Rieseberg-Gedenken
10:00 Uhr – stille Kranzniederlegung – Jasper Ehrenmal, Fritz-Bauer-Platz, 38100 Braunschweig
11:00 Uhr – Redebeitrag an den Gräbern der Riesebergopfer, Hauptfriedhof Braunschweig Helmstedter Straße, 38126 Braunschweig
12:30 Uhr – Gedenkveranstaltung, Kranzniederlegung und Redebeitrag, Gedenkstätte Rieseberg, Pappelhofweg 4, 38154 Rieseberg
Gedenkrede:
Florian Hirsch
Vertrauenskörperleitung Volkswagen Wolfsburg – Referent für Gedenkarbeit und Erinnerungskultur
musikalische Begleitung durch den Gewerkschaftschor Klartext
Am Donnerstag, den 29. Juni 1933, gingen in Braunschweig in Zivil gekleidete SA- und SS-Männer auf die Suche nach politischen Gegnern,
welche kurz zuvor Flugblätter verteilt hatten. Während dieser Aktion im Braunschweiger Arbeiterviertel Eichtal trafen zwei SS Trupps aufeinander, hielten sich gegenseitig für die Gesuchten und schossen aufeinander. Ein SS-Mann wurde dabei tödlich getroffen.
Umgehend wurde damit begonnen, diese Tat den Kommunisten in die Schuhe zu schieben und eine groß angelegte Aktion zur Verfolgung
politischer Gefangener begann. So wurden mehrere Hundert Personen in „Schutzhaft“ genommen.
Die Gefangenen wurden am 4. Juli 1933 zum Rieseberger Pappelhof transportiert, aufs Schwerste misshandelt und erschossen. Einige Tage später wurden die Leichen von Hermann Behme, Julius Bley, Hans Grimminger, Kurt Heinemann, Reinhold Liesegang, Walter Römling,
Wilhelm Ludwig, Gustav Schmidt, Alfred Staats und Willi Steinfass auf dem Rieseberger Friedhof in ungekennzeichneten Gräbern verscharrt.
Die Identität eines elften Toten ist bis heute nicht geklärt. Es wird vermutet, dass es sich um den Studenten Kurt Hirsch handelt.






















