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Dio Alive in der CD-Kaserne Celle: Ein Abend im Zeichen des Heavy Metal

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Zwischen „Holy Diver“ und „Heaven and Hell“: Eine Hommage, die unter die Haut geht

Am Freitagabend, dem 27. März, verwandelte sich die CD-Kaserne in Celle in einen Treffpunkt für Liebhaber klassischer Rock- und Heavy-Metal-Klänge. Mit Dio Alive stand eine Band auf der Bühne, die sich mit großer Leidenschaft dem musikalischen Erbe von Ronnie James Dio widmet – jenem Ausnahmesänger, der mit Bands wie Black Sabbath, Rainbow und seiner eigenen Formation Musikgeschichte schrieb.

Die Musiker von Dio Alive haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Ära authentisch und mit spürbarer Hingabe wiederaufleben zu lassen. Mit kraftvollem Gesang, virtuosen Gitarrenparts und einem druckvollen Rhythmusfundament gelingt es ihnen, den Sound und die Atmosphäre der Originale nicht nur nachzubilden, sondern auf die Bühne zu bringen, als wäre die Zeit stehen geblieben. Dabei überzeugt die Band nicht nur musikalisch, sondern auch mit spürbarer Spielfreude und Nähe zum Publikum.

Auch die Wahl des Veranstaltungsortes trug zur besonderen Stimmung des Abends bei. Die CD-Kaserne in Celle, ein etabliertes Kulturzentrum mit industriellem Charme, bietet seit Jahren eine Bühne für Konzerte unterschiedlichster Genres. Mit ihrer Mischung aus professioneller Infrastruktur und persönlicher Atmosphäre ist sie ein beliebter Treffpunkt für Künstler und Publikum gleichermaßen – und erwies sich auch an diesem Abend als idealer Rahmen für ein intensives Konzerterlebnis. Das Konzert fand in Halle 16 statt, die sich einmal mehr als passende Kulisse für einen intensiven und publikumsnahen Rockabend erwies.

Schon vor Konzertbeginn war klar: Dieser Abend würde kein gewöhnlicher werden. Die Halle war nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt, mehrere hundert Besucher hatten sich eingefunden – darunter eingefleischte Fans von Dio Alive ebenso wie Anhänger von Black Sabbath und Rainbow. Auffällig war die große Bandbreite des Publikums: Metalheads unterschiedlichster Generationen feierten gemeinsam, vereint durch ihre Liebe zur Musik.

Besonders bemerkenswert: Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Musiker anderer Bands, die sich das Konzert nicht entgehen lassen wollten. So waren unter anderem Mitglieder aus dem Umfeld von Avantasia, RÿffHuntR und Shotgun Justice im Publikum vertreten – ebenso wie zahlreiche Musiker kleinerer, lokaler Metalbands. Ein deutliches Zeichen dafür, welchen Stellenwert Dio Alive auch innerhalb der Szene genießt.

Mit den ersten Tönen sprang der Funke sofort über. Die Band lieferte eine energiegeladene Show, die das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute in ihren Bann zog. In den vorderen Reihen wurde ausgelassen gefeiert: Headbanging, Moshpits, Mitsingen und Springen bestimmten das Bild. Besonders schön zu sehen war dabei auch die Vielfalt im Publikum – selbst Fans im Rollstuhl standen (oder vielmehr saßen) den anderen in nichts nach und waren aktiv Teil des Geschehens direkt vor der Bühne.

Die Setlist ließ keine Wünsche offen. Klassiker wie „Neon Knights“, „Man on the Silver Mountain“, „Rainbow Eyes / Catch the Rainbow“ sorgten bereits im ersten Teil des Konzerts für Begeisterung. Nach einer kurzen Pause ging es mit weiteren Höhepunkten weiter: „Rainbow in the Dark“, „Tarot Woman“, „Sacred Heart“, „We Rock“ und das epische „Stargazer“ hielten die Energie konstant auf höchstem Niveau.

Den krönenden Abschluss bildete die Zugabe, die das Publikum endgültig zum Kochen brachte: Bei „Holy Diver“, „Long Live Rock ’n’ Roll“ und „Heaven and Hell“ sang nahezu die gesamte Halle aus voller Kehle mit – ein beeindruckender Moment kollektiver Euphorie, der noch lange nachhallen dürfte.

Doch auch nach dem letzten Ton war der Abend noch nicht vorbei: Zahlreiche Fans nutzten die Gelegenheit, um Autogramme zu ergattern und gemeinsame Fotos mit den Musikern zu machen – ein weiterer Beleg für die Nähe der Band zu ihrem Publikum und die besondere Atmosphäre dieses Abends.

Am Ende bleibt der Eindruck eines rundum gelungenen Konzertabends. Dio Alive bewiesen eindrucksvoll, dass die Musik von Ronnie James Dio nichts von ihrer Kraft verloren hat – im Gegenteil: Sie lebt weiter, getragen von einer Band, die ihr mit Respekt, Können und spürbarer Leidenschaft neues Leben einhaucht. Auch die anwesenden Musiker zeigten sich beeindruckt von der Atmosphäre und der Qualität der Darbietung.

Wer die Energie dieses besonderen Abends noch einmal nacherleben möchte, sollte einen Blick in die nachfolgende Fotogalerie werfen (Copyrights Dorothea „Dottie“ Lipinski / Helllove Photography):

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