Leserbriefe an die BZ: Irmela-und-Gerd-Biegel-Preis – Geschichte ohne Verantwortung
Ingeborg Gerlach schrieb einen Kommentar zur Verleihung des Irmela-und-Gerd-Biegel-Preises an Christopher Clark. Diesen Beitrag im B-S vom 15.10.2013 ergänzt sie nun durch einen weiteren Kommentar, den sie an die Braunschweiger Zeitung sandte und der ebenso in der Braunschweiger Zeitung nicht abgedruckt wurde wie der weitere Leserbrief von Heide Janicki.
Die Menschenkette als politische Aktionsform
Die Kette von Brunsbüttel nach Krümmel steht: Menschenkette im April 2010 für das Abschalten der zwei Pannenreaktoren. Diese Demo war die Wiedergeburt der Antiatombewegung mit der niemand mehr gerechnet hatte.
Menschenketten haben Tradition. Sie sind ein politisches Signal gegen grundlegende gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Sie sind Formen der vermeintlichen Ohnmacht gegen "Die Mächtigen", also Politik und das oft damit eng verbundene Kapital. Ohnmacht wird umgesetzt in politische Aktion. Das wirkt befreiend, denn es wird Kante gezeigt. Ihr da oben, so der Tenor, könnt nicht machen was ihr wollt, wir glauben euch nichts mehr, wir sind viele und halten jetzt wie eine Kette zusammen - Mensch für Mensch in Solidarität, denn ihr habt einfach zu viel gelogen, das politische Fass der Fehlentwicklung ist voll. Letztendlich: ändert sofort was oder haut endlich ab!
KuKuBa – ein soziokulturelles Kultur-Bad für Gliesmarode
Das Badezentrum Gliesmarode soll leider abgerissen werden. Umfangreiche Gründe gegen einen Abriss wurden schon von der Bürgerinitiative zum Erhalt des Gliesmaroder Bades aufgeführt. Der Verein KufA - Kultur für Alle Braunschweig e.V. sieht noch weitere Chancen für den Erhalt des Schwimmbades. Wir haben ein Konzept entwickelt, wie sich das Schwimmbad als soziokulturelles Kulturzentrum nutzen lässt.
Arbeitstitel: KuKuBa - KunstKulturBad Gliesmarode
Wir wünschen uns die Umgestaltung zu einem soziokulturellen Kultur-Bad, das in dieser Form einmalig ist und bundesweit für Aufsehen sorgt. Ein Schwimmbad in freier Trägerschaft, das von der Stadt unterstützt wird. Trägerverein könnte zum Beispiel die Initiative zum Erhalt des Gliesmaroder Schwimmbades sein mit Unterstützung von Interessierten und von Kulturinitiativen. Der Betrieb des Schwimmbades wird - abgesehen von den Bademeistern und den Putzkräften - ehrenamtlich organisiert. Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich engagieren, erhalten dafür freien Eintritt im Schwimmbad.
Das Konzept:
Ehrfurcht vor dem Leben – Albert-Schweitzer-Symposium anlässlich 100 Jahre Lambarene 1913-2013
Freitag, 1. November bis Sonntag, 3. November 2013
St. Katharinen in Braunschweig
Ölgemälde von Albert Schweitzer im Gemeinschaftsraum seines Elternhauses in Günsbach. Das Haus ist heute eine Pension der Albert-Schweitzer-Stiftung und steht für alle Menschen offen. Foto: Uwe Meier
„Im Themenjahr der EKD zur Toleranz darf Albert Schweitzer einfach nicht fehlen", begründet Pfarrer Werner Busch ein Symposium, das vom 1. bis 3. November 2013 in St. Katharinen stattfinden wird. „Viele wissen, dass Schweitzer sowohl Theologe als auch Mediziner war, dass er unter schwierigsten Bedingungen als Arzt in Afrika arbeitete, und dass er den Friedensnobelpreis erhalten hat", fasst Busch das Allgemeinwissen über den gebürtigen Elsässer zusammen. „Aber es lohnt sich, den Menschen, sein Leben und Denken einmal genauer zu betrachten, denn es gibt Neues zu entdecken." Dazu lädt die Kirchengemeinde St. Katharinen mit ihren Kooperationspartnern Anfang November herzlich ein.
Braunschweiger Dialog: „Wie weiter mit Europa? Aus der Krise in eine starke europäische Gemeinschaft“
Dienstag, 12. November 2013, 19.00 Uhr
Haus der Wissenschaft, Pockelsstraße 11, 38106 Braunschweig
Ende Mai 2014 wählen die Bürgerinnen und Bürger der EU zum achten Mal direkt die Abgeordneten für das Europäische Parlament. In Deutschland findet die Europawahl am 25. Mai statt. Insbesondere im Hinblick auf diesen Termin und vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise kann und muss man sich fragen: "Wie weiter mit Europa?".
Trio QUIJOTE – „Sonne der Gerechtigkeit“ –
Kultur- und Informationsveranstaltung zur aktuellen Situation in Griechenland
Samstag, 26.10.2013, 19.00 Uhr
Gewerkschaftshaus, Wilhelmstr. 5, 38100 Braunschweig
„Sonne der Gerechtigkeit" -
Konzert mit dem TrioQUIJOTE - Lieder des weltbekannten griechischen Komponisten Mikis Theodorakis mit berührenden deutschen Nachdichtungen verbunden mit Impressionen aus dem heutigen Griechenland von der freien Journalistin Natalia Sakkatou im Rahmen der Brauschweiger Gramsci-Tage 2013.
Die Braunschweiger Gramsci-Tage sind eine beispielhafte Initiative für die Verknüpfung politischer und kultureller Bildung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn in diesem Jahr das Chemnitzer Trio QUIJOTE und die Griechisch-Leverkusener Journalistin Natalia Sakkatou gemeinsam ein Programm gestalten, das den Abschluss der 7. Braunschweiger Gramsci-Tage bilden wird.
Primark bald auch in Braunschweig mit Mode zum Wegwerfen
Wieviel kostet Angela Merkel?
Lässt sich unsere Bundeskanzlerin kaufen? Vergangene Woche hat die Familie Quandt 690.000 Euro an die CDU überwiesen. Den Quandts gehört fast die Hälfte von BMW. An diesem Montag verhinderte die Bundesregierung beim Treffen der EU-Umweltminister scharfe CO2-Grenzwerte für Neuwagen. Die Klimaschutz-Norm wäre für den Luxuskarossen-Hersteller nachteilig gewesen – anders als für die Kleinwagen-Hersteller aus anderen EU-Ländern. Alles nur Zufall? Kaum zu glauben. Der Vorfall muss Konsequenzen haben.
Überwachungsskandal: Pressemitteilung der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union und Gustav Heinemann-Initiative
Pressemitteilung der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union, vereinigt mit der Gustav Heinemann-Initiative Berlin
Überwachungsskandal
Humanistische Union: Statt grenzenlosem Sicherheitsstreben mehr Freiheit schaffen. HU fordert Bundespräsident Gauck zur öffentlichen Stellungnahme auf.
"Fritz-Bauer-Preis der Humanistischen Union" an Edward Snowden
In einem Schreiben an Bundespräsident Joachim Gauck hat die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union (HU) diesen aufgefordert, im aktuellen Überwachungsskandal öffentlich Stellung zu nehmen und einen orientierenden Debattenbeitrag zu leisten.
Seine Einsichten zum Leben in einer überwachten Gesellschaft sowie sein Verständnis für die Bedeutung, die dem Schutz der Freiheit und dem Schutz der Privatsphäre in einer freiheitlichen Gesellschaft zukommt, ließen die HU darauf hoffen, dass er deutlichere Worte als die Bundesregierung für die Tragweite der Ausspähung von deutschen Bürgerinnen und Bürgern durch ausländische und deutsche Geheimdienste für Demokratie und Rechtsstaat finde, heißt es in dem Schreiben an Gauck. Der Schutz der Grundrechte der Bundesbürger sei offensichtlich nicht mehr gewährleistet. Mit Sorge betrachte die HU Entwicklungen auf Seiten der Nachrichtendienste, die die Bürger mit Generalverdacht überziehen und die Unschuldsvermutung als wesentliches Element des Rechtsstaates obsolet werden lassen, erklärte die HU im Schreiben an den Bundespräsidenten.
Die Humanistische Union wird Edward Snowden, der den Überwachungsskandal der Öffentlichkeit bekannt gemacht hat, mit dem seit vielen Jahren verliehenen "Fritz-Bauer-Preis der Humanistischen Union" ehren. Der frühere Generalstaatsanwalt Fritz Bauer hatte angesichts staatlichen Unrechts auf das Widerstandsrecht und die Widerstandspflicht eines jeden Bürgers hingewiesen. Die Humanistische Union ist der Auffassung, dass die vom
ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden geleistete weltweite Aufklärung über die geheimdienstliche Parallelwelt eindeutig verdienstvoll ist.
Das Hoffmannsche Rolltreppen-Kostenchaos
Man sollte als unbedarfter Bürger, der allenfalls mal ein Häuschen baut, meinen, dass es recht einfach ist die Kosten für einige zu ersetzende Rolltreppen - so die zum Bohlwegtunnel - zu ermitteln. Man schreibt einfach einige kompetente Firmen an und und bittet um Kostenvoranschläge. Doch so nicht in der Hoffmann-Verwaltung unserer Stadt. In der geht es gelegentlich nur mit Finten und vermutlich Lügen, die dann im Chaos enden. So wie bei den Fahr (Roll)-treppen zum Bohlwegtunnel. Anscheinend nimmt man in der Verwaltung die politische Entscheidung vorweg, wie hier zu vermuten: Der Tunnel muss weg und zuerst die Rolltreppen! Um diese politische Entscheidung dem Rat schmackhaft zu machen, müssen dann die Kostenargumente herhalten, denn die überzeugen anscheinend immer. Dafür darf dann auch (mal) gelogen werden, denn die Respektlosigkeit dem Rat gegenüber ist 2001 mit OB Hoffmann eingekehrt. Allerdings ließen sich das zu viele im Rat auch bieten.































