Am 22.10.2015 haben wir vom Braunschweig-Spiegel auf unser Bitten hin vom Botschafter Russlands, Sergej J. Netschajew, einen Brief bekommen, in dem er sich unserem Wunsch entsprechend bereit erklärte auf einer Veranstaltung zu sprechen und Fragen zu beantworten. Der Brief liegt der Redaktion vor. Die Einladung an den Botschafter mussten wir vier Wochen später wieder zurückziehen, weil es politisch unmöglich war, den Plan zu realisieren.
Nun veröffentlichen die Nachdenkseiten ein Interview mit dem Botschafter über den Podcast von Ben Berndt. Gerade in Zeiten, in denen sich eine gefährliche Eskalationsdynamik entwickelt, ist es wichtig, genau zu erfahren, wie die Gegenseite denkt und wie die eigene deutsche Politik auf die russische Führung wirkt; natürlich ist es auch wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, welche Gedanken und Stimmungen bei der russischen Bevölkerung hervorgerufen werden. Ben Berndt schreibt: Eigentlich sollte dieses Interview gar keine Besonderheit sein. Dass deutsche Journalisten mit dem russischen Botschafter Sergej J. Netschajew sprechen, sollte in Zeiten einer gefährlichen Konfrontation zwischen Deutschland und Russland journalistische Selbstverständlichkeit sein. Doch bei ARD, ZDF und den großen Zeitungen und Magazinen redet man lieber über Russland als mit russischen Vertretern. Umso wichtiger ist es, dass Ben Berndt vom Kanal {ungeskriptet} diese Lücke füllt und Netschajew ausführlich zu Wort kommen lässt. Jede Leserin und jeder Leser kann nun selber entscheiden, was ihr bzw. ihm einleuchtet, was ernst zu nehmen ist und was für bloßes Propagandagerede gehalten werden sollte. Unverzichtbar ist es auf jeden Fall, nicht nur auf die eigene Politik zu starren, sondern sich das gesamte Bild zu verschaffen. red.
























