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„Der mühsame Weg zur Demokratie. Kontinuitäten und Diskontinuitäten zur NS-Zeit in der frühen Bundesrepublik“

14 Oktober:18:00 - 20:00

Die Entwicklung der Bundesrepublik ist als „geglückte Demokratie“ beschrieben worden. Und das, obwohl die „Vergangenheitsbewältigung“ halbherzig blieb und der Einsatz gängiger Instrumente von „transitional justice“ mit starken Defiziten behaftet war. Bei der Erforschung der Demokratisierungsprozesse in Deutschland gewannen in den letzten Jahren zwei Fragen eine entscheidende Bedeutung: In welchem Maße belastende Kontinuitäten weiterwirkten bzw. sich durch eine geschickte „Vergangenheitspolitik“ kaschieren ließen und ob sich aufgrund einer diskontinuierlichen Entwicklung Handlungsspielräume für eine demokratische Neugestaltung eröffneten. Das galt für Behörden und Wirtschaftsorganisationen genauso wie für (Stadt-)Gesellschaften, betraf aber auch individuelle Lebensentwürfe.

Dominik Dockter, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße und am Institut für Didaktik der Demokratie (Leibniz Universität Hannover), führt anhand neuester Forschungsergebnisse aus dem von ihm im Oktober 2026 mit herausgegebenen gleichnamigen Sammelband in die fragile Geschichte der bundesdeutschen Demokratisierung ein und fragt, welche Bedeutung diese Befunde für die Nachkriegsgeschichte Braunschweigs und künftige lokalgeschichtliche Forschungen haben können.

Details

  • Datum: 14 Oktober
  • Zeit:
    18:00 - 20:00

Veranstaltungsort

Veranstalter

  • Arbeitskreis Andere Geschichte e.V.