„Netzwerk Gemeinsam Wohnen Braunschweig“

Bericht zu einem Vortrag über Rechtsfragen

Zum dritten Mal veranstaltete das „Netzwerk“ am 31. Mai 2011 ein Treffen von Interessierten, dies Mal im MehrGenerationenHaus Hugo-Luther-Straße 60A. Hier ging es darum, den Interessierten ein solides Fundament rechtlicher Grundlagen zu vermitteln, die für das emotionale und praktische Bedürfnis nach Veränderung bisheriger Wohnverhältnisse beachtet werden müssen.

 

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Interfraktioneller Antrag zur Verkehrssicherheit

Angesichts der aktuellen Debatte über die Sicherheit am Bahnübergang Steinriedendamm hat die Fraktion der Grünen einen   Interfraktionellen Antrag eingereicht.

Anlass ist der Tod eines 10-jährigen Jungen, der von einem Zug erfasst wurde. Der Rat der Stadt Braunschweig hält es für unverzichtbar und sehr dringend, dass die Sicherung des Bahnübergangs Steinriedendamm so umgestaltet wird, dass ein Unfall wie der vom 24.Februar 2011 sich nicht wiederholt. Im Antrag, der von allen Fraktionen unterstützt wird, fordert der Rat die Deutsche Bahn AG auf, sofort alle Maßnahmen zu ergreifen, die zur Erhöhung der Sicherheit möglich sind. Er erwartet, dass diese Maßnahmen in enger Kooperation mit der Stadtverwaltung erörtert, geplant und umgesetzt werden.

 

 


Kommentare   

 
0 #1 Heiner Waßmuß 2011-05-19 23:15
Na prima! Zu dieser Nachricht passt so gar nicht, dass die Ampelanlage an der besagten Kreuzung, die nicht nur den Autoverkehr regelt, sondern auch den Bahnbetrieb und den Fußgängerverkehr einbezieht, seit etwa einer Woche nicht funktioniert oder bewusst ausgeschaltet ist.
Da ist es jetzt noch gefährlicher, als vorher!
Ein Opfer der Privatisierung (sind den Privat-Betreibern der Ampelanlagen neue Glühbirnen zu teuer?) oder eine bisher verschleierte Baumassnahme zur Verbesserung der Situation an der Kreuzung?
Rätselhaft bleibt es.
 
 
 
 
 

„Netzwerk Gemeinsam Wohnen Braunschweig“ - Bericht zur 1. Infobörse

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Die Stadt Braunschweig stellt Wohngruppenprojekten u.a. Gebäude des verkehrsgünstig gelegenen Klinikums Gliesmaroder Straße in Aussicht 

Diese erste öffentliche Veranstaltung des „Netzwerk Gemeinsam Wohnen in Braunschweig“ seit seiner Gründung fand am 29.März 2011 in der Seniorenbegegnungsstätte Gliesmarode statt. Die Aktivität des „Netzwerks“ wurzelt sicherlich im generellen Trend der (Groß)Städte, der Wohnvereinzelung von Familien, Alleinerziehenden, Paaren bis hin zur steigenden Zahl von Single-Haushalten Einhalt zu gebieten: der Energieverbrauch in Haushalten könnte in Gemeinschaftswohnungen verantwortungsvoller und damit sparsamer genutzt werden, und auch ökologisch gebotene Umbauten erscheinen unter dieser Perspektive realisierbarer. Gleichzeitig ist das gestiegene emotionale und praktische Bedürfnis nach  Veränderung bisheriger Wohnverhältnisse nicht zu übersehen, die zu Individualisierung von Wohnbedürfnissen, Auflösung von familiären und freundschaftlichen Verpflichtungen und damit zu sozialer Verarmung geführt haben. In diesem Zusammenhang ist es kein Zufall, dass sich in Braunschweig das „Netzwerk“ gebildet hat, das zu einem Angebot gemeinschaftlicher Wohnformen beitragen und dafür Interesse wecken möchte.

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Caleb's Hill: Heimtextilien fair gehandelt

Caleb's Hill

Caleb's Hill ist ein Online-Versand, der im Dezember 2010 in Braunschweig ans Netz ging. Dabei geht es um fairen Handel auf der einen und umweltbewussten Rohstoffanbau auf der anderen Seite. André Hintsches, mit Ruben Maier-Gerber Geschäftsführer von Caleb's Hill, spricht bei dem Konzept hinter seinem Betrieb für Heimtextilien aus Fairtrade-Baumwolle (alle möglichen Handtücher und Badematten ) von deutschlandweiter Einzigartigkeit, ebenso, was das „1zu1-Versprechen“ betrifft, das Caleb's Hill gibt: „Pro verkauftes Produkt wird parallel die entsprechende Baumwollmenge zu einem zukünftigen Hilfsprojekt hinzugefügt“, heißt es auf der Webseite www.calebshill.de. Und „mit unserem 1zu1-Versprechen können Sie sicher sein, dass jedes verkaufte Produkt auch zu einem gespendeten Produkt in einer bedürftigen Region wird.“ Den Weg des Materials zeichnet die Internetseite sogar nach: In jedes Label auf jedem Produkt ist eine Nummer eingewebt, die auf der Internetseite eingetippt die Herkunft genau dokumentiert. Hintsches: „Wir sind sehr ehrlich und offen.“ Ideengeber war die Firma Toms in Los Angeles, die mit dem „1zu1-Versprechen“ Schuhe verkauft. Einigermaßen analog sei außerdem in Braunschweig der Laden „Summersby Green“ in der Nähe des Ringerbrunnens. Zentrale Anlaufstelle ist Transfair in Köln: „Die kontrollieren ja auch die ganzen Lieferanten und haben dementsprechend einen guten Überblick über mögliche Hersteller“, so Hintsches. Den Namen Caleb haben die beiden Geschäftsführer übrigens aus der Bibel: Josua und Kaleb sind die einzigen von zwölf Kundschaftern, die Gott vertrauen, dass er ihnen den Sieg über eine weit stärkere Armee geben würde. Caleb heißt treu, loyal (und auch Hund).

Neueste Infos: Caleb's Hill hat seine erste „1zu1-Hilfsaktion“ in Indien veranstaltet. In zwei Slums verteilten sie wärmende Decken „unter den Ärmsten der Armen“. Fotos und Infos zu der Aktion gibt es auf der Internetseite.

Apfelallergie - unsere Region hat die Lösung

Jeder zehnte Mensch leidet unter Lebensmittelallergien. Die Tendenz ist zunehmend. Die Apfelallergie ist eine der häufigsten Nahrungsmittelallergien (25,6 % bei 11). Auch die Häufigkeit der Allergien gegen verschiedene Apfelsorten nimmt zu. Apfelallergiker können aber trotzdem frische Äpfel essen. Entscheidend ist die Apfelsorte, und die richtigen Sorten für die Allergiker werden in der Region angebaut, rund um Braunschweig.

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Forscher haben herausgefunden, dass Apfelallergiker auf alte Sorten seltener reagieren als auf neuere Züchtungen. Besonders die in den Braunschweiger Supermärkten angebotenen Apfelsorten (z.B. Granny Smith, Golden Delicious, Jonagold, Braeburn, Cox Orange) besitzen eine hohe Allergenität. Boskoop, Gravensteiner, Altländer, Gloster, Berlepsch, Goldparmäne können von Allergikern oft symptomfrei verzehrt werden.

Der BUND befasst sich seit vielen Jahren mit diesem Thema. Der BUND Lemgo ist zu einen der fachkundigsten Organisationen in Sachen rund um den Apfel geworden, und ist damit ein wichtiger Kulturträger.

Ältere Apfelsorten, wie die oben genannten, bekommt man fast nur auf den Braunschweiger Wochenmärkten. Bis zu 40 Apfelsorten werden rund um Braunschweig auf den Obsthöfen angebaut und in Abhängigkeit von der Jahreszeit verkauft. Etwa 20.000 Sorten gibt es weltweit insgesamt. Eigentlich jämmerlich diese 5-6 Sorten, die uns die Supermärkte ständig anbieten.

mit Sicherheit selbstbewusst

Unter diesem Titel ist eine Arbeitshilfe und Projekt-Dokumentation zum gleichnamigen Präventions-Projekt erschienen. Die Broschüre enthält Informationen und Arbeitsimpulse für die Präventionsarbeit an Schulen. Beigefügt ist auch eine Film-DVD mit drei nachgestellten Film-Szenen, die zur Thematisierung und Sensibilisierung von verschiedenen Situationen im Alltag von Kindern und Jugendlichen genutzt werden können. Die Szenen auf der DVD wurden im Rahmen des Projektes "„mit Sicherheit selbstbewusst" mit Kindern aus dem Landkreis Goslar aufgenommen.

Begleitend zum Projekt gibt es hier eine Seite mit Informationen und einem kostenlosen Beratungsangebot.

Die Abgabe der Broschüre ist kostenlos. Der Versand erfolgt gegen Erstattung der Kosten. Weitere Hinweise, auch zum Bestellen, sind hier zu finden (bitte etwas nach unten scrollen). Die Ergebnisse der Evaluation des Kindertrainings, welches innerhalb des Projektes in Vienenburg angeboten wurde, können Sie ebenfalls dort einsehen.

Inhaltsverzeichnis:

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Drei Klassen im Stadion

Am 17.12.1835 nahm der erste Eisenbahnzug in Deutschland mit drei Personenwagen seinen Betrieb zwischen Nürnberg und Fürth auf. Die Einteilung in Wagenklassen war standes- und zeitgemäß: Drei Wagen - drei Klassen. Der Wagen der dritten Klasse besaß kein Dach, keine Türen und Abteile mit 8 bis 10 Sitzplätzen. Demgegenüber war der Wagen der zweiten Klasse mit einem Segeldach, Türen und einem verbreiterten Sitzabstand ausgestattet. Der Wagen der ersten Klasse schließlich konnte mit Glasfenstern, kostbarer Verkleidung und vergoldeten Türgriffen glänzen.

175 Jahre später sollen die Braunschweiger in einer Bürgerbefragung darüber entscheiden, ob das Eintracht-Stadion umgebaut werden soll. Auf der Westtribüne werden - bei Zustimmung durch die Bürgerbefragung - im Wesentlichen drei gänzlich voneinander getrennte Bereiche entstehen: Ganz unten die Plätze für den einfachen, drittklassigen Eintracht-Fan, darüber der sog. Businessbereich für Sponsoren und Ehrengäste, und ganz oben die VIP-Logen. Selbstverständlich werden die Sponsoren eine gehobene Gastronomie und auf vielen Plätzen einen verbreiterten Sitzabstand vorfinden. Für die 19 VIP-Logen, in denen sich jeweils 12 VIPs angemessen aufhalten und bewirten lassen können, ist die Verglasung schon fest eingeplant. Nur die kostbare Verkleidung und die vergoldeten Türgriffe sollen die VIPs nach den Plänen der Stadt selber mitbringen. Allerdings kosten die "nackten" VIP-Logen und die Sponsoren-Plätze trotzdem 4 Mio. € und damit deutlich mehr als ein Viertel der Gesamtkosten (14,5 Mio. €).

Hinweis: Bei den oben genannten Kosten hatte sich leider ein Fehler eingeschlichen. Der Betrag von 4 Mio. € setzt sich aus den Kosten für die VIP-Logen (1,9 Mio. €) und den Kosten für die Sponsoren-Plätze (2,1 Mio. €) zusammen, nicht - wie ursprünglich beschrieben - alleine aus den Kosten für die VIP-Logen. Ich bitte, den Fehler zu entschuldigen.

Malaika – ein braunschweiger Verein für die Schwächsten

Unser Verein Malaika hat es sich zum Ziel gesetzt, AIDS-Waisenkinder vor einem Leben auf der Straße zu bewahren. Allein durch die Aufnahme von Kindern, deren Eltern gestorben sind, gelingt es, diese vor einem Leben auf der Straße zu bewahren: vor körperlicher und seelischer Verwahrlosung, Kriminalität, Prostitution und Drogenkonsum und damit - ohne zu dramatisieren - sogar Rettung vor dem Tod.

Wir haben in Nakuru, einer Großstadt in Kenia, das Malaika-Waisenheim eingerichtet, in dem inzwischen 14 Kinder eine neue Familie gefunden haben. Sie erhalten gesunde Ernährung, ärztliche Versorgung und eine solide Ausbildung. Unser Team vor Ort besteht aus engagierten Menschen, denen die Betreuungsaufgabe große Freude bereitet.

Während mehrerer Kenia-Aufenthalte war einigen Gründungsmitgliedern die Problematik der vielen Waisenkinder, die ihre Eltern wegen der Immunschwäche HIV/AIDS verloren hatten, deutlich geworden. Es war erkennbar, dass die Anzahl der vom Staat Kenia angebotenen Waisenhausplätze nicht annähernd ausreichte, um all diesen Kindern ein neues Zuhause bieten zu können. Diese Erkenntnis führte zur Gründung des “Malaika-Vereins” mit der Absicht, mit Hilfe von eigenen und eingeworbenen Unterstützungsgeldern ein Heim für solche Kinder aufzubauen.

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Volksbegehren für gute Schulen in Niedersachsen

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Das "Volksbegehren für gute Schulen" läuft weiterhin landesweit. Wie der Landeswahlleiter aktuell bekannt gegeben hat, haben in Braunschweig bisher fast 6.000 der Wahlberechtigten ihre Unterschrift geleistet. Mit dem angestrebten Gesetzentwurf sollen Schulen wieder zu Lernorten gemacht werden, an denen sich unsere Kinder wohl fühlen und entfalten können, in denen sie Zeit haben, Spaß am (lebenslangen!) Lernen zu entdecken. Für Braunschweig gilt: Ein erfolgreiches Volksbegehrens wird sicher auch Einfluss auf Entscheidungen für weitere zwei notwendige Gesamtschulen haben.

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Elterngeld

Patenschaften für „sozialferne“ Abgeordnete

So wie es „bildungsferne“ Schichten gibt, lässt die Debatte im Bundestag und der Arbeitsentwurf des Bundesfamilienministeriums zum Thema „Elterngeld“ erkennen, dass es auch „sozialferne“ Schichten in unserer Gesellschaft bzw. in der Regierung gibt. Diese können es sich kaum vorstellen, was es für eine sozialschwache Familie bedeutet, auch nur 20€ oder 50€ weniger im Monat zu haben.

Ein Vorschlag wäre nun, dass es für „sozialferne“ Abgeordnete des Bundestages (d.h. für Abgeordnete, die weder irgendwie Kontakte zu sozialschwachen Familien haben oder sich in diese nicht hinein versetzen können) „Sozial-Patenschaften“ geben sollte. Das heißt, dass Bundestagsabgeordnete Patenschaften für sozialschwache Familien übernehmen, um durch solche Kontakte eine Vorstellung von den Auswirkungen ihrer eigenen Entscheidungen und Taten zu bekommen, indem sie solche Familien (und die Kinder) kennen lernen.

Wegen der besonderen „Sozialferne“ der FDP wäre es auch zu überlegen, ob ihre Abgeordneten nicht jeweils drei solcher Patenschaften übernehmen sollten. Vielleicht würden sie dann manche ihrer eigenen Entscheidungen überdenken.

(Dieser Leserbrief wurde (verkürzt) in der Braunschweiger Zeitung abgedruckt.)

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