Stolpersteine – ein Interview mit Gunter Demnig zum 65. Geburtstag
FBZ „Löw’n’Pick“ – eine Vision
Die Diskussionen um ein neues FBZ fangen gerade richtig an, und (fast) allen ist mittlerweile klar:
Braunschweig braucht keine KulturHalle (KuH) und keine MultifunktionsHalle (MuH), sondern ein zentrales Freizeit- und Bildungszentrum mit Übungsräumen, Ateliers für Künstler und Fotografen, mit einer Medienwerkstatt, mit Café und einer oder mehreren Bühnen für regionale Bands und Theaterauftritte. Und mit Nutzungsmöglichkeiten, an die wir noch gar nicht denken ...
Heute gibt's nun neue Hoffnung auf einen guten Standpunkt: Das Hotel Mövenpick schließt 2014 seine Pforten! Und bei einer derzeitigen Hotel-Auslastung von unter 30 Prozent halten es viele für wünschenswert, dass der Standort nun anderweitig genutzt wird.
Die Braunschweiger EntwicklungsRunde Neues Denken empfiehlt, das Mövenpick mit in die Auswahl für ein neues FBZ aufzunehmen. Auf den ersten Blick mag das Hotel ein wenig zu groß für ein neues Kulturzentrum sein. Auf den zweiten bietet es allerdings vielerlei Möglichkeiten, die andere Orte nicht bieten.
Hier unsere Gründe:
Zentralität: Das Mövenpick-Hotel liegt sehr zentral in der Innenstadt. Die Bus- und Bahnanbindung ist ideal.
Parkplätze: Die Parkhaus Welfenhof liegt direkt neben dem Mövenpick. Parkplätze gibt's also genug. Und auch Fahrradständer gibt's genug, zum einen vor Graff, zum anderen vor der Dax Bierbörse/Maxi Disco.
Raum: Das Mövenpick-Hotel hat schon ein Restaurant/Café, ein Schwimmbad, das man schnell zum Konzertsaal umbauen kann (siehe Hallenbad/Wolfsburg) und 148 Räume, die man vielfältig nutzen kann.
Nutzungsmöglichkeiten: Damit ein FBZ "Löwe" in der Größenordnung des Mövenpicknicks gelingt, ist es notwendig, möglichst viele Kooperationspartner mit an Bord zu holen. Wir haben folgende Ideen zur Nutzung:
PM – Informationsveranstaltung über den Planungsstand der Nachfolgeeinrichtung des FBZ
Pressemitteilung der SPD
Frau Dr. Hesse berichtete über den aktuellen Planungsstand der Nachfolgeeinrichtung des Freizeit und Bildungszentrums.
Im Rahmen des Unterbezirksauschusses der SPD folgten die Gäste Frau Dr. Hesse (Dezernentin der Stadt für Kultur + Wissenschaft), Conny Seifert (Ratsfrau und kulturpolitische Sprecherin der SPD Ratsfraktion) Karsten Böger (Organisator von Amateurauftritten) sowie Jan H. Erchinger (Musiker und Bandleader) der Einladung des UB Vorsitzenden Christoph Bratmann um den aktuellen Sachstand des neuen Veranstaltungszentrums zu diskutieren.
Christoph Bratmann begrüßte die zahlreich anwesenden und führte in die Thematik der Errichtung eines neuen FBZs ein. „Es werden in Braunschweig dringend mehr Probenräume und Auftrittsmöglichkeiten für Amateurbands benötigt“, erklärte Carsten Böger. J. H. Erchinger freut sich darüber, dass es eine Nachfolgeeinrichtung für das alte FBZ geben wird und erinnerte daran, dass dieses ein wichtiger Treffpunkt mit besonderem Spirit war.
Oberbürgermeister Hoffmann über dem Recht
Ein Rückblick auf eine Entscheidung vor dem Verwaltunggericht Rosenbaum vs. Hoffmann vom 11. Oktober 2012.
Die Sache
Erst einmal "zur Sache" - um die ging es zwar in dem Gerichtsverfahren nicht, dennoch zum besseren Verständnis als Einführung:
Die Stadt hat Verträge mit der Richard-Borek-Stiftung über die Stadtplanung geschlossen. Dies war dem Rat bisher nicht bekannt, weil der Oberbürgermeister den Abschluss der Verträge als ein Geschäft der laufenden Verwaltung behandelte, die ureigene Sache ihres Vorsitzenden also, seine Sache. Die Borek-Stiftung gibt für die Planung etwas Geld und sichert sich damit Einfluss auf die Stadtplanung.
Entscheidungen sind mit der Borek-Stiftung "einvernehmlich" zu treffen, was konsequent bedeutet: Nichts läuft im Geltungsbereich dieser Verträge mehr für die Stadtplanung, ohne das die Borek Stiftung zustimmt. Dies ist insofern besonders problematisch, wie
- Borek erheblichen Immobilienbesitz in der Stadt hat, so dass bestimmte städtische Planungen auch erhebliche wirtschaftliche Interessen Boreks tangieren.
- Die Borek-Stiftung nicht nur den Namen Borek trägt, auch persönlich hat Borek Einfluss auf die Stiftung.
- Borek einer der Hauptunterstützer für die Wahl des Oberbürgermeisters war und ihn mit ins Amt getragen hat. Gerade für solche Fälle gilt es aber, auch nur den bösen Schein zu vermeiden.
- die Verflechtungen gemeinsamer Planungen liefen bisher verdeckt, unter Ausschluss der Öffentlichkeit und eben nicht im Rahmen der vorgesehenen Bürgerbeteiligung an hoheitlichen Planungsvorhaben. Selbst Akteneinsichtsgesuchen wird nur schwerfällig stattgegeben. Teilweise wird einfach behauptet, gewisse Vorgänge gäbe es nicht, auch wenn auf diese Verwaltungsvorgänge in anderen Akten Bezug genommen wird.
Friedenszentrum: Wir suchen Historiker/in oder Studenten/in der Geschichtswissenschaft
7 + 1 Fragen an: Roberta Bergmann
1. Wer bist Du? Beschreib Dich in einem Satz!
Meine Name ist Roberta Bergmann.
Ich bin freischaffende Künstlerin und Designerin, zuvor habe ich an der "Hochschule für Bildende Künste Braunschweig" studiert und mit Diplom abgeschlossen, seit sechs Jahren habe ich zusammen mit vier anderen Damen ein eigenes Ladengeschäft ("Tatendrang-Design" in der Breiten Straße 18a in der Braunschweiger Innenstadt, sowie eine weitere Filiale in Hamburg ) und außerdem arbeite ich als Gastprofessorin in den Grundlagen des Fachbereichs "Gestaltung" an der HBK.
2. Warum lohnt es sich, eine Ausstellung von Dir zu besuchen?
Weil ich neben meiner Arbeit als Illustratorin und Gestalterin auch ganz freie, sehr künstlerische Arbeiten erschaffe. Diese Werke sind manchmal makaber, oft seltsam und zumeist melancholisch. Ich denke, meine Arbeiten polarisieren, sind kein Massengeschmack, biedern sich nicht an. Sie sind verstörend, böse, hintersinnig, aber auch plakativ und durchaus im positiven Sinne dekorativ. Ich wechsle gern die Medien und probiere viel aus, experimentiere. So gibt es von mir dreidimensionale Objekte, meist Readymades, als auch Malerei oder Collagen.
Ich möchte die Besucher meiner Ausstellungen gern mit meinen Arbeiten auf irgendeine Weise berühren. Kunst ist für mich, das Visualisieren von Gefühlen, etwas worüber man nicht sprechen kann, etwas das diffus durchs meine Kunst vermittelt wird. Dabei kann jeder ganz unterschiedliche Empfindungen dazu haben, wichtig ist, dass der Betrachter überhaupt etwas empfindet. Nichts ist schlimmer als ein "Ist-mir-egal".
Ein paar Mal ist es mir schon passiert, dass Menschen aufgrund meiner Arbeiten weinen mussten. Das hat mir sehr gefallen.
Ein Denkmal für die italienischen Gastarbeiter
"Der Film „Wolfsburgo – Autostadt“ setzt den italienischen „Gastarbeitern“ ein filmisches Denkmal: Protagonisten aus der ersten, zweiten und dritten Generation kommen zu Wort und erzählen ihre persönlichen Geschichten.

Zur Vorführung am 24. Oktober um 19:00 Uhr wird die Drehbuch-Autorin Angelika Mühler im Universum Filmtheater zu Gast sein.*
7 + 1 Fragen an: Mark Protze
1. Wer bist Du? Beschreib Dich in einem Satz!
Ich heiße Mark Protze, bin studierter Berufsmusiker mit dem Hauptfach Gitarre und seit 2004 selbständiger Musiker, Komponist und Produzent.
2. Warum lohnt es sich, ein Konzert von Dir zu besuchen?
An einem Konzertabend möchte ich mit meiner Musik das Publikum in meinen Bann ziehen, so dass sie ein wenig ihrem Alltag entfliehen können. Ich möchte sie auf eine musikalische Reise durch verschiedene Stilrichtungen nehmen. Mein Ziel ist, dass die Leute nach einem gelungenen Konzertabend glücklich nach Hause gehen. Für mich als Künstler gibt es nichts Schöneres, als direktes Feedback vom Publikum zu bekommen. Wenn sich Leute nach dem Konzert für die Musik bedanken und mir sagen, dass sie Spaß hatten, ist das für mich der größte Lohn.
„Solidarität im Kampf gegen rechts“ – Jusos beziehen Stellung zur Fanszene von Eintracht Braunschweig
In Bezug auf die aktuellen Ereignisse und die bundesweite Berichterstattung rund um die Provokationen und Mordandrohungen einiger Anhänger von Eintracht Braunschweig, die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, gegenüber andersdenkenden Fans erklärt der Vorsitzende der Jusos Braunschweig, Enrico Hennig: "Die Jusos Braunschweig zeigen sich solidarisch mit der Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen."
Hennig weiter: "Es ist für uns nicht tolerierbar, dass es linken Fußballfans nur unter Polizeischutz möglich ist, ein Eintrachtspiel zu gucken und sie später noch als einziger Brandherd genannt werden.
Wir fordern den Verein Eintracht Braunschweig auf, Maßnahmen gegen rechtsradikale Fußballfans im Stadion einzuleiten. Nach Aussagen des Vorsängers Thilo bei 11FREUNDE.de gebe es viele rechtsradikale Fans, die von den meisten Fans nicht als störend empfunden werden, solange sie niemanden etwas tun. Dieser Mentalität muss entgegengewirkt werden! Mittlerweile berichten neben SPIEGEL.de und 11FREUNDE.de auch andere Medien wie taz über die Vorfälle. Wenn Eintracht Braunschweig nicht aktiver gegen ihre rechtsradikalen Fans vorgeht, wird das Ansehen des Vereins in der breiten Öffentlichkeit sinken.
Deerwoods Album-Premiere: „love and death singalongs“
Die Tradition der Singer-/Songwriter ist lang. Die Braunschweiger Band Deerwood (Sascha Dettbarn & Malte Kettler) hat nun ihr erstes Album veröffentlicht, dass sich in der Qualität des Songwritings nicht von Größen wie Simon & Garfunkel oder den Kings of Convenience unterscheidet. Eine kleine Perle der Folkmusik aus der Region, die hoffentlich bald auch außerhalb von Braunschweig bekannt wird.
Das Album "love and death singalongs" enthält 16 akustische Folksongs mit Mörderballaden und Liedern, zu denen man betrunken gern Öbszönitäten gröhlt, wie die Band auf ihrer Homepage schreibt. 16 handwerklich gut gemachte und durchweg hörenswerte Songs.
Veröffentlicht wurde das Album auf der Internetseite Bandcamp, wo Bands ihre Musik kostenfrei zum Hören online stellen, wo man sich aber auch einzelne Songs oder ganze Alben als MP3 kaufen kann. Bandcamp ist eine Art modernes Indie-Label, bei dem Bands vom Cover bis zum Verkaufspreis selbst bestimmen können, wie sie ihre Musik anbieten. Der Nachteil dabei ist, dass jede Band auch fürs Marketing ihrer Musik selbst verantwortlich ist.
Wer sich das Album anhören oder kaufen möchte, hier kann man sich alle Tracks anhören:


































