Vortrag: „Künstliche Intelligenz und Ethik“

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Als Hauptreferent konnte Professor Andreas Kruse gewonnen werden, renommierter Alternsforscher, Ethiker und Psychologe. Er ist auch Pianist und Autor mehrerer Bücher über Johann Sebastian Bach. Der Eintritt ist frei.

Die Welt in der wir leben wollen – Künstliche Intelligenz und Ethik

Vortrag von Professor Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse (Heidelberg) am 7. Oktober 2019 um 19.30 Uhr im barrierefreien Gemeindehaus St. Katharinen (Hagenmarkt)

„Treffen wir in Zukunft beim Arzt keinen Menschen mehr sondern eine intelligente Maschine? Einen sprechenden Computer, der Symptome erfragt und Diagnosen erstellt?“ fragt Professor Dr. Richter, Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft. Die politisch gewollte und vorangetriebene Digitalisierung bringt auch die Entwicklung künstlicher Intelligenz mit sich. Das eröffnet unabsehbare Möglichkeiten und wirft Fragen auf. Wie verändert sie den Straßenverkehr für Fußgänger und Radfahrer, wenn überwiegend autonome Fahrzeuge um uns herumschwirren? Futuristische Phantasien erscheinen nicht mehr unrealistisch.

Speziell für solche gesellschaftlich hochrelevante Diskussionen hat die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft (BWG) die Kommission „Synergie und Intelligenz“ (SYnENZ) eingesetzt. In interdisziplinärer Zusammenarbeit werden mit international arbeitenden Wissenschaftlern technische, ethische und rechtliche Herausforderungen des Zusammenwirkens „lebender und nichtlebender Entitäten“ erforscht. Im zurückliegenden Februar organisierte sie ein interdisziplinäres Symposium an der TU Braunschweig zum Thema Zusammenwirken von natürlicher und künstlicher Intelligenz (www.synenz.de) und setzt nun die Arbeit am Thema fort. „Das technisch Machbare fordert unser Menschenbild heraus, unser Daseinsverständnis“, sagt Pfarrer Werner Busch. Wer werden wir sein, wenn dieser Fortschritt weiter voranschreitet? In welcher Welt wollen wir leben? „Es ist gut, dass die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft ein solches Thema nicht nur in wissenschaftlichen Fachkreisen verhandelt, sondern es auch in die Stadtgesellschaft trägt und zur Diskussion stellt. Dafür öffnen wir als uninahe Kirchengemeinde unsere Türen und sind gemeinsam mit der esg gerne einer der Gesprächspartner.“

Die Veranstaltung wird von der BWG, der Kirchengemeinde St. Katharinen und der Ev. Studierendengemeinde (esg) gemeinsam verantwortet mit dem Ziel, ein breites Publikum zu erreichen.

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