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Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern: Leserbrief zur Veranstaltung mit Michael Lüders

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Vorbemerkung der Redaktion:Das Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern e. V. hat uns einen Brief geschrieben. Es hat seinen Sitz in Bad Honnef. Wer sich über Ziele, Gründungsmitglieder und Satzung informieren möchte, braucht nur den letzten im Schreiben enthaltenen Link anzuklicken; er wird auf wertvolle Ziele und interessante Persönlichkeiten stoßen.

Leserbrief zur Absage von Michael Lüders‘ Vortrag in der Ev. Akademie  Braunschweig

 Dem Braunschweig Spiegel ist zu danken für seinen hervorragenden Artikel zur Absage  des Vortrags, den  Michael Lüders in kirchlichen Räumen nicht halten durfte. Umso mehr ist zu begrüßen, dass er dank Ihrer Initiative  https://www.youtube.com/watch?v=OAZGf72imMw&t=3250s am 12. Februar nachgeholt werden kann. Die Absage war die beste Werbung für den Vortrag. Michael Lüders hat in seinem neuesten Video den vollen Text der Ev. Akademie veröffentlicht. https://www.youtube.com/watch?v=OAZGf72imMw&t=3250s

 Man kann diese Absage  als Ausdruck der Hilflosigkeit bezeichnen, weil die evangelische Kirche  bemüht ist, sich bei dem Thema Israel/Palästina  ausgewogen zu geben. Dass dies in einer Situation von Besatzung und Ungerechtigkeit eine Quadratur des Kreises ist, darauf hatte schon Desmond Tutu mit seinem klassischen Satz hingewiesen: Wer sich in einer Situation der Unterdrückung neutral verhält, hat sich auf die Seite des Unterdrückers gestellt. 

Die evangelische Kirche macht  sich überall in der Welt für die Menschenrechte stark, nur bei Israel ist sie aus ideologisch-theologischen Gründen blind. Das Gutachten des  Internationalen Gerichtshofs vom 19.7.2024 hat  den Siedlungsbau im Westjordanland als völkerrechtswidrig bezeichnet und das Vorgehen des Besatzungsregimes als Segregation oder Apartheid gebrandmarkt. Ebenso wenig interessiert sich die evangelische Kirche  offenbar für den Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Netanyahu und seinen früheren Verteidigungsminister wegen Kriegsverbrechen.

Früher waren einmal die Evangelischen Akademien ein Ort des offenen Diskurses zu theologischen und gesellschaftlichen Fragen. Das hat sich grundlegend geändert,  auch deshalb befindet sich die gesellschaftliche Relevanz der Kirche auf Talfahrt.

Man kann die Absage an den Vortrag von Lüders auch anders interpretieren, nämlich als Zeichen der Feigheit. Die Israelitische Kultusgemeinde forderte die Absage, und schon erweist sich die Evangelische Akademie als  willige Vollstreckerin, versteckt sich jedoch hinter angeblichen Forderungen von Polizei und Staatsschutz. Wie der Braunschweig Spiegel recherchiert hat, war dieses Argument nur vorgeschoben.  In Ihrem Beitrag haben Sie die Aufgabe der Polizei treffend beschrieben: die Meinungsfreiheit schützen und nicht abwürgen.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland und seine  Freunde gehen stets nach derselben Methode vor, die sie auch in Braunschweig angewandt haben, zum Schaden für die evangelische Kirche und ihrer Akademie.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Breidert

Vorsitzender Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern e.V. (BIP)   www.bip-jetzt.de

Martin Breidert
Beueler Kreuz 1
53604 Bad Honnef
02224-9118059

martin.breidert@gmx.de

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