Merz auf bundespolitischer Zeitreise

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Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Die CDU steckt mal wieder in der Führungskrise. Frau Kramp-Karrenbauer, so die Noch-Parteivorsitzende, will den Prozess der Vorsitzendensuche in Ruhe moderieren und bis zum kommenden Winter Entscheidungen treffen. Erwartungsgemäß hatten diese Vorhaben eine Halbwertzeit von etwa drei Tagen. Eine halb zurückgetretene Parteivorsitzende und eine „lame duck“ als Kanzlerin, und dann noch bei der CDU. Da ist doch klar, dass mit dem politischen Schlachtefest nicht lange gewartet wird. Nun hat Friedrich Merz seinen Hut (siehe oben) oder besser „Fehdehandschuh“ in den Ring geworfen, obwohl ihn eigentlich nichts zum Vorsitzenden oder gar Kanzler befähigt. Oder vielleicht doch? Wie wäre Merz als Kanzler?

Den gleichzeitigen Ausstieg aus Atom- und Kohlekraft bezeichnete Merz vor Jahren als „Operation am offenen Herzen – ohne Narkose“. Gesellschaftspolitisch schmeichelt er dem äußersten konservativen Rand. Die Forderung nach einer „deutschen Leitkultur“ ist selbstredend. Er war einer von 137 Unionsabgeordneten, die 1997 dafür stimmten, dass Vergewaltigung in der Ehe straffrei bleibt. Da hat er wohl inzwischen dazugelernt, wenn er seine Zeit nicht nur mit Geldverdienen verplempert hat.

Merz wäre vermutlich ein Kanzler, bei dem es die armen Menschen schwerer hätten. Seine berühmte „Bierdeckel“- Empfehlung als Kernmarke seiner Steuerreform von 2003 hätte den Staat, so Finanzexperten, um Milliardeneinnahmen gebracht und selbstverständlich Gutverdiener entlastet. Die Sozialpolitik wäre wahrscheinlich ein Steinbruch den er braucht, um die Wege zur Steuerersparnis für die Reichen zu Pflastern. So lobte er eine Studie von Forschern der Uni Chemnitz, die eine untere Grenze für den Bereich der Existenzsicherung bei 132 Euro sahen. Hinweis: Seinerzeit lag der Hartz-IV-Regelsatz bei 351 Euro.

Rentenpolitisch landete er 2018 einen Hit für Blackrock, nicht für die Rentner/-innen. Vorschlag Original Merz: Aktienkäufe zur Rentenaufbesserung staatlich zu fördern. Steuergeld für Kapitalanleger! Willkommen im anglo-amerikanischen Trump-Land!

Lesen Sie ausführlicher: „Wie wäre ein Kanzler Merz?“ von Benjamin Konietzny auf nTV

Und nun geht`s zur Wahrheit. Und nichts als die reine Wahrheit: „Die Stunde der Metaphern“

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