picnic
Die gemeinsame Mahlzeit, das geordnete Geben und Nehmen von Lebensmitteln im friedlichen Miteinander, ist eine Grundlage der menschlichen Kultur. Eine besondere Form ist das Picknick. Mit dem Picknick trägt man die zivilisierte Form der Nahrungsaufnahme aus dem geschlossenen Schutzraum des Hauses hinaus unter den freien Himmel der Natur. Das Picknick, das sich zu einer globalen Lebensform entwickelt hat, ist vor allem in den angloamerkanischen Ländern eine fest etablierte Institution.
pique-nique
Ausschnitt aus: François Lemoyne, Jagd-Picknick, 1723
Kita Erzieherinnen – Klage über leere Kassen
Zunächst die gute Nachricht für die Eltern kleiner Kinder: Mit Streiks der Erzieherinnen in Kindertagesstätten müssen sie nicht mehr rechnen und Verbesserungen beim Gesundheitsschutz sind beschlossene Sache. Und nun die schlechte: Schmale Gehaltssteigerungen für Erzieherinnen. Dem Kompromiss ist monatelanges Gezerre vorausgegangen. Allein mit leeren öffentlichen Kassen lässt sich das nicht begründen.
Auf Anfrage der Braunschweiger Zeitung erklärte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann, "der Tarifabschluss zur Beendigung des Kita-Streiks komme zur Unzeit: Mitten in der größten Haushalts- und Finanzkrise und angesichts riesiger Steuerausfälle.“ Mit dieser Aussage steht der OB nicht alleine. Die Zeitungen sind heute voll von vergleichbaren Kommentaren. Oft noch versehen mit dem Hinweis, dass die Kinder die Zeche in der Zukunft zu zahlen haben. Und natürlich gönnt der OB den „tüchtigen Mitarbeiterinnen in den Kitas jeden zusätzlichen Euro“. Recht hat er, aber gibt es vielleicht jemanden, der denen das missgönnen würde. Darum geht es aber gar nicht. Es geht um Wertschätzung von Leistung, sowohl materiell als auch ideell. Um Leistung an der Zukunft unserer Gesellschaft.
Es lebe die Event–Kultur um Kaiser Otto
Die Minne war in aller Munde, zwei Tage lang. Mittelalterliche Gesänge erschallten am Burgplatz und anderen Orten in der Stadt. Für Dr. Ulf Hilger vom Stadtmarketing, war es ein Testlauf für das Europäische Minnesang Festival im Oktober. Mit 400 Besuchern war er zufrieden. Auch der Stadtplaner Prof. Walter Ackers spielte auf, außer Konkurrenz, wie zu lesen war.
Dann gab es am Freitag noch einen Minnegesang – Nachwuchswettbewerb-. Wieder wurden ca. 400 Besucher gezählt. Zu wessen Ehren geschah dieser Aufwand? Alles um Kaiser Otto im Nachhinein zu huldigen, um die MitbürgerInnen auf Kaiserjahr Otto IV einzustimmen.
Studierende zu Gast – 28 Jahre internationale Sommerkurse an der TU
130 Studierende aus 25 Nationen sind es diesmal, die drei oder sechs Wochen an der TU zu Gast sind. Sie alle wollen ihr Deutsch verbessern, das viele von ihnen bereits recht gut beherrschen, weil sie in ihren Heimatländern Germanistik studieren. Einige der Sommerkurs-Teilnehmer bereiten sich mit diesem Kurs auf ein Studium an der TU Braunschweig vor. Exkursionen zum Entdecken der Stadt und Region runden das Programm ab.
Von der Stadt wurden die jungen Menschen zur Begrüßung ins Altstadtrathaus eingeladen. In ihren Begrüßungsworten ging Bürgermeisterin Frau Kükelhan besonders auf die internationalen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kontakte ein, die Unternehmen und die vielen Forschungsinstitutionen pflegen.

Nachlese – Bildungsstreik mobilisierte Hunderttausende
Die Bildungsstreikwoche ist vorbei, Braunschweig war aktiv dabei. Siehe dazu auch die Seite der Falken.
Zeit für eine kleine Bilanz.
Dass der Bildungsstreik allgemein wahrgenommen wurde, kann in jedem Fall als Erfolg verbucht werden. Egal, ob nun am Höhepunkt der Aktionen, am Mittwoch, über 100.000 oder gar an die 270.000 SchülerInnen und Studierende aktiv waren. Die Misere des Bildungssystems wurde erneut in die allgemeine Wahrnehmung gerückt. Offen bleibt jedoch, ob sich daraus tatsächlich Änderungen ergeben.
Vom klugen Friedrich und dem tumben Otto
In Braunschweig grüßt sein (fast echtes) Bild an allen Einfallsstraßen, kein Fetzen Papier verlässt das Rathaus, der nicht vom Logo des erlauchten Jubilars geziert wird, Nur draußen im Lande fragt man noch immer „Who the f… is Otto?“. Das muss doch seinen Grund haben, und Professor Biegel hat ihn auch ausfindig gemacht: Die Staufer sind an allem schuld, lautet seine Verschwörungstheorie. Genauer gesagt, die staufisch gesinnten Geschichtsprofessoren des 19. Jahrhunderts, die gebannt auf Friedrich II., Ottos siegreichen Widersacher starrten, der so trotzig den Päpsten Contra bot und auf dessen Wiederkehr sich ursprünglich die Hoffnungen der einfachen Menschen in den folgenden Jahrhunderten richteten, ehe sie auf Barbarossa gelenkt wurden.
Bildungsstreik – diese Bildungspolitik ist erwünscht
Die letzte Woche war bildungspolitisch ereignisreich. Bundesweit vernetzte Schüler mit Eltern und Lehrern, Auszubildende und Studenten gingen auf die Straße. Sie wollen sich diese Bildungspolitik nicht mehr bieten lassen, sie wollen Bildung und keine Auslese, um ausschließlich wirtschaftskompatibel zu sein.
Über Sinnliches – Übersinnliches
Noch bis zum 28. Juni:
Am 9. Mai 2009 startete klangstaetten | stadtklaenge – ein Parcours von etwa 2 km Fußweg. Der öffentliche Raum erhält eine neue Dimension in einem Quartier Braunschweigs, das sich durch seine innerstädtische Randlage, seine heterogene Urbanität und seine lange Tradition auszeichnet.
Bis zum 28. Juni werden die Vorübergehenden und die Verweilenden aufmerksam auf die urbanen, idyllischen und disparaten Orte rund um den Allgemeinen Konsumverein – zwischen Puff (Bruchstraße) und Kloster (Ägidienkirche). Internationale Klangkünstler haben sich auf die Orte eingelassen und verwandeln deren Stadtklänge in Klangstätten. Das Projekt klangstaetten | stadtklaenge entspricht der zehnjährigen Praxis des Allgemeinen Konsumvereins. Konsequent wurden Arbeiten aus dem Bereich Klangkunst zu Augen und Ohren gebracht und die Öffnung des Galerieraums, die Vernetzung innerhalb der Umgebung gesucht.
Bildungsstreik in Braunschweig – Presseerklärungen der Veranstalter
Gemeinsame Pressemitteilung zum Braunschweiger Bildungsstreik am 17.6.09 vom AK Schulstreik, Stadtelternrat, AStA TU Braunschweig, DGB Jugend Braunschweig
"Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!" Rund 10 000 SchülerInnen, Studierende, Eltern, Azubis, LehrerInnen und ProfessorInnen streikten heute bei strahlendem Sonnenschein in der Braunschweiger Innenstadt für gute Bildung. Mit bunten Plakaten und Redebeiträgen formulierten sie erneut ihre Forderungen an die Politik.
"Freie Bildung für alle, von der Kita bis ins Altenheim? so Timo Reuter vom AK Schulstreik ? es kann nicht sein, dass Bildung eine Frage des Geldbeutels ist. Daher gehören alle Gebühren für Bildung abgeschafft."





































