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Vortrag: NS-Unrechtsjustiz im Lande Braunschweig
Im Landgericht Braunschweig tagte ab dem Frühjahr 1933 das Sondergericht Braunschweig, das zu einem zentralen Instrument der NS-Unrechtsjustiz in der Region wurde. Es fällte etwa 3000 Urteile gegen mehr als 7000 Männer und Frauen aus dem Freistaat, darunter viele Kritikerinnen und Kritiker des NS-Systems. Ausgesprochen wurden 92 unmenschliche Todesurteile gegen angebliche „Volksschädlinge“, darunter auch Jugendliche wie Erna Wazinski. Der 18jährige Günther Morgenstern wurde, obwohl noch nicht einberufen, wegen „Wehrdienstentziehung“ verurteilt und in Wolfenbüttel mit der Guillotine hingerichtet.
Umrissen wird auch die Rolle der mehr als 20 Amtsgerichte des Freistaates Braunschweig in der NS-Zeit, die noch nicht gänzlich erforscht ist. Thema sind ebenso Urteile gegen Amsterdamer Juden, die von militärischen Gerichten, sog. Feldgerichten, verurteilt wurden.
Der Vortrag zur NS-Unrechtsjustiz im Lande Braunschweig wird von Arnuld Heinemann gehalten.






















