Start Kultur Die Ostfälischen Filmfestspiele in Barnstorf = Internationales Kino im Denkmal

Die Ostfälischen Filmfestspiele in Barnstorf = Internationales Kino im Denkmal

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Ein historisches Fachwerkhaus mitten im Braunschweiger Land ist sicher keine Seltenheit. Aber dieses Fachwerkhaus als Spielort eines internationalen Filmfestival-Wochenendes – mit außergewöhnlichen Kurzfilmen und vielen anwesenden Regisseur:innen – das gibt es wohl nur bei den Ostfälischen Filmfestspielen in Barnstorf.

Das im Landkreis Wolfenbüttel gelegene Festival hat sich inzwischen schon einen Namen als echter Geheimtipp für (vielleicht ein bisschen experimentelle) Filmfans gemacht. Parallel zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals bietet das älteste Wohnhaus des Ortes (erbaut zwischen 1600 und 1650), eine wirklich außergewöhnliche Festival-Kulisse für dieses anspruchsvolle Kurzfilmprogramm.

Am Wochenende vom 12. bis 13. September 2026 verwandelt sich also Karmanns Kate in Uehrde-Barnstorf wieder in eines der ungewöhnlichsten Festivalkinos unserer Region.

In diesem Jahr sind es künstlerisch sehr ungewöhnliche Independent-Produktionen. Spannend wird auf jeden Fall auch wieder der direkte, ungezwungene Austausch mit den Regisseurinnen und Regisseuren, die an diesem Wochenende auf dem Ostfälischen Filmfestival anwesend sind.

Steffen C. Jürgens, Toilettengespräche im 21. Jahrhundert (c) Steffen C. Jürgens

Am Samstag, den 12. September, geht es los. Das offizielle Filmprogramm startet. Gezeigt wird eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Kurzfilmen von Independents, unabhängigen Filmemacherinnen und Filmemachern. Die Bandbreite der gezeigten Werke reicht von tiefgründigen Dokumentationen bis hin zu experimentellen Fiktionen, entstanden abseits des kommerziellen Mainstreams.

Fotoquelle: Peter Hute

Alle Filmemacher:innen treten dabei in einen  leidenschaftlichen Wettbewerb um die Gunst des Publikums mit dem Ziel, den begehrten Publikumspreis „Jägerzimmer“ zu gewinnen.

Benannt nach dem historischen Fremdenzimmer des denkmalgeschützten Bauernhofs, zeichnet sich die Verleihung am Festivalsonntag dann tatsächlich durch eine wirklich originelle Besonderheit aus: die Auszeichnung besteht traditionell (und mit ein bisschen Augenzwinkern) aus regionaltypischen Naturalien.

Daniel Kuge Prolog (c) Daniel Kuge

In diesem Jahr sind neun Künstler mit insgesamt elf Werken dabei:

  • Carsten Aschmann „Waterscope Transitions“
  • Nicola Falco „Meurorica“
  • Steffen C. Jürgens „Toilettengespräche im 21. Jahrhundert“
  • Charlotte Maria Kätzl und Conrad Veit „Blastogenese X“ und „Speaking Flowers“
  • Daniel Kuge „Prolog“
  • Sommar Lee „We Need To Drink So That We Do Not Turn To Stone“
  • Steve Luxembourg „Der Abschied“ und „Tonspuren“
  • Caspar Stracke „In Search Of The Miraculous Future Of The Book“ und „Kegawa No Mary“

Was diese Ostfälischen Filmfestspiele aber wirklich so ganz besonders macht, ist die familiäre Nähe zu den Filmemachern. Für dieses Jahr haben sich einige auch international bekannte Künstler:innen angekündigt, um ihre Arbeiten persönlich vorzustellen und mit dem Publikum über Ästhetik, Produktion und die Herausforderungen des Independent-Kinos zu diskutieren, ganz ohne die sonst üblichen Barrieren größerer Festivals.

Charlotte Maria Kätzl und Conrad Veit „Blastogenese X“ (c) bei den Künstlern

Begleitet und ergänzt werden Screenings und Gespräche von einem bunten Kulturprogramm auf dem Hofgelände der Soltaustraße 1.

Sommar Lee: „We need to drink so that we do not turn to stone“ (c) Sommar Lee

Neben Führungen durch das geschichtsträchtige, einstige Poststations-Gebäude mit seinem markanten Bruchsteinmauerwerk lädt auch ein ländlicher Basar zum Verweilen ein, und für Essen und Trinken wird durch (natürlich) regionale Spezialitäten gesorgt.

Der Eintritt zu den Filmvorführungen am Samstag sowie zur feierlichen Preisverleihung am Sonntag ist wie gewohnt im Rahmen des Denkmaltags kostenfrei und für alle Interessierten offen.

https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/denkmal/cms381dzb0000ku0a2ral7cih%2Fostfalische-filmfestspiele-in-karmanns-kate-altestes-bauernhaus-in-barnstorf-mit-jagerzimmer

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