Die Veterinärbehörde Hannovers hat den Hund Chico, der seine beiden Besitzer totgebissen hat, getötet. Eine Untersuchung unter Vollnarkose hat gezeigt, dass der Hund Verletzungen am Maul hatte und außerdem waren seine oberen Reißzähne gelockert. Weil er kein Partner mehr für Menschen sein konnte, wurde er noch während der Narkose getötet. Mehr als 289.000 Menschen hatten in einer Online-Petition gefordert , dass der Hund am Leben bleibt.
Kommentar: Ja, es ist bedauernswert, wenn ein Hund getötet wird oder getötet werden muss. Die Stadt Hannover hat es sich nicht leicht gemacht mit dieser Entscheidung, obwohl das Tier Herrchen und Frauchen totgebissen hat. Der Hund war sozial untragbar, weil hoch gefährlich und hätte niemanden mehr zugemutet werden dürfen. Er hätte ein Leben in Gefangenschaft leben müssen oder einer aufwändigen Sozialtherapie bedurft. Da haben wir wirklich andere Probleme als Hunde auf die Couch zu legen, damit sie sozial kompatibel werden.
Das Problem ist etwas anderes: 289.000 Menschen hatten in einer Online-Petition gefordert, den Hund am Leben zu lassen. Was soll denn das? Die Tierliebe endet bei diesen Menschen anscheinend bei all den Tieren, die sterben müssen, um diesen gefährlichen Hund zu ernähren. Wieviel Schweine und Rinder müssen denn für die Ernährung dieses Hundes sterben? Haben wir da nicht andere Probleme für die eine Unterschriftenaktion sinnvoll sein kann? Zum Beispiel die Tausenden von Menschen, die im Mittelmeer ertrinken.



























Dem ist nichts hinzuzufügen!!! Guter Artikel
Dem Artikel ist ziemlich viel hinzuzufügen. – inhaltlich, argumentativ, politisch, sozial …. Ich reiche das nach … dauert etwas länger …
Sorry…wollte eigentlich Daumen hoch…hab mich vertippt.
Lieber Uwe, habe ich evtl. irgendetwas verpasst oder war es nicht so, das dieser Hund jahrelang falsch gehalten wurde, eingesperrt,
… was wissen wir über die Halter des Tieres?
Wenn das Tier so gefährlich war, angeblich jahrelang, wieso behält man dann dieses Tier (1 Person geschwächt weil im Rollstuhl, andere Person kleinwüchsig, beide dem Tier körperlich/kräftemäßig nicht gewachsen)?
… irgendwas ist da komisch … Aufklärung tut not … hätte Not getan … …
… mich wundert das da jahrelang NICHTS gewesen sein soll …
Fragen die ich mir stelle:
Wer hätte hier denn vielleicht – auch – „auf die Couch gehört“ … ?
Wieso sind Menschen ein Problem, die nicht einverstanden sind, diesen Hund mal eben schnell zu töten, …?
Sind vielleicht nicht die ein Problem, die aburteilen ohne Aufklärung abzuwarten (ohne die Petition – wäre das Thema der wahrscheinlich stattgefundenen Tierquälerei längst vom Tisch … der Hund ist böse … basta … so einfach wäre das …)?
Ist „Schweine und Rinder essen“ denn erst dann schlecht, ein Problem, wenn diese den Magen eines Hundes passiert haben, z.B. den eines Staffordshire-Terrier-Mischlings, oder den eines Dackels, eines Bernhardiners, eines Blindenhundes oder den eines Menschen (der meint Fleisch muss sein – und zwar täglich)?
Haben wir nicht andere Probleme?
Natürlich haben wir die, jede Menge …
z.B. den wahnwitzigen Fleischkonsum des Menschen …
Ich sehe nicht, das jemand der für Chicos Weiterleben gestimmt hat, deswegen nicht auch sich für Menschen engagieren würde, oder auch für sogenannte „Nutztiere“ die in Massen gequält und geschreddert werden, … gesetzlich ist das alles legal in diesem Land – das halte ich für ein ziemliches Problem,
dieses total legale profitable normale überflüssige Tierquälen für menschliche Karnivoren, die eigentlich gar keine sind.
Chico ENDLICH tot?
Was soll dieses „endlich“ heißen?
Das der Hund nach 8 Jahren erlöst wurde …?
Oder das man es noch ein paar Tage hinausgezögert hat, obwohl der Schuldige und das Todesurteil sofort feststand?
Letztlich wissen wir alle nur sehr wenig über das WIE und WARUM es zur Beißattacke kam.
Die einzigen Zeugen wurden Opfer ihres Opfers. Die Sprache des Hundes konnte oder wollte offenbar keiner verstehen. …
Da wir so wenig wissen ist für mein Empfinden das unbedarfte „Freiheit für Chico“ genauso unangemessen wie das „Aufbauen zum totalen Agro-Mörderhund“. Insofern hätte ich mir im b-s dazu – wenn schon – einen differenzierteren Beitrag gewünscht.
Die hannoverschen Behörden waren wohl schon 2011 „eingeschläfert“ …
(
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.toedliche-beissattacke-in-hannover-hund-chico-war-bereits-2011-auffaellig.f6845310-d312-46ad-b2e0-35113f8074ac.html
)
Petition zur Aufklärung des Falls:
http://www.openpetition.de/petition/kommentare/gerechtigkeit-und-aufklaerung-fuer-den-fall-chico
Sehr gut, dies trifft es genau auf denn Punkt.