noch bis zum 12. September im Kunst Konsortium, Karlstraße 68, Braunschweig
Sichtbar hinter Schaufenstern verborgen, lauern die magisch-realistischen Cyber-Werke von Daniel Zerbst auf harmlos flanierende Passanten.
Die künstlerischen Welten des in Spanien lebenden Künstlers sind für Spaziergänger:in oft erst zu spät in ihrer verführerischen Phantastik erkennbar.
Einfach durch schlichtes Hereinkommen findet Besucher:in sich dann plötzlich wieder inmitten von fantastischen, surrealistischen Bilderuniversen.

Manchmal schimmert etwas von der klassischen Bildästhetik alter Science-Fiction-Filme auf, manchmal wirken sie vielleicht auch wie Storyboards für surrealistische Filme – aber immer spürbar ist die Suche nach anderen, nach kontrastierenden Wirklichkeiten, ist das Spiel mit Traum und Verfremdung, mit Wunsch und Sehnsucht nach anderen Vorstellungswelten, vernetzt durch Originalität und professionelle künstlerische Meisterschaft.
„Meine Arbeiten vereinen unterschiedliche reale Orte, Kulturen und Handlungen zu Parallelwelten“, sagt Daniel Zerbst selbst über sich und seine Werke.
Mittelpunkt seiner aktuellen Ausstellung im Kunst Konsortium, einem wunderbaren, leicht versteckten Galerieort, ist der CYBER FRIES.
Kuratiert von Galeristin Katharina Geier, finden im Kunst Konsortium übrigens jährlich vielleicht zwei oder drei Ausstellungen außergewöhnlicher Künstler statt, die man möglichst nicht verpassen sollte.

Der CYBER FRIES ist ein Panoramagemälde aus 9 zusammengefügten Leinwänden. Mit fast 7 Meter Länge ist dieser Bilderfries (geschaffen zwischen 2014 und 2016), das bisher größte, zusammenhängende Gemälde des 1974 in Braunschweig geborenen und in Wolfenbüttel aufgewachsenen Künstlers.

Daniel Zerbst ist ein passionierter Geschichtenerzähler und in diesem opulenten Bilderwerk nimmt er uns – in seinem detailfreudigen, episch-figurativen Stil – mit auf eine wunderbare, irritierende, seltsame, verfremdete Odyssee, in der sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Natur und Technologie, Wildnis und Zivilisation treffen und in neuen Traumwirklichkeiten miteinander verschmelzen.
Begleitet wird das Panoramabild von seinen BILDERSATELLITEN: Ölmalereien, Zeichnungen und Collagen in kleineren Formaten, die in diesem Sommer entstanden sind.

Besucher:in kann mit diesen kleinen Bildern, die scheinbar kleine, auf den ersten Blick harmlos wirkende Geschichten erzählen, sich beim genauen Hinschauen aber als Pretiosen des Absurden enttarnen, noch einmal die Lust am Hintergründigen genießen, sich mit dem oft anwesenden Künstler unterhalten und bei Gefallen gern vielleicht eines (oder auch mehrere) dieser brandneuen Bilder käuflich erwerben.

Nähere Infos über die Ausstellung finden sich hier:
























