Die Baracke der Dichter: Film über ein vergessenes Gefangenenlager in Celle

Der Film „Rückkehr – Ritorno“ spürt einem Stück vergessener Zeitgeschichte nach.

Rückkehr - Ritorno“ erzählt von der Wiederentdeckung eines vergessenen Kriegsgefangenlagers aus dem 1. Weltkrieg in Celle. 100 Jahre nach den Ereignissen werden Erinnerungen und Schicksale wieder lebendig. Geschichten von Hunger und Not, aber auch Überlebensentwürfe: Texte, Zeichnungen, Kompositionen und Episoden aus dem Alltag der Gefangenen. Italienische Angehörige erzählen die Geschichte ihrer „Großväter“ und Schüler beschäftigen sich mit den Ereignissen.

Der Literat Oskar Ansull gräbt seit langem in der Geschichte seiner Geburtsstadt und im Umland. In dem kleinen Dorf Scheuen fand er einen Gedenkstein mit einem Hinweis auf italienische Gefangene und bei den weiteren „Ausgrabungen“ stieß er auf den Schriftsteller Carlo Emilio Gadda, dessen Bücher im Berliner Wagenbach Verlag erschienen sind. Gadda war als junger ital. Offizier Gefangener im Celler Lager und hat Tagebuch geschrieben.

Bei der weiteren Recherche tauchten immer mehr „Fundsachen“ auf. Berichte, Erinnerungen und viele Alltagsstücke, die von den Gefangenen mit nach Italien genommen wurden. Es stellte sich heraus, dass sich dort in einer Baracke des Lagers viele junge Künstler trafen, die dann später in ihrem Heimatland Schriftsteller, Dichter, Maler und Musiker wurden.

Ihre Geschichten zeichnet der Film von Manfred Bannenberg nun nach. Er läuft am Mittwoch, 5. Dezember, um 19 Uhr, im „Universum“-Filmtheater (Neue Straße 8). Karten an der Kinokasse oder unter www.universum-filmtheater.de/programm-tickets-reservierung.

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