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Schweigemarsch für die Menschen in Gaza

1 Oktober:17:00 - 18:00

Die humanitäre Lage im gesamten Gazastreifen ist angesichts anhaltender militärischer Aktivitäten, wiederkehrender Sicherheitsvorfälle und zunehmender Bewegungsbeschränkungen weiterhin katastrophal -zu lesen im aktuellen Bericht der OCHA (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) vom 17. Juli 2026.
Israel hat den Gazastreifen durch eine sogenannte „Gelbe Linie“ zweigeteilt und kontrolliert je nach Informationsquelle 65-70 % des Gebietes. In dem immer kleiner werden Gebiet, dass den Palästinenser*innen bleibt, kommt es weiterhin zu Vertreibungen und Beeinträchtigungen bei humanitären Einsätzen. Den Menschen mangelt es an Wasser, sanitären Einrichtungen und Medikamenten. Die Lebensmittelrationen sind hinsichtlich Menge, Qualität und Ernährungsvielfalt nach wie vor unzureichend, heißt es in dem Bericht nach der OCHA.
Die deutsche Regierung hat trotz der anhaltenden Gewalt des israelischen Militärs gegen die Bevölkerung in Gaza und im Westjordanland die Waffenlieferungen an Israel wieder aufzunehmen. Palästinenser werden in Gaza getötet, weil sie sogenannte „gelbe Linien“ überschritten haben, hinter die sich das israelische Militär zurückgezogen hat.
Nach aktuellen Veröffentlichungen des Gesundheitsministeriums (MoH) in Gaza wurden seit der Verkündung eines Waffenstillstandsabkommens am 10. Oktober 2025 1.123 Tote und 3.616 Verletzte Palästinenser gezählt. Im Westjordanland gehen die Siedler mit Unterstützung des israelischen Militärs unvermindert gewaltsam gegen die palästinensische Bevölkerung vor.
Während die Bundesregierung die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Gaza nicht benennt, gehen wir auf die Straße.  Wir fordern von der deutschen Regierung:
– Ungehinderten Zugang zu Nahrungsmitteln und humanitäre Hilfe für die Bevölkerung in Gaza einschließlich der Unterstützung des UN-Hilfswerk UNRWA, das eine zentrale Säule der Versorgung ist.
– Austausch aller Geiseln und Gefangenen auf beiden Seiten.
– Ein Waffenembargo für alle am israelisch-palästinensischen Konflikt direkt beteiligten Kriegsparteien und ein Aussetzen des EU-Assoziierungsabkommens bis zum Ende der Besatzung der palästinensischen Gebiete durch Israel.
– Respektierung der internationalen Gerichtsbarkeit mit den Entscheidungen des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshofs zur Situation in Palästina und Gaza.
– Unterstützung bei der medizinischen Versorgung und beim Wiederaufbau.

Details

  • Datum: 1 Oktober
  • Zeit:
    17:00 - 18:00

Veranstaltungsort

  • Schlossfassade am Reiterdenkmal vor der Bibliothek

Veranstalter

  • Friedensbündnis Braunschweig