China: Neuer Hauptfeind des Westens?
Zwischen 1978, dem Beginn der Reformpolitik Deng Xiaopings, und dem Amtsantritt Xi Jinpings im Jahr 2013 ist das Bruttoinlandsprodukt Chinas um mehr als das 64-fache gestiegen. Mehr als 800 Millionen Menschen wurden aus der Armut geholt. Allerdings werden die globalen Ambitionen durch die innenpolitischen Realitäten gebremst, denn China ist längst noch kein reiches Industrieland mit einem entwickelten Sozialsystem. Angesichts der massiven sozialen und politischen Widersprüche ist die von der chinesischen Regierung angestrebte „common prosperity“ noch ein fernes Ziel. Nach Staats- und Parteichef Xi Jinping will das Land das „Jahrhundert der Erniedrigung“ durch die westlichen Kolonialmächte hinter sich lassen und mit „gemeinsamem Wohlstand“ im Inneren „der Welt auf Augenhöhe begegnen“. Wie werden wir darauf reagieren?
Referent: Wolfgang Müller hat lange Jahre in der IG Metall Bayern den Siemens-Konzern und die Auto- und Zulieferindustrie betreut. Zuvor war er Software-Entwickler bei US-Computerkonzernen. Er lebte mehrere Jahre in Beijing.





















