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SUMMARY:Vortrag von Christoph Schneider - Das Schlegelberger-Verfahren von Fritz Bauer
DESCRIPTION:Das Schlegelberger-Verfahren von Fritz Bauer – der Versuch\, hohe Juristen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein Vortrag von Christoph Schneider (Frankfurt)\nIm April 1941 fand in Berlin eine Konferenz statt\, zu der sämtliche Generalstaatsanwälte und Oberlandesgerichtspräsidenten eingeladen waren. Die führenden Beamten der deutschen Justiz wurden dabei in den Krankenmord an Tausenden von Menschen eingeweiht und zur  Deckung der reibungslosen Durchführung der „Euthanasie“-Aktion aufgefordert. Keiner der Juristen protestierte gegen das Verbrechen\, das auch damaligem Recht offenkundig widersprach. Dr. Franz Schlegelberger hatte als kommissarischer Leiter des Reichsjustizministeriums (nachdem Justizminister Gürtner gestorben war) zu der Konferenz eingeladen. 1965 eröffnete Fritz Bauer als hessischer Generalstaatsanwalt eine Voruntersuchung gegen 20 Beschuldigte. Es waren jene Juristen\, die sich nach seiner Auffassung der Beihilfe zum Mord in 71.088 Fällen schuldig gemacht hatten. Nach dem plötzlichen Tod von Bauer 1968 wurde das Verfahren eingestellt. Der von ihm intendierte erste bedeutende Prozess gegen Schreibtischtäter des NS fand nicht statt\, die Mitwirkung der „furchtbaren“ Juristen entging der strafrechtlichen Würdigung.\nDurch einen kritischen Aufsatz von Helmut Kramer im Jahr 1984 geriet das Verfahren plötzlich wieder in den Blick der Öffentlichkeit. Mit seinem hartnäckigen Vorgehen brachte er damit einen Stein ins Rollen…\n„Die Geschichte von Bauers Bemühungen um einen beispielgebenden Prozess gegen die Schreibtischtäter in den Spitzen der deutschen Justiz und schließlich das Scheitern dieses Versuchs gehört zu den bedeutendsten Kapiteln der deutschen Justizgeschichte und zu ihren beschämendsten zugleich.“ (Hanno Loewy)\nFür Juristen\, die sich eine Strafverfolgung von Angehörigen der eigenen Berufsgruppe nicht vorstellen konnten\, war der Umstand\, dass sich die Angeklagten in den „Euthanasie“-Prozessen – Ärzte\, das Pflegepersonal und die Organisatoren der „Aktion T4“ – immer wieder auf die Juristenkonferenz von 1941 beriefen\, ein großes Problem. Das wurde dann auch durch die Recherchen von Helmut Kramer besonders deutlich. \nZu Christoph Schneider\nChristoph Schneider arbeitet als freier Autor und Kulturwissenschaftler in Frankfurt/Main. Seit vielen Jahren betreut er Studien und Besuchergruppen in der „Euthanasie“- Gedenkstätte Hadamar. Forschungsschwerpunkte von ihm sind u.a. Rezeption der NS-Vernichtungspolitik in Film\, Forschung und Erinnerungskultur.\n2017 erschien sein Buch über das Schlegelberger-Verfahren: „Diener des Rechts und der Vernichtung. Das Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941 oder: Die Justiz gegen Fritz Bauer“. Frankfurt. Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Institutes. Band 30.
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SUMMARY:Vortrag und Diskussion zu: Gasausstieg in Braunschweig – jetzt und sozial gerecht!
DESCRIPTION:Deutschland beendet die Nutzung von Erdgas. Bis es im Jahr 2045 soweit ist\, werden verschiedene Mechanismen den Preis von Erdgas extrem erhöhen. Es ist wichtig\, die Bürgerinnen und Bürger in Braunschweig vor Fehlinvestitionen und hohen Kosten zu schützen\, indem sie frühzeitig informiert werden und zügig eine geordnete Beendigung der Erdgasversorgung zur privaten Wärmeerzeugung kommuniziert und umgesetzt wird. Um hierüber ins Gespräch zu kommen\, läd GermanZero Braunschweig ein zur Veranstaltung: \n\n\nVortrag und Diskussion mit Vertreter:innen des Umwelt-\, Stadtgrün- und Hochbaudezernat\, BS Energy\,\nSPD\, Bündnis 90/Die Grünen\, CDU\, Volt\, Die Linke und BiBS\nFür die Veranstaltung ist geplant\, dass zunächst Stadträtin Hanusch (Umwelt-\, Stadtgrün- und Hochbaudezernat) einen Einblick zum aktuellen Stand der Kommunalen Wärmeplanung im Kontext Gasnetzstilllegung gibt. Anschließend wird Herr Freitag\, Vorstandsvorsitzender von BS Energy\, den Transformationsplan zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung vorstellen.\nDanach sind die Oberbürgermeisterkandidat:innen für die Kommunalwahl im September eingeladen\, zu den Forderungen an die Stadt von GermanZero Braunschweig Stellung zu nehmen. \nBereits zugesagt haben:\nMichael Walther – Oberbürgermeisterkandidat der Grünen\nTimothy Rathjen – Oberbürgermeisterkandidat von VOLT\nDetlef Kühn – Umweltpolitischer Sprecher der SPD (er vertritt Dr. Kornblum) \nWeiterhin eingeladen sind:\nMaximilian Pohler – Oberbürgermeisterkandidat der CDU\nLeonie Bartsch – Oberbürgermeisterkandidatin Die Linke\nSilke Arning – Gruppensprecherin BIBS Fraktion \nIm zweiten Teil der Veranstaltung wird den Gästen die Möglichkeit gegeben\, Fragen an die Vortragenden zu stellen. Diese können auch vorab geschickt werden an: braunschweigzero@posteo.de \nAlle aktuellen Informationen zur Veranstaltung findet ihr hier: https://braunschweigzero.de/ \n\n\n 
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