Mach was zählt!

1

So kann man es hunderttausendfach an den Wartehäuschen und Straßenbahnen des Öffentlichen Nahverkehrs lesen und überlegen, ob die mangelhafte Zeichensetzung „volkstümlich“ sein und bestimmte Schichten ansprechen soll. Immerhin ist in einem dieser Werbespots von Kraft die Rede, die man nicht durch Bodybuilding gewinnt. Nein, wahre Kraft gewinnt man einzig und allein im echten Kampf, nämlich bei der Bundeswehr, die für diese Werbung verantwortlich zeichnet. Und sie allein, d.h. der Dienst bei ihr, ist das, was „zählt“. Krankenschwester, Altenpfleger, Lehrerin – ihre verantwortungsvolle, an der Gemeinschaft orientierte Arbeit „zählt“ nicht. Stattdessen wird das Ideal des Machos propagiert. Oder soll man sagen: des Western-Helden, der außerhalb der Gesellscbaft steht?

Die Bundeswehr sucht und findet neue Aufgaben: für Piloten am syrischen Himmel oder für Soldaten im asymmetrischen Krieg in Mali. Und dafür wirbt sie Leute an, die das friedliche zivile Leben verachten.

Soll sich die diffamierte Zivilgesellschaft das gefallen lassen?

1 Kommentar

  1. Zur Werbekampagne die Inge meint gehört im Internet
    der Webauftritt http://www.machwaswirklichzaehlt.de

    http://www.machwaszaehlt.de ist quasi die „Persiflage-Version“ davon,
    aufgezogen von peng: http://www.facebook.com/pengcollective

    was mich jetzt stutzig macht ist,
    das der Domaininhaber von
    machwaszaehlt.de

    eine Organisation namens „The Ayn Rand Institute“ in den USA ist.
    (das kann JEDER bei http://www.denic.de nachforschen)
    Laut Wikipedia ist das ein us-amerikanischer Think Tank ( de.wikipedia.org/wiki/Ayn-Rand-Institut )
    Okay auch Wikipedia ist nicht zwangsläufig „die Wahrheit und nichts als die Wahrheit ….“

    Egal … diese Verkettung hat bislang anscheinend noch niemanden stutzig gemacht.
    ( jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/595196/Peng-entert-Bundeswehr-Werbung )
    und auch die taz hat nicht weiter recherchiert als sie die Finanzierung aufzuschlüsseln glaubt: Peng ein Künstlerkollektiv, Kooperation mit dem Schauspiel Dortmund, welches wiederum von der Kulturstiftung des Bundes finanziert wird – eine Anti-Bundeswehrkampagne aus Staatsgeldern quasi, das alles in Kooperation mit – lt. Wikipedia – einer etwas obskuren „Denkfabrik“ aus den USA …

    ??????? ????????

Schreibe einen Kommentar zu Corinna Antwort abbrechen

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.