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Blick auf den Wandel

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Liebe Leserin, lieber Leser,

der Klimawandel ist im Gange. Wissenschaftler auf der ganzen Welt dokumentieren Temperaturanstiege, Veränderung bei den Niederschlägen und verstärkte Unwetterereignisse. Und dennoch leugnen viele seine Existenz. Als rational denkender, an Wissenschaft orientierter Mensch reibt man sich die Augen und möchte bei so viel Ignoranz verzweifeln.

Denn es ist leicht zu sehen, dass sich auch bei uns einiges verändert: Die Fichten im Harz sterben großflächig ab, geschwächt durch veränderte Umweltbedingungen und den Buchdrucker, der ihnen den Rest gibt. Wildbienen und andere Insekten werden weniger, neue Arten wandern ein, Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Zeit, einen genauen Blick auf diese Veränderungen zu werfen, sich ihnen zu stellen.

Dabei stellt man fest: Der Klimawandel hat Verlierer und Gewinner. Walter Wimmer stellt diese anhand der Fauna und Flora vor (Seite 8) und prognostiziert, wen wir in Zukunft bei uns seltener sehen werden und wer sich seinen Platz bei uns erobert.

Dr. Friedhart Knolle und Dr. Uwe Wegener, beide für viele Jahre für den Nationalpark Harz tätig, blicken auf die Folgen des Fichtensterbens (Seite 22). Was passiert, wenn man – wie im Nationalpark – nicht lenkend eingreift? Welche Bäume folgen auf die Fichten, wer füllt die Lücken und wie kann der Harz künftig aussehen?

Die Natur ‚Natur‘ sein lassen wie im Nationalpark – das funktioniert nicht so einfach in unserer Kulturlandschaft. Aber auch wir mü ssen uns an den Klimawandel anpassen. Nur wie? Welche Arten in den Städten als Klimabäume geeignet sind, zeigt Prof. Dr. Dietmar Brandes (Seite 12). Und Susanne Goroll blickt auf die notwendigen Veränderungen in der Landwirtschaft, um Klimaveränderungen abzufedern (Seite 16).

Und was können wir nun konkret tun: klimaneutral leben? Klimaneutralität, was ist das? Auch wenn die Antwort einfach scheint, Dr. Benno Gries hat sich diesem kniffligen Problem gewidmet (Seite 4). Ein Artikel, den ich Ihnen nur sehr ans Herz legen kann.

Wir können nicht abschätzen, wie sich unsere Umwelt verändern wird. Ob besser oder schlechter die Zukunft wird auf alle Fälle anders. Für die nachfolgenden Generationen müssen wir daher die richtigen Weichen stellen. Mit klarem Kopf und viel Verantwortungsbewusstsein.

Herzlichst, Ihre

Heike Steingaß

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