8.Mai (Jahrestag der Befreiung) – unsere Antwort auf Querdenker und extreme Rechte!

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Gedenkveranstaltung und Aktion Stolpersteine

Das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts führt zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus wie jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung durch:

08.05.2021, 11:00 Uhr, Gedenkveranstaltung „Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit“
Gedenkstätte KZ-Außenlager, Schillstraße, Braunschweig

Es sprechen: Udo Sommerfeld (Bündnis gegen Rechts) und Uwe Fritsch (ehemaliger Betriebsratsvorsitzender VW)
Musikalische Umrahmung: Isabel Neuenfeldt
Graffiti-Aktion: Nils Oskamp (Künstler, Ausstellung „Drei Steine“)

„Glänzen statt ausgrenzen!“ Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung (ab 13:00 Uhr) beteiligen sich mehrere Gruppen des Bündnisses (DIE VIELEN, IGM-Jugend, VVN, Grüne etc.) zusammen mit vielen weiteren Menschen an Aktion Stolpersteine. Diese Erinnerungssteine an die Judendeportationen, an die Morde, an die Verfolgung und die Vertreibung in Braunschweig in der NS-Zeit werden gereinigt und zum Glänzen gebracht.

Sebastian Wertmüller weist für das Bündnis darauf hin, dass historische Gedenktage mehr seien, als ein Anlass Kränze und Gestecke niederzulegen: „Der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert natürlich an den Widerstand gegen die NS-Diktatur, an die Opfer, aber eben auch an den großen Sieg der Alliierten und ist daher ein Tag der Freude.“ Nationalsozialisten, Rassisten und Antisemiten seien besiegbar, damals und heute.

Mit den Rednern, mit den künstlerischen Beiträgen will das Bündnis in enger Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte dazu beitragen, dass der 8.Mai Teil des öffentlichen Bewusstseins bleibe: „Am 8.Mai erinnern wir an den Sieg über die Faschisten, am 15.Mai demonstrieren wir gegen den Landesparteitag der AfD in Braunschweig. Beides gehört zusammen.“

Das Bündnis weist auf die üblichen Sicherheitsregeln hin: Abstand halten, Maske tragen und wechselseitige Rücksichtnahme sind angesagt.

2 KOMMENTARE

  1. Rassismus ist weltweit eine Schande. Wer ihn nicht mit Wort und menschenfreundlicher Tat bekämpft, fördert ihn. Wir wissen alle, wie recht Bertolt Brecht hat mit dem Schlussatz aus der Hitlerpersiflage des „Arturo Ui“: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“
    Widerständige Signale aus allen Bereichen unserer Gesellschaft, den Kirchen, der Kultur, der Politik, der Presse, dem Sport, der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Verwaltung sind wortwörtlich not-wendig, damit unsere Heimat, die Welt, sich grenzenlos vervollkommnen kann.

  2. Am 8.Mai war der Tag der Befreiung, den das Bündnis gegen Rechts wieder wie letztes Jahr in der Schillstrasse mit uns beging.

    Es war gut, dass ich da war. Und dass ich am Vortag meinen Brief an viele geschickt habe.

    Es war eine schöne Feier, mit guten Reden durch: Udo Sommerfeld imd Uwe Fritsch. Mit musikalischer Umrahmung durch Isabel Neuenfeldt und mit der Graffiti-Aktion von Nils Oskamp, das Programm steht ja in den Anlagen. Meine Photos sind nicht sehr gelungen, da bekommen Sie sicher bessere…

    Heute war bei der Veranstaltung kein Wort über die Querdenker verloren worden, außer in meinen Diskussionen mit verschiedenen Leuten, denen ich meine Kritik natürlich deutlich mitteilte. Über die „Alliierten“ wurde nichts gesagt, wobei ich erst mal auch bei diesem Wort nicht an Russland dachte. Aber offiziell gehörte Russland natürlich dazu… Und es wurde nichts Schlechtes über Russland gesagt.

    Und eine große Feier über die Befreiung ist sehr wichtig!

    Dieses war mein Brief:
    Liebe Alle
    Der achte Mai ist wirklich ein großer Tag der Freude über den Sieg gegen den Faschismus, mit einem Krieg, den dieser der Menschheit aufgezwungen hatte.
    Deshalb werde auch ich dabei sein.
    Wobei ich der Meinung bin, dass der 8. Mai nichts mit „Querdenkern“ zu tun hat:
    In der Ankündigung steht: „Unsere Antwort auf Querdenker und extreme Rechte“…
    Ich habe das Gefühl, dass mit diesem Stichwort das Bündnis gegen Rechts ungewollt die Interessen der Reichen und Mächtigen unterstützt und sich an den vielen Spaltungen der Gesellschaft beteiligt und damit unsere Kraft für den sozialen Ausgleich und für eine friedliche Zukunft schwächt, zum Beispiel treten wir sicher alle, auch viele „Querdenker“, für eine Coronaabgabe und angemessen hohe Vermögenssteuern für die Superreichen und einer von uns allen gewollten Obergrenze für den Reichtum ein (sodass es hoffentlich in Zukunft keine Superreichen mehr gibt)
    Herzliche Grüße, Helmut Käss

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