„Der letzte Jolly Boy – ein Roadmovie mit dem 97-jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum“

Am 28.01.2019 um 18:45 Uhr

im Universum Filmtheater (Neue Straße 8, 38100 Braunschweig)

Im Anschluss wird es die Möglichkeit geben mit dem Regisseur Hans-Erich Viet ins Gespräch zu kommen.

Der letzte Jolly Boy ist ein Dokumentarfilm mit dem 97-jährigen Leon Schwarzbaum, geboren in Hamburg, aufgewachsen in Polen. Als Einziger seiner Familie überlebt er Auschwitz, Buchenwald, Sachsenhausen. Er war Beobachter im SS-Prozess in Lüneburg, ist Nebenkläger beim SS-Auschwitz Prozess in Detmold, Gast bei Markus Lanz und spricht mit Gefangenen in der JVA Zeithain. Ein Roadmovie durch Jahrzehnte deutscher und polnischer Geschichte - mit einem Mann, der als Jugendlicher in einer Boygroup sang: den „Jolly Boys“, inspiriert durch den amerikanischen Swing. (DGB)

Der Braunschweig-Spiegel hat im Juni 2016 den Prozess gegen Reinhold Hanning am Landgericht Detmold verfolgt. In diesem Prozess kam Leon Schwarzbaum zu Wort. Er hat wärend des Prozesses dem Angeklagten einen Brief übergeben, der hier veröffentlicht wird. Die Briefübergabe erfolgte, weil Reinhold Hanning während des gesamten Prozesses kein Wort gesagt hatte.

Das Urteil gegen Hanning war eher nebensächlich. Wichtig war, dass er verurteilt wurde. Das war bis vor wenigen Jahren nicht selbstverständlich. Lesen Sie hier die beeindruckende Urteilsbegründung der Richterin Frau Gudda. Die Beründung ist ein Stück deutsche Vergangenheit und verdeutlichte Geschichte (um)

 

Programm 1. Halbjahr Ev. Akademie Abt Jerusalem

Die Evangelische Akademie Abt Jerusalen hat ihr Programm für das Sommersemester 2019 herausgegeben. Es ist auf der Webseite der Akademie einsehbar. Das im Oktober letzten Jahres begonnene Schwerpunktthema "Kriegvermeidung und Friedensförderung" wird fortgesetzt mit vier Veranstaltungen.

Das Thema "Gewissen" steht im Mittelpunkt. Ein schwieriges Thema, zumal, wenn man in den Krieg geschickt wird, in dem man bereit sein muss sich totschießen oder bomben zu lassen oder andere Menschen töten muss - auch unbeteiligte und unschuldige Menschen. Man denke hier nur an die Bomben auf einen Tanklastzug in Kundus. Lakonisch oder bedauernd heißt es dann "Kollateralschaden". Wir erwarten interessante Referenten und ein hoch interessiertes Publikum bei einem brisanten Thema.

Für den festlichen Gabentisch: Ich zuerst! Eine Gesellschaft auf dem Ego-Trip

Die Ichlinge kommen – bedroht das ständige Konkurrenzdenken unsere Gesellschaft?

Das Schlimmste am Neoliberalismus ist, dass er die Herzen und Hirne der Menschen vergiftet, schreibt Heike Leitschuh in ihrem Buch „Ich zuerst!“.

Neoliberales Gedankengut schadet unserer Gesellschaft und lässt die Solidarität und den Respekt der Menschen untereinander schwinden. Immer mehr Menschen denken nur noch an sich, an die Karriere und die eigenen Bedürfnisse und behandeln ihre Mitmenschen deshalb mitunter wie den letzten Dreck. In der Politik und den Medien wird das Problem vernachlässigt und in seiner ganzen Tragweite bislang überhaupt nicht erkannt. Höchste Zeit also, umzudenken und gegenzusteuern, sowohl mit einer anderen Politik, als auch bei jedem Einzelnen von uns. Denn keiner will in einem Land leben, in dem jeder nur noch sich selbst der Nächste ist und nur noch das zählt, was sich rechnet.

Liegt Wolfsburg in Südamerika?

Es ist weltbekannt, dass südamerikanische Präsidenten versuchen, über legale Amtszeiten hinaus weiterhin die Macht zu behalten. Ein gutes Beispiel für die Negierung demokratischer Regeln bietet zum Beispiel der bolivianische Präsident Evo Morales, ein überzeugter Sozialist. Obwohl es die bolivianische Verfassung untersagt, darf er laut einem Gerichtsurteil nun erneut kandidieren. Die Opposition spricht von einem "Staatsstreich gegen die Demokratie". Nun, das reicht noch nicht, um Wolfsburg, obwohl der dortige Oberbürgermeister sein Amt laut Verfassung zwar aufgeben müsste aber nicht aufgeben möchte, die Stadt mit südamerikanischen Gepflogenheiten zu vergleichen.

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Journalistenpreis von InnoPlanta

Am 4.12.2018 konnte man in der Braunschweiger Zeitung lesen, dass der Journalist Johannes Kaufmann den mit 1500 Euro dotierten Journalistenpreis des Vereins "InnoPlanta" bekommen hat. Zu diesem Verein sollte man wissen: InnoPlanta wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet, die öffentliche Meinung von den Vorteilen der Gentechnik zu überzeugen ("Förderung der Akzeptanz der Pflanzenbiotechnologie in der Bevölkerung", wie es auf der Seite des Firmenzusammenschlusses von GreenGateGatersleben heißt). Ein Partner ist z.B. der Bayer-Konzern!

Ich habe starke Zweifel an der Objektivität eines Journalisten, der von solch einer Lobby-Institution Geld annimmt!

Der Deutsche Presserat hat auf meine zweimalige Anfrage, was er davon hielte, nicht geantwortet.

Die Braunschweiger Zeitung hat meinen Leserbrief dazu nicht veröffentlicht - aber: statt dessen kam am 7.12. die softige Stellungnahme des Ombudsrates zu Kaufmanns Zwischenruf "Öko-Heuchelei" vom 11. Oktober - wieso wohl ausgerechnet jetzt?

Kochbuch „Fair Kochen“: Saisonale Rezeptideen zum Nachkochen

Saisonal, frisch und lecker sind die Rezeptideen, die das das Kochbuch „Fairkochen“ enthält.  Auf 36 Seiten bekommen Leserinnen und Leser Inspiration für die heimische Küche – mit ausschließlich saisonalen und fair gehandelten Zutaten. Das Kochbuch „Fairkochen“ ist ein Kooperationsprojekt der Realschule John-F.-Kennedy, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Braunschweig und der Stadt Braunschweig und ist ab dem 14. Dezember auch in der Touristinfo, Kleine Burg 14, zu einem Preis von 5 Euro, wovon 3 Euro an den Verein Fair in Braunschweig gehen, erhältlich.

Bereits seit dem 31. März 2014 ist Braunschweig Fairtrade-Stadt und befolgt Fairtrade-Grundsätze wie soziale Gerechtigkeit und faire Ökonomie und Ökologie. Das Projekt der Realschule John-F.-Kennedy zeigt eine weitere Facette auf, wie Nachhaltigkeit in den Alltag integriert werden kann.

Touristinfo

Für weitere Informationen zum Kochbuch „Fairkochen“ beachten Sie bitte die Pressemitteilung der Kirchengemeinde Braunschweig.

„Geschichte verstehen – Toleranz leben“

„Wolkenheimat“ – Künstlerisch umgesetzter Auszug aus dem Gedicht von Hermann Tempel. © Gedenkstätte in de JVA Wolfenbüttel

Erstmals ist Kunstprojekt Teil des zweitägigen Workshops mit MAN-Auszubildenden

Bereits zum 12. Mal fand am 6. und 7. Dezember der Workshop „Geschichte verstehen – Toleranz leben“ mit Auszu-bildenden der MAN Academy von MAN Truck und Bus AG Salzgitter statt. In enger Kooperation mit der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel und der Justizvollzugs-anstalt bilden die beiden Seminartage zu den Themen Respekt und Toleranz seit 2013 einen festen Bestandteil im Ausbil-dungsprogramm des Unternehmens. Erstmals wurde in diesem Rahmen nun auch ein Kunstprojekt durchgeführt.

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Jüdische Migranten zur Zeit des ersten Weltkriegs

Am Donnerstag, dem 13.12.2018 um 19.00 Uhr, kommt Prof. Dr. Verena Dohrn von der Leibniz-Universität Hannover in die Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße.

Unter dem Titel „… die Nacht hat uns verschluckt“ - Osteuropäisch-jüdische Migranten in Deutschland zur Zeit des Ersten Weltkriegs – spricht sie über die Einwanderung einer angefeindeten Minderheit.

Der Vortrag schließt die Ausstellung „Gekommen, um zu bleiben?“ ab, die dieses Thema für die Stadt Braunschweig darstellte, und die in der Gedenkstätte für vier Wochen zu sehen war.

Verena Dohrn hat gerade eine bemerkenswerte Familienbiografie der Unternehmerfamilie, Kahan aus Baku, verfasst und ist Spezialistin für osteuropäisch-jüdische Geschichte.

 

Gedenkstätte KZ-Außenlager

Braunschweig Schillstraße

Schillstraße 25

38102 Braunschweig

Tel. 0531 / 2702565

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.schillstrasse.de

 

Grüne hocherfreut: Schulausschuss votiert für 6. IGS!

Hocherfreut reagieren die Grünen auf die Entscheidung des zuständigen Fachausschusses zur 6. Integrierten Gesamtschule (IGS) in Braunschweig. Der Schulausschuss (SchA) hat heute (Freitag) mit großer Mehrheit einen positiven Grundsatzbeschluss zu diesem Thema gefasst. Zustimmung kam von SPD, Grünen, BIBS und Linken sowie den meisten externen Fachleuten, Ablehnung nur von der AfD – die Vertreter*innen der CDU enthielten sich der Stimme.

Mit dem Grundsatzbeschluss wird die Verwaltung beauftragt, die sinnvollste Variante Neubau weiterzuverfolgen. Für diesen Neubau soll nun zunächst ein geeigneter Standort gesucht und dann ein angemessenes Raumprogramm vorgelegt werden. Die 6. IGS soll neben dem 5-zügigen Sekundarbereich I (Klassen 5-10) eine gymnasiale Oberstufe (Klassen 11-13) sowie – zumindest in unserer Stadt erstmalig - auch einen 2-zügigen Primarbereich (Klassen 1-4) führen. 

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„700 Schiffe blockiert“: Hat Anne Will gelogen?

Man wurde den Eindruck nicht los, dass die Moderatorin Anne Will sich in der Rolle der Anklägerin gefiel. So schleuderte sie Dietmar Bartsch von den Linken in ihrer Talkshow entgegen, was er denn zu den Rechtsbrüchen Russlands zu sagen habe (Sendung „Anne Will“, ARD, am 2.12.2018). Nachdem Bartsch sich schon dafür ausgesprochen hatte, den Konflikt in der Straße von Kertsch zunächst einmal genau zu untersuchen, weil man ja noch gar nicht wissen könne, wer an welcher Stelle was getan habe, war sie schon kaum darauf eingegangen.

 Nun setzte sie nach:

 „Aber dass die Einfahrt blockiert wird … (sie wird kurz unterbrochen, A.M.),

das passiert aber ja dauernd, mehr als 700 Schiffe werden daran gehindert, einzufahren in das Asow´sche Meer.“ (ca. 21. Minute der Sendung)

Eine Minute zuvor war ein Redeausschnitt der Kanzlerin eingeblendet worden: „Fragen Sie mal die Hafenarbeiter in Mariupol, was da los ist, wenn da keine Schiffe mehr anlanden können.“ Die Stadt und die Region der Südostukraine dürften „nicht einfach abgeschnitten“ werden. Und nun also die Behauptung der Moderatorin selber, dass über 700 Schiffe vor der Straße von Kertsch blockiert würden.

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