Blau-Gelbe Tonne soll Braunschweigs Recycling-Quote verbessern

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Überraschende Wende: Die im Rat vertretenen Parteien wollen mit einem innovativen Marketing-Konzept die zunächst von der Verwaltung zurückgezogene Einführung der Gelben Tonne für Leichtverpackungen (LVP) doch wieder auf die Tagesordnung setzen. Hinter den Kulissen einigte man sich darauf, die Tonnen im Blau-Gelben Design zu gestalten (siehe Anlage), den für Braunschweiger Fußball-Fans „schönsten Farben dieser Welt“. Die erhoffte Steigerung der Sammelquote soll dann vom zukünftigen LVP-Verwerter teilweise wieder als Sponsorenbeitrag an die Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA zurückfließen. Diese Eckpunkte sollen in die erforderliche Neuausschreibung der Verwertung von LVP und stoffgleichen Nichtverpackungen mit aufgenommen werden.

 

Der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Braunschweiger Rathaus, Holger Herlitschke, erklärt dazu: „Das Konzept greift alle Bedenken auf, die erst kürzlich die Pläne für die Gelbe Tonne vorerst gestoppt haben. Die Öffentlichkeitskampagne für mehr Recycling sind praktisch die Tonnen selbst, denn jeder echte Braunschweiger ist unbesehen bereit, mehr für die Eintracht zu tun. Dass die neuen Blau-Gelben Bierdosen auch in die Blau-Gelbe Tonne gehören, versteht jeder. Der zukünftige LVP-Entsorger erhält seinen Rohstoff mit viel weniger Fehlwürfen, denn die Nachbarn werden schon darauf achten, dass man der Eintracht nicht die Tonne verschmutzt. Ein Stellplatz für die Blau-Gelbe Tonne wird sich auch überall dort finden, wo man den obligatorischen Fahnenmast mit Eintracht-Flagge im Vorgarten jetzt wieder abbauen kann.“

Burkhard Plinke, sportpolitischer Sprecher der GRÜNEN, ergänzt: „Nicht nur im Fußball, auch bei der Recycling-Quote können wir jetzt endlich die Dritte Liga verlassen. Natürlich wird man der Eintracht für die Nutzung der Farbkombination Blau-Gelb noch eine Abgabe zahlen müssen, aber schließlich heißt das Städtische Stadion ja auch nicht umsonst Eintracht-Stadion.“

Karl-Heinz Kubitza, Finanzfachmann der GRÜNEN, merkt an: „Über den Schlüssel zwischen Recycling-Quote und Sponsoring wird man sicherlich reden müssen, aber die Richtung stimmt.“

Die GRÜNE Ratsfrau Cornelia Rohse-Paul kennt das Konzept schon aus dem Aufsichtsrat der Stadtmarketing GmbH, wo es ebenso begeistert begrüßt wurde: „Nicht mit einem langweiligen Regelwerk, sondern mit Umweltschutz und Fußball gleichzeitig in den Schlagzeilen – das wäre der größte Coup seit der Einführung der Hirschgeweihe auf Fußballertrikots vor fast vierzig Jahren.“

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