Bündnis 90/Die Grünen favorisieren zweistufiges Schülermonatsticket

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Der Regionalverband Großraum Braunschweig (RVB) hat ein Gutachten zur Einführung eines kostengünstigen Schülertickets erstellen lassen. Hierbei wurden 13 unterschiedliche Modelle untersucht, von eher marginalen Verbesserungen am heutigen U21-Ticket bis hin zu einem kostenlosen, verbundweitem Schülerticket.

„Bei der Entscheidung für ein Modell sind die Interessen der Schüler/-innen an einer kostengünstigen und flexiblen Lösung, die unterschiedlichen verkehrlichen Voraussetzungen in der Region und der Zuschussbedarf gegeneinander abzuwägen“ so Dennis Egbers-Schoger, der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion.

Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen, stellt die Monatskarte mit zwei Preisstufen einen guten Kompromiss dar, der auch finanzierbar ist. Bei diesem Modell kann das Schülerticket monatsweise gekauft werden, ohne dass man sich für ein ganzes Jahr bindet. Die entsprechende Forderung der Wolfsburger und Braunschweiger Stadtschüler/-innenräte und Jugendringe, wird durch die Grüne Großraumfraktion nachdrücklich unterstützt.

Nicole Wockenfuß, zweite stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Gifhorn, erläutert: „Ein Schülerticket, dass nur bei ganzjähriger Bindung attraktiv ist, setzt aus unserer Sicht gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels, ein falsches Zeichen. Wir können nur eine Lösung unterstützen, die auch für alle Schüler/-innen im gesamten Verbandsgebiet eine Verbesserung darstellt. Schüler/-innen, die im Sommer lieber andere umweltfreundliche Verkehrsmittel wie das Fahrrad für ihre Wege nutzen, sollten durch den Kauf eines Jahrestickets nicht benachteiligt werden. Wir favorisieren deshalb das Modell mit zwei Preisstufen, 15,- EUR/Monat für den Stadttarif bzw. Preisstufe 1 und verbundweit (Preisstufe 1-4) 30,- EUR/Monat“. Dieses Modell erfordert einen jährlichen Zuschussbedarf von ca. vier Mill. EUR.

Hierzu meint der Fraktionsvorsitzende, Dr. Frank Schröter: „Der Zuschuss sollte in einer Pilotphase zur Hälfte aus dem Regionalverband zugewiesenen Mitteln und zur Hälfte über die Verbandsumlage aufgebracht werden. Die Landkreise und kreisfreien Städte schieben damit gemeinsam mit dem RVB ein attraktives Angebot für ihre Schüler/-innen an.“ Egbers-Schoger ergänzt: „Die Verwaltungsspitzen und v.a. der regionalen Landtagsabgeordneten von SPD und CDU sind nun gefordert, das im Koalitionsvertrag der niedersächsischen Landesregierung verankerte kostengünstige und landesweit geltende Schülerticket zeitnah umzusetzen, sodass eine weitgehende Beteiligung des Landes an den Kosten erfolgt. Die übergangsweise mögliche Anschubfinanzierung aus Regionalisierungsmitteln ist schließlich nur aufgrund einer bis 2026 befristeten Sonderregelung möglich. Sollte die Landesregierung nicht zu ihrem Wort stehen, wären ansonsten nachfolgend alle anfallenden Kosten von den Verbandsgliedern zu tragen.“

Bündnis 90/Die Grünen hoffen auf die Zustimmung der anderen Parteien im Regionalverband zu diesem favorisierten Modell.

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