Demonstration in Wolfsburg für eine Verkehrswende

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Eine der vier Zwischenkundgebungen, die während der Demo eingelegt wurden. Hier H.Nordhoff-Str. / Ecke Schachtweg. Foto: Hans-Georg Dempewolf

2021 – voraussichtliches Ende des Nonsens-Projekts A 39

Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Niedersachsen hat bei der heutigen Demonstration in Wolfsburg die Sinnlosigkeit der geplanten A 39 betont und erwartet noch im Jahr 2021 das Ende von umstrittenen Autobahnprojekten wie der A 39 (Lüneburg-Wolfsburg). 

Der LBU: „Das Jahr 2021 wird aller Voraussicht nach das Ende mehrerer verkehrs- und volkswirtschaftlich unsinniger Autobahnprojekte wie der A 39 einleiten oder sogar besiegeln.“ Der LBU begründet diese Prognose  mit dem Hinweis auf den massiven gesellschaftlichen Druck für die dringliche Klima-, Verkehrs- und Mobilitäts-Wende, der sich  in Aktivitäten von Bürgerinitiativen, Fridays for Future oder Aktiven gegen die Abholzungen für eine A 49  manifestiert habe. Dieser Druck werde sich spätestens nach der Bundestagswahl niederschlagen in der Überprüfung und Streichung von Autobahn-Planungen und in der Priorisierung von Bahnprojekten und des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV).   

LBU-Vertreter Eckehard Niemann erwartet, dass die Neuberechnungen der Nutzen-Kosten-Verhältnisse zwangsläufig zur Streichung mehrerer Autobahn-Neubau-Vorhaben führen werden: Im Falle der A 39 würden dazu die massiv gestiegenen Baukosten  beitragen, ebenso wie die überfällige Korrektur der im Jahre 2003 behaupteten und ohnehin niedrigen Nutzen-Faktoren – wegen der mittlerweile drastisch reduzierten Hinterland-Verkehre des stagnierenden Hamburger Hafens und wegen des voranschreitenden Baus der parallelen A 14 (Schwerin-Magdeburg).

Auch die Milliarden-Ausgaben des Bundes zur Reduzierung der Corona-Folgen würden dem Beharren auf unsinnigen Wahlkampf- und Prestige-Projekten wie der A 39 keinen Raum mehr lassen, zumal 2021 das Planungs-Chaos beim Übergang der Planungen von der Landesebene auf die Autobahn-GmbH von Minister Scheuer deutlich werde.

Der LBU bedauerte, dass die unsinnige Planung des Ex-Kanzler-Schröder-Wahlkampf-Projekts A 39 bisher schon mehrere hundert Millionen Euro verschlungen habe. Zugleich zeigte sich der LBU beruhigt, dass der Druck der Fakten und des seit 17 Jahren andauernden Widerstands  schließlich doch zum Ende dieses Nonsens-Projekts führe.

Anmerkung: TV38 hat in der Sendung „TV38 Kompakt“ einen gut 10-Minuten langen, sehr informativen Beitrag über diese Demonstration gebracht.   


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