Der Arbeitskreis Andere Geschichte e.V. veranstaltet im Vorfeld des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus (27.1.) wieder einen bereits seit vielen Jahren etablierten „Lerntag“ und lädt am Samstag, 24. Januar 2026 von 14.00 bis 17.00 Uhr zu der diesjährigen Veranstaltung mit dem Titel „Nationalsozialistischer Antiziganismus und seine Kontinuität“ in die Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße (Schillstraße 25, 38102 Braunschweig) ein, um gemeinsam zu lernen, zu reflektieren und zu diskutieren.
Die Veranstaltung wird in diesem Jahr inhaltlich von Lukas Engelmeier gestaltet. Der Referent ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kompetenzstelle gegen Antiziganismus der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten.
Antiziganismus ist der spezifische Rassismus gegen Sinti* und Roma* oder gegen Menschen, die als sogenannte „Zigeuner“ stigmatisiert werden. Er ist in Europa seit Jahrhunderten weit verbreitet und tief im kollektiven Bewusstsein verankert. Im rassistischen Genozid der Nationalsozialisten wurden etwa eine halbe Million Sinti* und Roma* ermordet.
Bei der in Teilen als Workshop konzipierten Veranstaltung wird es um die Spezifik des nationalsozialistischen Antiziganismus gehen und, wie dieser einerseits an frühere Formen der Stigmatisierung anknüpfte sowie andererseits bis heute Denk- und Handlungsmuster sowie Institutionen prägt. Nach einem methodischen Einstieg und einer anschließenden inhaltlichen Einführung in das Thema wird auf Grundlage ausgewählter Quellen die Gelegenheit gegeben, die Frage von Kontinuität und Diskontinuität des Nationalsozialismus am Beispiel des Antiziganismus zu vertiefen und zu besprechen. Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.





























