Einspruch!
Rüstung schafft keine Arbeitsplätze – sie vernichtet Arbeitsplätze! Weil das Geld für Rüstung woanders fehlt.
Es fehlt bei der Sanierung unserer maroden Infrastruktur – Bahn und anderer Verkehrswege, Brücken, Schulen, Unis, Sporthallen. Es fehlt im Gesundheitswesen, in der Pflege, im Bildungsbereich, beim Wohnungsbau – man könnte diese Aufzählung endlos fortsetzen. In diesen Bereichen könnte mit demselben finanziellen Aufwand das mehrfache an Arbeitsplätzen entstehen. Mit 1 Mrd. Euro könnten 6000 Arbeitsplätze im Militärbereich entstehen. Dieselbe Summe würde aber in den Sektoren Umwelt 11.000, Gesundheit 15.000 und Bildung knapp 18.000 Arbeitsplätze schaffen – hat Greenpeace errechnet.
Rüstung kostet schon im Frieden Menschenleben: Geht es bei uns um die eben geschilderten Mängel, geht es weltweit um Hunger, Wassermangel, Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels. Wir können uns die Verschwendung von 2,7 Billionen Dollar – 2700 Milliarden! – fürs Militär nicht mehr leisten. Zum Vergleich: Die UN schätzt den Aufwand für die Bewältigung des Hungers auf 239 Mrd. Dollar pro Jahr – weniger als 10 % der Rüstungskosten. Jedes ungelöste Problem wie Hunger, Wassermangel, Migration als Folge des Klimawandels schafft neue Kriegsgründe.
Zum Thema Rüstungsausgaben möchte ich einen Berufssoldaten zitieren: «jede Kanone, die hergestellt wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel läuft, jede Rakete, die gestartet wird, (ist) ein Diebstahl von jenen ist, die hungern und denen nichts zu essen gegeben wird, die frieren und die nicht gekleidet werden». Die Rüstungsausgaben einer jeden Nation «verschwenden den Schweiß ihrer Arbeiter, den Genius ihrer Wissenschaftler, die Hoffnungen ihrer Kinder».
Und weiter: «Wir müssen auf der Hut sein vor unberechtigten Einflüssen des militärisch-industriellen Komplexes, ob diese gewollt oder ungewollt sind. Die Gefahr für ein katastrophales Anwachsen unbefugter Macht besteht und wird weiter bestehen. Wir dürfen niemals zulassen, dass das Gewicht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unseren demokratischen Prozess bedroht.» Sagte Dwight D. Eisenhower vor 60 Jahren, damals Präsident der USA, vorher General. Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: Schluss mit der Militär-Logik!



























