33. Internationales Filmfestival Braunschweig gibt Programm bekannt

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+++ „Die Europa“ für Mario Adorf +++ Eröffnung Filmkonzert „Das Piano“ +++ Retrospektive für Helmut Zerlett +++ 108 Filme +++ Neuer Frauenfilmpreis „Die TILDA“ +++ Erstmals vier Auszeichnungen von Hauptsponsor Volkswagen Financial Services.

Mario Adorf ist der Stargast des 33. Internationalen Filmfestivals Braunschweig (19.-24. November). Das Festival ehrt den Schauspieler für seine herausragenden darstellerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur mit der „Europa“. Den mit 20.000 Euro dotierten Preis stiftet der Hauptsponsor des Festivals, Volkswagen Financial Services. Mario Adorf wird die Auszeichnung am Samstag, 23.11. im Großen Haus des Staatstheaters entgegen nehmen.

Das Festival zeigt eine Retrospektive mit sieben seiner Filme, darunter Kollaborationen mit Regie-Größen wie Volker Schlöndorff („Die Blechtrommel“) oder Rainer Werner Fassbinder („Lola“) sowie Dominik Wesseleys neue Dokumentation „Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf“, in der Wegbegleiterinnen wie Senta Berger und Margarethe von Trotta zu Wort kommen.

Das Programm umfasst 182 Kurz- sowie 108 abendfüllende Spielfilme und Dokumentationen sowie sieben Filmkonzerte. Innerhalb der sechs Tage präsentiert das Festival über 200 Einzelveranstaltungen, Filmkonzerte, Vorträge, Präsentationen, Filmvorführungen, darunter zwei Welt-, eine internationale und 23 Deutschland-Premieren.

Zehn europäische Debüt- und Zweitfilme, davon neun deutsche Premieren, stehen um gleich zwei Preise im Wettbewerb: den von einer Jury vergebenen „Volkswagen Financial Services Filmpreis“ und den Publikumspreis „Der Heinrich“. Beide Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert und werden von Volkswagen Financial Services unterstützt.

Das Festival vergibt einen neuen Preis: „Die TILDA“. Acht Filme stehen im Wettbewerb um den mit 5.000 Euro dotierten Preis für die beste Regisseurin, der von 70 Braunschweiger Bürgerinnen ausgelobt wird. Ihr Anliegen ist es, Frauen in der Filmbranche sichtbarer zu machen.

Außerdem vergibt das Queere Netzwerk Niedersachsen (QNN) den mit 5.000 Euro Projektförderung verbundenen „Queeren Filmpreis Niedersachsen“. Die Oeding Unternehmensgruppe unterstützt den „Green Horizons Award“, den 2.500 Euro dotierten Preis für den besten Film zum Thema Nachhaltigkeit. Zum zweiten Mal vergibt eine Gruppe Braunschweiger Filmfreunde den mit 3.000 Euro dotierten „Braunschweiger Filmpreis“ für die beste Newcomer-Schauspielerin/den besten Newcomer-Schauspielerin.

Eine Jury aus sechs jungen Deutschen und Franzosen vergibt den Deutsch-Französischen KINEMA-Jugendpreis für den besten Debütfilm aus Deutschland oder Frankreich. Den KINEMA-Preis unterstützen das Land Niedersachsen, die Académie de Rouen, das Deutsch-Französische Jugendwerk, die Stiftungen Friedrich Walz, die Antenne métropole und das Institut Français Bremen. Volkswagen Financial Services unterstützt erstmals den mit 1.000 Euro dotierten „Heimspiel“-Preis für den besten Film aus der Region. Damit vergibt das BIFF Preisgelder im Gesamtwert von 58.500 Euro.

Der „Weiße Löwe“ für das Lebenswerk eines zeitgenössischen Filmkomponisten geht an Helmut Zerlett. Der Kölner Komponist, Bandleader und Keyboarder hat die Musik zu bislang 22 Spielfilmen, 28 TV-Filmen und mehr als 90 TV-Serienerfolgen komponiert. Das Festival ehrt ihn mit einer Filmreihe.Mit dabei ist u.a. der unveröffentlichte Tatort „Die Guten und die Bösen“, in dem Hannelore Elsner in ihrer letzten Rolle zu sehen ist. Zudem präsentiert Zerlett gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig und den „Akademix“, der Band der Deutschen Filmakademie, ein „Porträtkonzert“ mit Suiten seiner Filmmusik. Das Porträtkonzert unterstützt die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.

Damit steht Helmut Zerlett im Mittelpunkt des Musikfilmfestivals „FxM: Film meets Music“, das sieben Filmkonzerte umfasst. Erstmals präsentiert das BIFF mit „Stories: The Path of Destinies“ ein interaktives Videospielkonzert – Live-to-Game bei dem das Staatsorchester von Rodrigo Lopez Klingenfuss geleitet wird. Das Konzert ist eine Kooperation mit Soundtrack-Cologne und dem Next Level – Festival for Games. Die Stiftung Braunschweiger Land unterstützt das Stummfilmkonzert „The Home Maker“ der französischen Elektro-Popgruppe „The Penelopes“. Im Wolfsburger Sharoun Theater dirigiert Helmut Imig das Stummfilmkonzert „Ausgerechnet Wolkenkratzer!“ mit Harold Lloyd. Es spielt das Deutsche Filmorchester Babelsberg. Elektronische Musik steht auch bei der Edgar Allan Poe Hommage „Silent Poe“ von Jakob Gardemann und Christoph Seelinger sowie beim Filmkonzert „Wellenvorm & Patrick Müller“ auf dem Programm.

In weiteren Reihen zeigt das BIFF „Neues Internationales Kino“, wirft mit „Prime Time“ einen Blick auf die kommenden Arthouse Saison, präsentiert den aktuellen Stand der „Neuen deutschen Filme“, zeigt die Auswüchse des Social Media Konsums in der Reihe „Beyond: Self Display“, stellt mit „Sound on Screen- Festivaledition“ aktuelle Musikdokumentationen vor und gibt den im Horror- und Genrefilm unterrepräsentierten Frauen mit „Bloody Women at Midnight“ ein Forum.

Im Rahmen der „Industry Days“ informiert u.a. Rechtsanwalt Florian Glatz über „Blockchain in der Filmindustrie“, die Produzentin Frauke Korbmüller berichtet von ihrer Arbeit an „Systemsprenger“ und Journalistin Birgit Heidsiek stellt „Grüne Filmproduktion“ vor.

Mit dem Projekt „Spät-Vorstellung: 30 Jahre danach – Wende Flicks und mehr“ erinnert das Festival an die Wendezeit aus der ostdeutschen Perspektive. Das Projekt umfasst eine sechsteilige Filmreihe aus den Jahren 1982-2018 – von Roland Gräfs „Märkischen Forschungen“ bis Andreas Dresens „Gundermann“ – die Fotoausstellung „Meine LAST PICTURE SHOW“ mit Arbeiten des Regisseurs und Kameramanns Roland Gräf sowie das Theaterstück „Jutta Wachowiak erzählt Jurassic Park“, das bereits am 1. und 2. November im Staatstheater zu sehen sein wird. Das Projekt „Spät-Vorstellung“ wird unterstützt von Volkswagen, der Bürgerstiftung Braunschweig, der Braunschweigischen Stiftung, der DEFA-Stiftung und der Deutschen Kinemathek.

Das Filmfestival eröffnet mit der Deutschlandpremiere des Filmkonzerts „Das Piano – Live in Concert“ in der Stadthalle Braunschweig. Die Musik von Michael Nyman zum vielfach preisgekrönten Film von Regisseurin Jane Campion spielt das Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung von Andrew Berryman.

Weitere Informationen zum Programm auf
www.filmfest-braunschweig.de
https://www.facebook.com/InternationalesfilmfestBraunschweig/
https://twitter.com/ffBraunschweig
https://www.instagram.com/filmfestivalbs/

Der Karten Vorverkauf beginnt online am 28. Oktober 2019.

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