Eine Polemik zur Verachtung durch Politiker

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In der SZ stand folgender Satz vom SPD-Vorsitzenden Gabriel: „Ihm bereite Sorgen, „dass in der Mitte der Gesellschaft der Anteil derjenigen wächst, die Politik, Politiker und Parteien verachten“, sagte Gabriel der Süddeutschen Zeitung (Samstag-Ausgabe). Randalierer wie im sächsischen Heidenau seien ein „Sicherheitsproblem“, so der SPD-Vorsitzende.

Dazu nimmt in den Nachdenkseiten ein Leser oder eine Leserin Stellung:

Bezüglich der Aussagen von Gabriel, wie sagte Clint Eastwood alias Dirty Harry: You made my day! Dem sogenannten Vizekannzler bereitet also Sorgen, „dass in der Mitte der Gesellschaft der Anteil derjenigen wächst, die Politik, Politiker und Parteien verachten“.

 

Ach wirklich, ist das so? Hat sich der sogenannte Vizekanzler schon einmal gefragt warum das so ist? Hat der sogenannte Vizekanzler vielleicht schon einmal in den Spiegel geschaut? Was sollen die Menschen wohl von Politikern halten, die quasi täglich ihre Position und ihre Haltung ändern? Einmal für das TTIP, einmal dagegen. Was sollen Menschen von Politikern halten, welche die neoliberale Ideologie als alternativlose predigen? Eine Ideologie, welche die Lebensumstände für 90 Prozent der Menschen verschlechtert, die zu einer unglaublichen sozialen Polarisierung geführt hat. Mit obszöner Reichtumsanhäufung auf der einen Seite und zunehmenden sozialem Elend auf der anderen Seite. Was sollen die Menschen wohl von Politikern halten, die das Hartz IV System eingeführt haben oder die Einführung nach wie vor als „Wegbereiter für die Entwicklung Deutschlands zum Wirtschaftswunderland“ feiern. Ein System, dass die betroffenen Menschen einer unendlichen Kette von Demütigungen und Schikanen aussetzt. Was sollen die Menschen von Politikern halten, die hier das Flüchtlingselend beklagen aber Waffenexporte genehmigen und die Kriegspolitik der USA unterstützen. Was sollen die Menschen von Politikern halten, die sie als „Pack“ bezeichnen und damit ungewollt ihre generelle Haltung gegenüber den Bürgern dieses Landes ausdrücken. Ja, was sollen die Menschen wohl von solchen Politikern halten?

Und noch zum Thema Hetzparolen: „Deshalb werden Europa und Deutschland sich nicht erpressen lassen. Und wir werden nicht die überzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen“. Von wem stammt diese Auslassung? Vielleicht aus einem rechtsnationalen Internetblog? Nein, sie stammt genau von dem Herren, der nun Krokodilstränen über Politikerverachtung im Netz vergießt.

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