Von Michael Drewitz, Bürgerinitiative „Markthallenpassage“
Der Schoduvel steht vor der Tür – die Jecken sind überall! Normalerweise sitzen sie im Rathaus. Die größte Narretei: die SFB! Braunschweig ist praktisch pleite! Die Lösung: SFB = Städtisches Finanzwunder Braunschweig. Alles, was die STADT BRAUNSCHWEIG haben möchte – die SFB macht’s möglich!
Beispiel 1: die Stadthallen-Sanierung
Eine neue Stadthalle dieser Größe würde normalerweise, je nach Standard, 30 -50 Mio kosten. Die ursprüngliche Generalübernehmer-Ausschreibung sah vor 3 Jahren sportliche 60 Mio vor. Dann beschloss die STADT BRAUNSCHWEIG, es selbst zu machen. Und auf einmal wurden aus 60 Mio über Nacht 140 Mio – zzgl. ca. 10 Mitarbeiter für die SFB! Wo werden wohl die zusätzlichen 80 Mio bleiben?!
Beispiel 2: Haus der Musik
Der kürzlich verstorbene Unternehmer Friedrich Knapp hatte der STADT BRAUNSCHWEIG ursprünglich angeboten, neben der Stadthalle eine neue Musikschule zu spendieren. Das wäre für Braunschweig ein Geschenk gewesen. Aber die Verantwortlichen entschieden anders! Durch die unselige Idee, die Stadthalle – trotz der vielgerühmten guten Akustik in einem 2300 Besucher fassenden Saal – in Zukunft ausschließlich als Kongresszentrum zu nutzen, wurde eine Kostenlawine ungeahnten Ausmaßes losgetreten. Eine neue „Musikhalle“ wurde zusammen mit einer neuen „Musikschule“ zum neuen „Haus der Musik“ gemacht. Die 120 Mio-Investition wird über einen Saal für nur 1200 Besucher verfügen! Darüberhinaus wird sie im ehemaligen Karstadt-Einrichtungshaus untergebracht – mit großen Nachteilen gegenüber dem ehemaligen Stadthallengelände. Der Trick: NewYorker als Eigentümer der Altimmobilie spendiert die Hälfte der Baukosten, verlangt aber dafür 15 Mio Kaufpreis. Ein Gutachten hat diesem Haus Verluste von 1.3 Mio pro Jahr vorhergesagt. Last but not least: die von der STADT BRAUNSCHWEIG hochgerühmte Außenfassade ist gar nicht von Professor Böhm, sondern von der Karstadt-Bauabteilung! Dafür wird das Stadtmarketing im neuen Foyer untergebracht – eine super Idee des neuen Stadtbaurates und SFB-Aufsichtsratsvorsitzenden!
Beispiel 3: Burgpassagenabbruch und Stiftshöfe-Bau
Vor 8 Jahren wollte ein Immobilienspekulant die Burggasse bauen, 90 Mio Bauvolumen. Der Investor ging ganz konventionell vor: Bauantrag, Baugenehmigung. Leider haben Nachbarn nicht zugestimmt – und ein Mieter zog nicht aus. Pech! Der Investor ging pleite und nahm alle Pläne und alle Kosten mit ins Grab! Was er hinterließ, hat sich die STADT BRAUNSCHWEIG geschnappt – das Grundstück einschließlich Stiftshöfe-Planung! Projektkosten 95 – 100 Mio! Und weil die STADT BRAUNSCHWEIG pleite ist, macht das Projekt die SFB. Für den Ankauf und die Projektentwicklung hat sie von der STADT BRAUNSCHWEIG schon mal so eben 20 Mio rübergeschoben bekommen, Zahlung für das Schulgrundstück Kleine Burg. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass es weder einen Käufer für das Hotel noch für die Wohnungen gibt. Deswegen muss die SFB nun alles selbst finanzieren, 55 – 60 Mio! Und da sie ja bereits einen Mietvertrag mit dem Hotelbetreiber Motel One geschlossen hat, wird sie wohl oder übel Hotelinvestorin! Um den geplanten Baubeginn und die Existenz zusätzlicher 10 Mitarbeiter nicht zu gefährden, kommen weitere 20 Mio von der STADT BRAUNSCHWEIG,- für die Schule! Im Gegensatz zu der ungeschickten Vorgangsweise des Immobilienspekulanten von vor 8 Jahren ist die SFB viel geschickter: die Burgpassage wurde ganz schnell abgerissen! Nun ist ja allen klar, dass da ja irgendwas Neues gebaut werden muss! Natürlich die Schulerweiterung Kleine Burg – das „ Herz“ der Stiftshöfe! Alles andere findet sich – oder auch nicht. Mehrere Nachbarn haben bereits Widerstand angekündigt, gegen Hotel und Wohnungen. Während die Teilbaugenehmigung für die Schule erteilt wird und der Baubeginn startet, werden sich die Nachbarn an der SFB abarbeiten. Das wird der SFB Zeit verschaffen, für Investorensuche und evtentuelle Projektabänderung. Falls ersteres gelingt, wird sie die Kostenerhöhungen und Zeitverzögerungen den Nachbarn anlasten – bei Projektumplanung hat die SFB den Vorteil, gegenüber dem Planungsurheber nicht mehr entschädigungspflichtig zu sein.
Beispiel 4: Sanierung des Gliesmaroder Bades u.a.
Da dürfen nun alle gespannt sein, wie sich die Kosten und die Bauzeit entwickeln werden. Zusätzliche Mitarbeiter wollen bezahlt werden! Und weitere Projekte stehen vor der Tür: Übernahme des desaströsen Planungs- und Bauablaufes Städtisches Klinikum Braunschweig, Überbauung altes Markthallengelände, Bahnhofsstadt und Bahnstadt. Die SFB hat ihre beste Zeit noch vor sich – größter Generalübernehmer Deutschlands, vielleicht sogar Europas!? Der König von Braunschweig läßt grüßen!
Und das Beste: in Braunschweig wird der neue Stadtbaurat seine schützende Hand über alle SFB-Projekte halten. Helau!


























