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Gemeinsame Pressemitteilung zu den Bahnübergängen

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Bahnübergang Gliesmarode. Seit August 2025 ist dieser Übergang dauerhaft geschlossen. Laut Bahn soll die Sperrung ca. 5 Jahre dauern. Foto: Hans-Georg Dempewolf

Von Tatjana Jenzen, BiBS-Fraktion 112

Thorsten Wendt, CDU-Fraktion 112

Tobias Zimmer, FDP

DEUTSCHE BAHN IGNORIERT EINSTIMMIGEN BEZIRKSRATSBESCHLUSSMARODE INFRASTRUKTUR UND FEHLENDE VERANTWORTUNG
Eine nicht funktionierende Infrastruktur betrifft uns alle. Monatelang geschlossene Bahnübergänge sorgen für viel Frust, deutliche Mehrkilometer durch Umwege und Verkehrschaos. So können Wege zur Arbeit oder der Besuch bei Freunden und Familie schnell zu einem unkalkulierbaren Abenteuer werden. Besonders dann, wenn im Stadtbezirk gleich mehrere Bahnübergänge von einer Sanierung/
Schließung gleichzeitig betroffen sind. Im Stadtbezirk 112 ist dem so.

Daher hatte im November 2025 der Bezirksrat 112 einstimmig die Einladung von Vertretern der Deutschen Bahn beschlossen. Ziel sollte sein, als gewählte Vertreter unseren Bürgerinnen und Bürgern gegenüber auskunftsfähig zu sein und Antworten zu Fragen der Bevölkerung zu bekommen. Aber: KEINER kam zur gestrigen Bezirksratssitzung, weder Vertreter der Bahn, noch der Verwaltung der Stadt, um offene Fragen bezüglich der Bahnübergänge zu beantworten. In einem Schreiben der DB an die Stadt heißt es sinngemäß. „Die Teilnahme an der Sitzung des Bezirksrats 112 (am 21.01.26) wird als nicht zielführend angesehen, weil kein akuter Klärungsbedarf bestünde. Außerdem habe die DB aktuell keine Kapazitäten, um dem Antrag des Bezirksrats 112 nachzukommen.“

Diese Absage ist nicht nur eine Missachtung der politisch gewählten Vertreter und der Bürgerinnen und Bürgern im größten Bezirk der Stadt, sondern es darf auch unterstellt werden, dass es gar keinen belastbaren Sanierungsfahrplan gibt. Zumindest keinen, der kommunizierbar wäre. Transparenz schafft Vertrauen, vielleicht hilft sogar das Eingeständnis von Fehlern. Intransparenz schürt Misstrauen und stärkt Vorurteile. Im Kleinen – Besuch unserer Bezirksratssitzung und Auskunft zur Sanierung – hätte gelingen können, was im Großen – marodes Schienennetz, geringe Pünktlichkeit, hohe Kosten – tagtäglich grandios scheitert.

Meine Damen und Herren der Deutschen Bahn und der Verwaltung der Stadt Braunschweig warum also diese Vorgehensweise? Sie sollten ihren gesunden Menschenverstand nutzen, um sich Gedanken über solch ein Verhalten zu machen.

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