bis zum 27. September 2026 im Werkschauraum, Ernst-Amme-Straße 5, Braunschweig – Finissage am 27. September ab 11.00 Uhr – Die Ausstellung ist Teil der KunstTour26 von bskunst.de
Dagmar Senz verwandelt mit ihrer ebenso opulenten wie nachdenklich hintergründigen Kunst den Werkschauraum, möglicherweise immer noch Braunschweigs kleinste Kunstgalerie, für Besucher:in zuallererst in einen großen, bunten, fantastischen Ort des Sehens, des Staunens, der Freude, aber auch ganz schnell genauso einen Ort der bildstarken, künstlerischen, weiblichen Selbstermächtigung.

Ihre Bilder, ihre Objekte, ihre kleinen Pretiosen lassen es spüren – sie alle sind in gewisser Weise subversiv, egal wie niedlich sie scheinen mögen (und umgekehrt), sind bukolisch und hintergründig und zugleich auch oft ironisch grundiert. Und es macht immer Spaß sie anzuschauen.
Dagmar Senz Kunst besteht darauf, dass Fantasie, Buntheit und Tiefe Geschwister sein können, dass gleichzeitig Rätselhaftigkeit und Lebensfreude aus einem Kunstwerk geradezu herausspringen dürfen, Betrachter:in manchmal direkt ins Auge (aber es tut nicht weh).

Die Formen und Farben nehmen sowieso erstmal keine Rücksichten auf vorgefasste Sehwünsche, sie machen sich ganz einfach selbst zu welchen. Viele Objekte bitten auch geradezu darum, von Besucher:in angefasst, betastet zu werden, sich an Formen und Material zu freuen.

Ihre figürlichen, oft märchenhaften und wie aus Träumen entstandenen Objekte entstehen in Platten- oder Aufbautechnik, oft mehrfach gebrannt, mit Glasuren, Sinterengoben (eingefärbte Tonschlicker, die mit Flussmitteln versetzt sind), Gold und Acryl.

Dagmar Senz Bilder- und Objektwelten zu besuchen ist vielleicht manchmal mit kleinen Irritationseffekten verbunden – aber ihre Arbeiten anzuschauen macht immer sinnliches Vergnügen, regt zum Fantasieren an und wenn Besucher:in gern eines der Objekt erwerben möchte – die Künstlerin würde sich sicher freuen.


























