Nicht gedruckter Leserbrief - Den Bock zum Gärtner gemacht?

Zum Artikel: "Braunschweig soll zu UN-Konferenz mit Naturschutz werben", Braunschweiger Zeitung vom 14.8.2007

Die Botschaft in dem Artikel ist so absurd, dass man zweimal hingucken muss: Die CDU möchte Braunschweig zur weltweit vorzeigbaren Naturschutz-Stadt deklarieren? Wird hier buchstäblich der Bock zu Gärtner bzw. der Baumfrevler zum Baumschützer gemacht?

Bei Naturschutz fällt dem CDU-Fraktionssvorsitzenden Sehrt allen Ernstes und zu allererst Hoffmanns Stadtputztag ein, der ja bekanntlich erst dadurch nötig wurde, weil die Leistungen der an ALBA privatisierten und dabei zur Hälfte verschenkten Stadtreinigung viele Wünsche offen lassen?

Geht es nach der CDU, so liege die Stadt vor aller Welt (UN-Konferenz) "in Sachen Umweltschutz an der Spitze" , so wird Sehrt in der gestrigen BZ wiedergegeben.

... und der oberste Saubermann wäre demnach der Oberbürgermeister, der in seinem Kampf für ein sauberes Braunschweig ("unser sauberes Braunschweig ... soll noch sauberer werden..."), bald Vorbild für ganz Deutschland und - wer weiß, dank UN-Konferenz - für die ganze Welt werden könnte ...

Wer bringt dem Herrn Sehrt bloß bei, daß Naturschutz etwas mit Bäumen z.B. im Bürgerpark und in Waggum am Flughafen zu tun hat, nicht aber mit Sauberkeits-Allüren eines Oberbürgermeisters, der im Dauerkampf gegen Kippen, Taubendreck und politisch mißliebige Kritiker seine wahre Bestimmung gefunden zu haben scheint?

Es steht zu befürchten, daß es sich bei dieser intellektuellen Glanz-Leistung des CDU-Fraktionsvorsitzenden nicht um ein temporäres "Sommerloch" handelt, sondern uns hier das Dauerproblem der hiesigen CDU ausgebreitet wurde.

Peter Rosenbaum Braunschweig

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