Es wird eng für die Nord-LB

Erleidet die Nord/LB das gleiche Schicksal wie seinerzeit die West/LB in Düsseldorf? Niemand will sich derzeit dazu äußern. Jedenfalls ist die angestrebte Fusion mit der Wunschpartnerin, die Landesbank Hessen Thüringen (HELABA), endgültig vom Tisch. Weitere Verhandlungen haben sich erledigt. Aus Sicht der HELABA wurden wichtige Forderungen nicht erfüllt. So sollten sich auch die niedersächsischen Sparkassen finanziell beteiligen, aber die lehnten ab.

Die Nord/LB beschäftigt etwa 6000 Mitarbeiter und leidet unter Abschreibungen für Schiffskredite. Es werden 3,5 Milliarden Euro Kapital benötigt. Niedersachsens Steuerzahler müssten bluten, wenn nicht in Kürze eine Lösung gefunden wird.

Niedersachsen wäre auch bereit 2,5 Milliarden in die Hand zu nehmen und in die Bank zu stecken, doch dann müssten auch private Investoren zwingend mitmachen. Andernfalls wäre es eine Kapitalerhöhung und die wäre laut EU-Wettbewerbsbehörde als unerlaubte Beihilfe zu untersagen. Es überrascht nicht, dass die Bankenaufseher der EU-Zentralbank die Daumenschreiben anziehen. Laut Börsenzeitung hat die EZB dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV ) die Pistole auf die Brust gesetzt. Es soll drei Möglichkeiten geben:

Entwerder akzeptieren das Land und Sparkassen einen Mehrheitseigner (stehen bereit) oder der DSGV stützt die Bank mit Hilfe aller Banken und Sparkassen selbst oder die NORD-/LB werde abgewickelt. Wir werden sehen.

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