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Die SPD und ihre politischen Zombies

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Von Rüdiger Suchsland aus Telepolis

Die SPD gleicht politischen Zombies – Funktionäre blockieren, Wähler fliehen. Nur 13 Prozent in Umfragen. Der große Krach steht noch bevor.

„Die Linke muss sich aufraffen; sie muss aus ihren Löchern heraus; sie braucht Zukunftsorientierung – eine realistische Utopie, die ihre Anhänger aus dem Schützengräben des Relativierens holt. Keine Illusionen: Die Linke wird keines der großen europäischen Industrieländer führen können, wenn sie mit ihrem Programm nicht eine neue Stufe der Bündnisfähigkeit zustande bringen.“

Peter Glotz, 1985

Lieber Friedhofsruhe?

Streit mögen die Wähler nicht, heißt es. Streit könnte der SPD aber guttun. Denn nur, wer streitet, kann sich einigen. Geschieht das nicht, übernehmen die Funktionäre, denen die Blockade streitender Fraktionen am liebsten ist, weil sie nichts Konkretes wollen, nur Friedhofsruhe.

Das ist gerade die Situation der SPD. Funktionäre, die das Risiko scheuen, bestimmen eine Partei, die immer schwächer und siecher wird. Das Ganze ähnelt einer Versammlung von politischen Zombies, von einem Haufen von Wesen, die nicht wissen, dass sie schon tot sind.

Die SPD kann nichts für globale Prozesse und weltweite Zeitenwenden. Als eine Partei der Organisation von Zusammenhalt und Solidarität wird sie aber härter von dem Befund getroffen, den schon in den 1970er-Jahren ihr damaliger Generalsekretär Peter Glotz als das „für alle Seiten riskante Auseinandertreten“ von Lebensgefühlen, als die Ausdifferenzierung der Gesellschaft in jeweils unvollständige Teilgesellschaften mit jeweils eigenen Sprechweisen beschrieb.

„Mehr Klarheit, mehr Substanz und mehr Leidenschaft“

Der Streit ist noch gar nicht richtig losgegangen. Das merkt man daran, dass das Berliner Vorstandstreffen der SPD am vergangenen Wochenende so überaus friedlich vonstattengegangen war, fast vollkommen ohne Misstöne, sieht man mal von den meckernden Medienfritzen und dem Interview des über seinen Ämterverlust immer noch tief gekränkten enttäuschten Hubertus Heil ab. Weiter

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