mit einem Finanzierungsfonds "Schloss-Arkaden", einem ECE-Kaufhaus der Otto-Betreibergruppe 2005.

Denn das "Schloss" gehört nicht der Stadt Braunschweig und schon gar nicht den Braunschweiger Bürgerinnen und Bürgern. Es gehört einem internationalen Immobilienfonds der Credit Suisse Asset Management.

Die Werbestrategie war seinerzeit gezielt ausgerichtet auch auf betuchte Braunschweiger, die vor Ort vom Schweizer Bankhaus beraten wurden. Erst operierte die Bank mit Geschäftsräumen diskret und ohne Laufkundschaft am Kohlmarkt, dann - nach Übernahme des ehemaligen städtischen Gebäudes des Kulturinstituts "Die Brücke" - in gediegener Wohnlage am Steintorwall.

Nun die Meldungen über eine Razzia in Braunschweig am Mittwoch, 14.07.2010:

VW in der Zwickmühle

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Kein Lebensraum für den Käfer im Querumer Eremitenwald ?

Mit einer ungewöhnlich kritischen Medienpräsenz muß sich der VW-Konzern  auseinandersetzen.
Gleich vier Artikel innerhalb von 24 Stunden in den zwei Wolfsburger Tageszeitungen "Wolfsburger Nachrichten" sowie der "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" überraschten den Konzern in seiner Heimatstadt Wolfsburg, und das Ganze dann auch noch in den jeweiligen Freitags- und Samstags-Ausgaben der beiden Zeitungen.

Unangenehme Frage an die Verantwortlichen des Konzerns:
Wie passen das VW-Artenschutzprogramm und die Waldvernichtung für ein VW-Luftfracht-Drehkreuz Waggum zusammen?

zeitungen

Während die Wolfsburger Nachrichten am 25.Juni 2010 mahnten:

"Zum Thema Nachhaltigkeit hat Volkswagen in der Tat klare Bekenntnise abelegt und gute Projekte entwickelt und realisiert. Nur zum Thema Waggum war bisher nichts zu hören."
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7567605/artid/12489086

... will der leitende Angestellte des VW-Tochterunternehmens Boris Gelfert mit dem Argument - die Bäume, die als Lebensraum für den unter höchstem Artenschutz stehenden Käfer dienen könnten, seien nunmal (leider) nicht mehr da - weitermachen mit dem Flughafenausbau wie bisher.

Stadt sponsort Yachthafen

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Die Vertiefung der Liegeplätze soll zur Hälfte aus Sportfördermitteln der Stadt bezuschusst werden...

... zumindest, wenn es nach den Parteien CDU/FDP, SPD und Grünen geht.

Die haben heute im Sportausschuss - trotz kritischer Hinterfragung und kontroverser Diskussion des Vorgangs - der Verwaltungsvorlage Nr. 13326/10 zugestimmt, für die bereits erfolgte Ausbaggerung des Hafenbeckens des Clubs  27.000,00 € im Rahmen der städtischen "Sportförderung" zu spendieren.

Auf der Seite des Motorboot-Clubs wird beschrieben:

"Der Yachthafen des BMC liegt bei Kanalkilometer 217,5 des Mittellandkanals und bietet Liegeplätze mit Dalben und Steganlagen für 39 Boote von 7,5 m bis 12 m Länge. Gastliegeplätze sind reichlich vorhanden. An allen Liegeplätzen gibt es Stromanschlüsse. Im bewirtschafteten Clubheim befinden sich Toiletten und Duschen."

Bereits im März 2010 hatte es über die nötigen Arbeiten zur Vertiefung des Hafenbeckens einen Bericht im Lokalteil der Braunschweiger Zeitung gegeben:

Bebauungsplan Nußbergstraße-Stadtpark AW101

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Die Wiederaufbau-Immobilien.GmbH will zurzeit noch nicht spekulieren. Bekanntlich sollen im Innenhof Nußbergstraße / Karl-Marx-Straße / Husarenstraße / Herzogin-Elisabeth-Straße vier Betonklötze, Stadtvillen genannt, gebaut werden....

Gerichtsentscheidung im Gebührenstreit

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Im gestrigen Gerichtsverfahren zum Gebührenstreit hat die Stadt in allen Punkten recht bekommen. Nach dem, was der Entscheidung vorausging, an Schriftsätzen, an gelieferten und:...

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