Die neue Umweltzeitung ist da! In Ewigkeit Plastik?

Vielleicht wird das, was von unserer Zivilisation in einigen tausend Jahren übrig ist, im Eis der Antarktis oder im Sediment der Tiefsee eingeschlossenes Mikroplastik sein – ersteres natürlich nur, falls das Eis den Klimawandel übersteht. Tatsächlich wird immer deutlicher, das fast alles, was der industrielle, technische und wissenschaftliche Fortschritt uns in den vergangenen beiden Jahrhunderten beschert hat, auch eine zweite, eine düstere und gefährliche Seite hat. Dummerweise haben diese dunklen Seiten sehr nachhaltige Wirkungen. So auch beim Plastik. Dabei ist Plastik doch einfach praktisch: Es ist hygienisch, vielseitig anwendbar, leicht zu verarbeiten, sehr haltbar, ja, manchmal fast unkaputtbar und vieles mehr. Ohne Plastik geht heutzutage fast noch weniger als ohne elektrische Energie, und das will etwas heißen.

Doch gerade die Haltbarkeit ist eines der Probleme, denn Plastik verrottet nur sehr langsam, vor allem wird es nicht biologisch abgebaut, sondern nur immer kleiner und kleiner und diese kleinen Partikel gelangen in die Kreisläufe der Natur, in Fische, Pflanzen und Tiere. Bilder von mit vollen Mägen verhungerter Vögel schockieren gewiss, doch wie ist es mit winzigen Teilchen, die im Fleisch von Fischen oder Hühnern sind, die wir essen? Was richtet das an? Eine wichtige Frage, die man derzeit nur so beantworten kann: Wir wissen es nicht. Denn bisher sind noch keine fundierten Forschungsarbeiten zu den gesundheitlichen Effekten von Plastik in unseren Körpern veröffentlicht worden.

Dass wir es aufnehmen und auch ausscheiden, ist seit einigen Wochen bestätigt. Doch was kann es bewirken, wenn es sich in unseren Körpern einnistet? Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, denn Plastik nutzen wir nicht nur in Form von Flaschen, Verpackungen oder Spielzeug, kleinste Teile, so genannte „Beads“ sind in vielen Zahnpasten, Kosmetika und anderen Produkten des Alltags enthalten. All diese Probleme beleuchten unsere Autor_innen, wobei es auch um den Weg des Plastiks in die Biosphäre geht – über Kläranlagen und Flüsse gelangt es ins Meer. Und dort? Man rechnet heute damit, dass bis 2050 die Masse des Plastikmülls im Ozean die Lebendmasse der dort lebenden Fische übersteigen wird. Schöne? Nein, düstere Aussichten. Und Plastik in der Antarktis? Ist dort längst angekommen, auch in den abgelegensten Wüstengebieten wird man es inzwischen finden können. Wahrhaft düstere Aussichten.

Leider ist unser Hintergrundthema nicht viel positiver, auch wenn die Stadtverwaltung und die beteiligten Architekten und Architekturstudierenden das ganz anders sehen mögen. Geht es doch um ein Gebiet der Stadt, dass jetzt für Wohn- und andere Zwecke erschlossen werden und durch das in spätestens zehn Jahren die Straßenbahn auf der Campusbahn fahren soll. Die von den dort Wohnenden oder nur einen Garten Nutzenden gerne so genannte „Nordstadtoase“ erfüllt eine wichtige Funktion für die Frischluftzufuhr und das Mikroklima in unserer Stadt. Wie bekommt man da eine sinnvolle Nutzung bei gleichzeitigem Erhalt dieser für uns bedeutsamen ökologischen Vorteile hin? Fragen, die unsere Autor_innen aus verschiedenen, zum Teil sehr persönlichen Blickwinkeln beleuchten.

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