Jahreshauptversammlung: Tierschutz Braunschweig

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Die Tigerkatze „Hanna“ wurde im letzten Sommer auf der Autobahnabfahrt der A2 gefunden. Sie war erst ca. 4  Wochen alt und musste noch mit der Flasche aufgezogen werden.

Am 17.04.2012 fand im Vortragssaal der Stadthalle Braunschweig die diesjährige Jahreshauptversammlung von „Tierschutz Braunschweig e.V.“ statt. statt. Als Gäste waren Vera Steder, 1. Vorsitzende im Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes und ihre Stellvertreterin Ute Rump, der Einladung des Vorstandes gefolgt.

Als neue 1. Vorsitzende wurde Alessandra Bugané bei einer Gegenstimme gewählt. In allen anderen Vorstandpositionen sind die früheren Amtsinhaber wiedergewählt worden.

Der Tierschutz Braunschweig e.V. steht finanziell, wie schon in den letzten Jahren, wieder sehr gut da. Hohe Rücklagen und Erbschaften auch in 2011 ermöglichten es dem Verein viele Neubauten für Tiere und Angestellte auf ihrem Gelände zu errichten. „ Andere Vereine kommen nach Braunschweig und sehen sich unser Tierheim an und fragen, wie wir das machen“ berichtete Herbert Sticht nicht ohne Stolz.

Oberstes neues Projekt soll für den neuen Vorstand der Sachkundenachweis für Hunde sein, den Hundeneubesitzer künftig ablegen müssen, wollen sie einen Hund halten.

Aufgrund der prognostizierten Katzenschwemme im Tierheim regte ein Mitglied an, in diesem Jahr eine Aktion, die schon einmal in 2008 durchgeführt wurde, zu wiederholen: einen Kostenzuschuss an Katzenbesitzer zur Kastration ihrer Katze zu auszuzahlen. Diese Maßnahme sollte wegen der Nachhaltigkeit der Verwendung von Spendengeldern mit Präventionsprojekten wie „Katzenschutzverordnung“ und „Kennzeichnungspflicht von Haustieren“ verbunden werden. Dieses würde helfen, zu vermeiden, dass das Tierheim, oft am Rande seiner Kapazitäten, Tiere abweisen muss. Eine Kennzeichnungspflicht ermöglicht auch eine schnelle Rückvermittlung von Haustieren, so dass die durchschnittliche Verweildauer im Tierheim stark reduziert werden kann.

Pflegling Mozart (schwarz), auch aus dem letzen Sommer, den ich in einer 5-Stunden-Aktion aus dem Motorraum eines Fahrzeugs des VW-Werkschutzes herausgeholt habe. Beide Fotos: Beate Gries

 

Frau Bugané hat angekündigt, sie habe einen langen Atem, was künftige Herausforderungen betrifft. Unterstützung bekam sie von Vera Steder, die dem Vorstand Unterstützung ihres Dachverbandes zugesagt hat, eine „Verordnung zur Kastration und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen“ bei der Stadt Braunschweig anzustoßen. Eine solche Verordnung wird vom Deutschen Tierschutzbund bundesweit gefordert und ist eine Maßnahme, die bereits in 27 niedersächsischen Städten erfolgreich eingeführt ist. *³

Beirat und Ratsherr Henning Brandes teilte auf Anfrage mit, dass er einen Antrag des Vereins in die Ratsfraktionen tragen wird.

Für Stadttauben sieht der ehemalige Vorsitzende Herbert Sticht keine Veranlassung an der Situation etwas zu ändern, es gäbe eine Verordnung hierzu in Braunschweig, damit gäbe es keinen Handlungsbedarf für den Tierschutzverein.

*³ Quelle: Deutscher Tierschutzbund

 

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