Memorandum gegen die „akademische Prostitution“
Ostermarsch in Braunschweig – „Waffenexporte stoppen – Kriege beenden! Konflikte nicht militärisch lösen!“
Auch eisiger Wind und Hagel konnten den diesjährigen Braunschweiger Ostermarsch nicht verhindern. Mit einer immerhin fast 30-köpfigen Fahrradddemo ging es ab 11 Uhr vom Kohlmarkt durch die Innenstadt, über die Haltepunkte "Phönix-Relief" Hinterm Gewerkschaftshaus, Staatstheater und Magnikirchplatz zur Abschlusskundgebung auf dem Kohlmarkt. Mit dabei war wieder Sambattac:
Die Abschlussrede hielt Dr. Ute Lampe (Friedensbündnis Braunschweig).

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Braunschweig bekommt ein neues Image
Braunschweig bekommt ein neues Image - VW zwischen Welfengeschichte und (Flughafen) Mobilität
VW-nah wurde am 15.3.2012 im Wirtschaftsausschuss eine Konzeption 2020 (sog. Regions-RIK-Studie) zur weiteren Entwicklung der Region Wolfsburg-Braunschweig präsentiert.
Damit läßt der Aufsichtsrat der neu-gegründeten Wolfsburg-Braunschweig Allianz unter Vorsitz des VW-Mannes Neumann und der beiden Oberbürgermeister Wolfsburgs und Braunschweigs die Katze aus dem Sack.
Während die Wirtschafts- Arbeits- und Produktionssteuerung einschl. Forschung für beide Städte in Wolfsburger Hand liegt, bleibt für die übrige Region eine Rolle vor allem der Reproduktionsbereich, und da soll vor allem Braunschweig auf die Sprünge geholfen werden.
Es geht um die Umgestaltung der ganzen Region Braunschweig-Wolfsburg bis zum Jahr 2020 - jetzt vorgelegt zur Beratung im Wirtschaftsausschuß der Stadt Braunschweig am 19.4.2012 - von der gemeinsamen Wirtschaftsförderungs-Gemeinschaft unter Vorsitz von VW-Vorstandsmitglied Neumann mit Wolfsburgs und Braunschweigs Oberbürgermeistern als Beisitzern.
Um dieses rd. 500 Seiten starke Konzept gibt es Geheimniskrämerei, nur den Fraktionsstellen wurde die mit Passwort geschützte Datei zur Verfügung gestellt. Mal sehen, warum:
„Nationale Katastrophe oder Unabhängigkeit?“
Am Dienstag, den 17. April 2012 referiert Professor Dr. Ralf Pingel, der frühere Direktor des Georg-Eckert-Instituts in Braunschweig um 19:00 Uhr in der Volkshochschule, Heydenstr. 2:
Die FAZ zur Finanz- und Demokratiekrise: Hat die Linke doch recht?
Wer im vergangenen Halbjahr 2011 das Feuilleton in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) aufmerksam gelesen hat, wird eine bemerkenswerte Serie an Essays zur Finanz- und Demokratiekrise bemerkt haben. Manch ein Leser wird vor Erstaunen auf die Hauptseite zurückgeschlagen haben, um sich zu vergewissern, dass er nicht aus Versehen auf das Neue Deutschland zugegriffen hat.
Mitherausgeber Frank Schirrmacher begann die Serie am 15. August mit dem Titel: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat" (siehe auch Bericht im B-S) und trat damit eine Diskussion los. In diversen TV-Gesprächsrunden (Talkshows) wird dieser Artikel immer wieder zitiert.
Die Essays im Feuilleton der FAZ und der FAS, die auf die Abhängigkeit der Politik von der Finanzwirtschaft und damit über die Gefährdung der Demokratie aufmerksam machen, sind hier zusammengestellt:
BIBS-Fraktion fordert sofortige Girlandensicherung und Planverzicht für den Bahnübergang Steinriedendamm
Ostermärsche und Osteraktionen – nicht nur in Braunschweig …
Arbeitskreis Fracking
Buchbesprechung: „Und wenn sie mich an die Wand stellen“
„Und wenn sie mich an die Wand stellen“ – Ralf Buchterkirchen
Buchbesprechung
Es schlägt auf den Magen zu lesen, wie Menschen hingerichtet wurden, nur, weil sie keinen sinnlosen Krieg für falsche Ideale führen wollten. Und doch hat man das Gefühl, man muss weiterlesen. Man kann es einfach nicht vergessen und so tun, als hätte man nie davon erfahren.
In einem weiten Bogen kommt Ralf Buchterkirchen auf etwa 177 Seiten mit vielen Bildern und Fotokopien von Textquellen vom Zustand der Militärjustiz über die Einzelschicksale einiger als Deserteure verurteilter Soldaten aus der Region Hannover hin zum Umgang mit den Opfern der Militärjustiz nach Ende des Zweiten Weltkriegs und zeigt dabei eine Mischung von gut und interessant geschriebenen, wohlrecherchierten Sachtexten und Beschreibungen von Einzelschicksalen, die einen berühren und erzürnen.
Das Buch in einem Stück zu lesen, erscheint unmöglich, weil man gerade bei den Abschiedsbriefen der Opfer oder bei Beschreibungen, wegen welch geringer ‚Vergehen‘ sie hingerichtet werden, einfach an der Menschheit verzweifelt und erst einmal nicht mehr weiter kann, doch beginnt das Moralempfinden – ebenso wie das Denken – dann erst mit der eigentlichen Arbeit, mit sich selbst auszumachen, dass das zu unserer Vergangenheit zählt. Zu einem Schandfleck eben dieser. Wenn man dann liest, dass einer der Deserteure tatsächlich überlebt hat, kommt das einer temporären Erlösung gleich. Wenigstens eine gewonnene Schlacht für die Gerechtigkeit – doch längst kein Sieg.



































