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Offener Brief zur Veranstaltung mit Michael Lüders

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Foto: pixabay

An die Evangelische Akademie Braunschweig Abt Jerusalem 

Offener Brief zur Absage der Veranstaltung mit Dr. Michael Lüders 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

Welche „betroffene Gruppen und Teilnehmende“ werden durch eine Veranstaltung mit Dr. Michael Lüders zum Thema „Israel, USA und der imperiale Größenwahn im Nahen Osten“ so gefährdet, dass sich der Antisemitismusbeauftragte und der Staatsschutz in „unzähligen Gesprächen“ für eine Absage der Veranstaltung in der ev. Akademie in Braunschweig einsetzten? 

Durch diese Absage mit nebulösen Gründen unter Einfluss von Polizei und Staatsschutz ist eines mit Sicherheit „gefährdet“: Die Meinungsfreiheit und ein Diskurs jenseits der bedingungslosen Unterstützung Israels unter dem Deckmantel sog. Staatsräson. 

Diese Absage reiht sich ein in die Unterdrückung kritischer Veranstaltungen zur israelischen Regierungspolitik: Einreiseverbote für den Arzt Ghassan Abu-Sittah und für Yanis Varoufakis, Absage von Veranstaltungen mit Francesca Albanese, UN Sonderberichterstatterin. 

Sehr groß muss die Angst der Regierenden sein, dass sie jede kritische Betrachtung des Krieges Israels gegen die Palästinenser unterdrücken? Mit Recht: Gehört unsere Regierung doch zu den Unterstützern der des Völkermords angeklagten israelischen Regierung – mit Waffenlieferungen und kürzlich mit einem Regierungsabkommen zur sog. Cybersicherheit. 

Es wäre besser gewesen, die veranstaltende ev. Akademie hätte dem Druck widerstanden und sich der Unterstützung der Zivilgesellschaft versichert. Angesichts der Meinungsumfragen zum Thema Israel-Unterstützung wäre das sicher erfolgreich gewesen. 

DKP Braunschweig 
c/o Werner Hensel, Wilhelm-Raabe-Straße 7, 38104 Braunschweig 

Zum Glück findet die Veranstaltung nun am 12.2. um 19 Uhr in der Wilhelmstraße 5 statt.

Unbedingt vormerken:

Im April 2025 haben wir mit einer visuellen und musikalischen Inszenierung die Themen „Faschismus – Krieg – Befreiung“ dargestellt. Die Besucher waren sich einig: Das muss unbedingt noch einmal aufgeführt werden. Gerne! Am Dienstag, 7. April 2026, 19 Uhr im KufA-Haus ist es soweit! Der Geschichtsvergessenheit muss vorgebeugt werden, damit so etwas wie von NATO-Generalsekretär Rutte nicht unwidersprochen bleibt: „Müssen uns auf Kriege vorbereiten, wie sie unsere Großeltern ertrage mussten!“

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