BZ vor Ort – wie schön! Zu Friede, Freude, Eierkuchen in Volkmarode

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Es war ein großer Bericht – eine Doppelseite – in der Braunschweiger Zeitung heute. Das kulturelle Leben, einschließlich die neue und erfolgreiche IGS in Volkmarode wurden vorgestellt. Selbstverständlich wurde auch über die Verlängerung der Straßenbahn bis ins Neubaugebiet Volkmarode-Nord berichtet. Befürworter und Gegner kamen zu Wort. War`s das?

Nein, leider hat die BZ nicht vom eigentlichen Skandal berichtet, und der ist aus den Original-Anlagen ersichtlich. Die Straßenbahn ins Neubaugebiet müsste seit über 10 Jahren fahren! Es verwundert einen nicht, wenn eine Regiobahn nach Jahrzehnten nicht zustande kommt, wenn noch nicht mal die Verlängerung einer Straßenbahntrasse von einigen hundert Metern gelingt.

Im Grunde ist alles ganz einfach: Mit Schreiben vom 02.07.1993 teilte der damalige Stadtbaurat der Verkehrs-AG mit, dass der Rat der Stadt am 15.06.1993 das Baugebiet Volkmarode-Nord beschlossen habe und damit auch die Verlängerung der Straßenbahn bis durch das Neubaugebiet. Deshalb bitte er die Verkehrs-AG, einen gleisbautechnischen Entwurf zu erstellen und das Planfeststellungsverfahren einzuleiten!

Das ist die Sachlage. Eine bessere Recherche und größere Kritikfähigkeit der BZ sollten wir von der Bürgerzeitung erwarten können!

 

Und hier die Fragen, die die BZ stellen sollte, und die nun der Braunschweig-Spiegel stellt:

– Warum ignoriert die Verkehrs-AG die Ratsbeschlüsse?

– Warum kontrolliert der Rat die Verwaltung nicht?

– Nimmt der Rat seine eigenen Beschlüsse überhaupt ernst?

– Hat der Aufsichtsrat, in der auch Ratspolitiker sitzen, zu Lasten des Bürgers seine Pflichten vernachlässigt?

– Warum veröffentlicht die Verkehrs-AG bewusst schlechtgerechnete Zahlen, vor allem im Schienenverkehr?

 


Kommentare   
 
0 #2 Uwe Meier 2011-10-13 14:17
Sehr geehrter Herr Schmidt.
Danke für Ihr Interesse am Braunschweig-Spiegel.
Eine umfassendere Recherche ist mir, der ich mit Freunden den B-S so nebenbei betreue, nicht möglich.
Namen fallen mir durchaus ein, möchte ich jedoch nicht nennen, weil die Namensliste sicher nicht vollständig wäre und unterschiedliche Verantwortlichk eiten vorliegen. Die Parteien im Rat sind bekannt aus den letzten 15 Jahren und die Aufsichtsräte auch.
Und beachten Sie bitte, dass ich auch der Braunschweiger Zeitung hier einen Vorwurf mache.

Gerne dürfen Sie sich in einem Beitrag beteiligen, denn der B-S ist für Beiträge aller Bürger offen.
Mit besten Grüßen
Uwe Meier
 
 
 
0 #1 W Karl Schmidt 2011-10-13 04:23
Sehr geehrter Herr Meier,
wie viele Ihrer anderen Artikel ist auch dieser wieder interessant. So wie er von Ihnen aufgemacht wurde, vermisse ich allerdings die „Enthüllung“. Sollte Ihre Absicht darin bestehen, zum Nachdenken anzuregen so gelingt Ihnen dies leider nicht zielführend.
Die angeführten „Beleg“-dokumente verweisen Ihre Leser in die Vergangenheit, die 90er-Jahre des vorigen Jahrhunderts. Den Artikel aber schließen Sie mit einem in die Gegenwart gerichteten Fragenkatalog. Anonymisieren diesen aber gleichzeitig. Sollen wir Ihnen wirklich abnehmen, dass Ihnen zur jetzigen Verkehrs-AG, zu Rat und Verwaltung und Aufsichtsräten keine Namen, Parteien einfallen?

 
 
 

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