Die Lokalredaktion der BZ greift gern in die Kommunalpolitik ein

Ralph-Herbert Meyer macht wieder Stimmung
In der BZ vom 2.11.07 konnten die Leser/innen der BZ einen halbseitigen Artikel des Leiters der Lokalredaktion lesen mit dem reißerischen Titel „Für Führungsposition mehr und mehr ungeeignet“ DGB-Funktionär Algermissen kritisiert SPD-Unterbezirksvorsitzende Carola Reimann.

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Thema "Tempolimit" in der BZ: Automobilindustrie kann sehr zufrieden sein

Großangriff der BZ (Ausgabe vom 30.10.07) auf den Vorschlag eines Tempolimits von 130 km/h auf der Autobahn:

  • auf Seite 1 Artikel "Autobranche: Tempo 130 gefährdet Arbeitsplätze"
  • auf Seite 7 Artikel "Experte: Tempolimit ist schlechter als CO2-Steuer"
  • auf Seite 4 Leitartikel "Exportrampe Autobahn"
  • auf Seite 23 Umfrage "Brauchen wir Tempo 130 ...?"

Keine Frage, man kann für oder gegen das Tempolimit sein, es gibt Argumente dafür und Argumente dagegen, und jeder Journalist hat das gute Recht, in einem Kommentar seine Meinung darzubringen. Die Braunschweiger Zeitung aber geht viel weiter.

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Oberbürgermeister liest keine BIBS-Flugblätter?

Ein Mieter einer Wohnung der Nibelungen Wohnbau Gesellschaft hat sich hilfesuchend an den Oberbürgermeister gewandt, Flugblätter der BIBS zu getätigten Wohnungsverkäufen mitgeschickt, ihn gebeten: "... bitte teilen Sie mir doch mit, ob die Behauptungen wirklich den Tatsachen entsprechen" und ihn gefragt: "Falls die Behauptungen nicht stimmen: Beabsichtigen Sie, die BIBS wegen übler Nachrede bzw. Verleumdung zu verklagen?" (Brief des Mieters vom 15.04.07).

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Wir sind zufrieden

Zum neuesten Trend in der Berichterstattung der „Braunschweiger Zeitung"
Seit einigen Wochen beschleicht einen bei der Lektüre der Braunschweiger Zeitung ein merkwürdiges Gefühl der Leere: Es hat eigentlich gar nichts Richtiges dringestanden! Konnte man sich früher über die neuesten Taten des Herrn Oberbürgermeisters ärgern, so gibt es, seit er sich auf die Außendarstellung der Stadt spezialisiert hat, nicht Substantielles mehr zu melden. Natürlich gäbe es Themen genug, Magni-Stauwasser, Fernwärme-Preise usw., aber da dies nicht von Herrn H. gesetzte Themen sind, spielen sie für die Zeitung auch keine Rolle.

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KPMG wieder im Visier von US-Ermittlern

Die von der Stadt Braunschweig seit Amtsantritt von OB Hoffmann bevorzugte Beratungsfirma KPMG ist zum wiederholten Male im Visier strafrechtlicher Ermittlungen. So schreibt die HÖRZU: In den Blick der US-Ermittler geraten nun auch die Wirtschaftsprüfer der Firma KPMG, die von den Scheingeschäften, Millionen-Transfers, getürkten Verträgen und zweifelhaften Vetriebspraktiken (der Firma Siemens) nichts gewußt haben wollen.

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Das Messer am Puls der Bürger: Pulsmesser - eine Umfrage über die BZ

Die Bürgerinitiative für eine freie und faire Presse in Braunschweig befasst sich kritisch mit Braunschweigs einzigem Nachrichtenorgan, der Braunschweiger Zeitung. Im Mai 2007 startete die BI vornehmlich am BIBS-Stand eine Zufriedenheits-Erhebung bei BZ-Lesern. Die Ergebnisse sind zwangsläufig vorhersehbar, weil sich überzeugte BZ- und Hoffmann-Befürworter seltener am BIBS-Stand einfinden als deren Kritiker, sollen jedoch die Meinung vieler Bürger anschaulich machen und auf die Notwendigkeit einer Veränderung in Braunschweigs Medienlandschaft hinweisen. Details zur Umfrage und die Auszählung der Antworten sind ab sofort auf der BI-Seite einsehbar.

Leserbrief - Astrein! Die Idee nur schwarz-weiße Werbung auf dem Bohlweg zu erlauben

Leserbief zum Artikel "Erstes Geschäft darf nur mit weißer Schrift werben", BZ vom 17.10.2007.

Astrein! Die Idee, nur schwarz-weiße Werbung auf dem Bohlweg zu erlauben, ist wirklich die beste städteplanerische Leistung seit Ausmerzung des Schloßparkgrüns! Aber dann bitte dort auch keine Pommes rot-weiß mehr. Und wozu Pizza, wenn Zwiebelkuchen farblich so viel besser zu Grün und Alu auf beiden Seiten der Schlossfassaden passt? Die Farbe der Lederunterwäsche in dem einschlägigen Shop am Bohlweg ist uns Männern ja sowieso egal - Hauptsache es riecht nach neuem Auto! Aber am meisten freue ich mich schon auf die Schwarz-weiße Mäckeswerbung. Damit wird Braunschweig weltberühmt, und dann endlich, was Farben angeht, nicht mehr wegen des berüchtigten, hier eingebürgerten Österreichers mit der im Namen vorkommenden verbunden! Vielleicht sollte man die so angelockten Besucherströme durch bauliche Maßnahmen noch so lenken, dass sie nicht gleich merken, dass das ganze Schloß nur Fake ist. Zum Beispiel durch einen Tunnelaufgang direkt vor der Fassade und regelmäßig gezündete Blendgranaten auf beiden Seiten. Nein, Spaß beiseite, dank der Genialität unserer Stadtverwaltung wird sicher eine gefälligere Lösung gefunden werden. Darf man eigentlich erfahren, wer namentlich für die Schwarz-weiß Idee auf der Westseite des Bohlweges verantwortlich ist? Den Ideengeber für die Ostseite habe ich übrigens herausbekommen: Potemkin.
Heinz-Peter Brunke

Der lange Weg im Namen des Volkes - ein Rückblick

- Rückblick auf den Prozess gegen die Polizeidirektion Braunschweig wegen der Räumung einer Blockade gegen den NPD-Aufmarsch 2005 (ein Zeugenbericht - Name ist der Redaktion bekannt)

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Wir erinnern uns gut. Die Bilder sind eingebrannt und werden viele BraunschweigerInnen noch Jahrzehnte begleiten. Am 18.6.2005, es war kurz nach Mittag, wenige Stunden nach einer Kundgebung des Bündnisses gegen Rechts, die Stadt in Aufruhr, viele junge und alte Herzen aufgewühlt - denn Nazis marschierten wieder durch unsere Stadt. Immer selbstbewusster geben die Rechten sich, missbrauchen ihre Kinder für die Image-Kampagne, schießen Portrait-Aufnahmen von den protestierenden Bürgern am Straßenrand, spielen hassverherrlichende Musik und singen zum Abschied die Erste Strophe des Deutschlandliedes.

 

An dieser Stelle soll nicht gefragt werden, warum der Staat versagt - und damit ist nicht nur das NPD-Verbot gemeint, sondern eine sträfliche Vernachlässigung von Jugendarbeit und die Perspektivenlosigkeit vieler Menschen - das Opfer für Profitverherrlichung und Konzernhörigkeit. An dieser Stelle geht es um die Frage: Was ist die Aufgabe eines Bürgers, wenn der Staat versagt?

 

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Selenz' Kommentar - Machtspiele: VW kommt unter die Räder

„Es geht bei diesem Streit nicht um Arbeitnehmerinteressen, sondern um Machtverteilung.“ Porsche-Betriebsratschef Hück bringt es auf den Punkt. Der öffentlich ausgetragene Streit mit seinem VW-Kollegen Osterloh beleuchtet den brutalen Machtkampf aus Sicht der Arbeitnehmer. Die Vorarbeiter von Porsche und VW keilen sich in aller Öffentlichkeit. Informationsfetzen fliegen unkontrolliert durch die Presselandschaft. Die Nerven liegen blank. Der ehemalige Thaibox-Europameister Hück bezeichnet seinen VW-Kollegen als „angeschlagenen Boxer“. „So jemand ist dann unkontrolliert.“ Osterloh rede „wie ein Kapitalist“, wenn er sage, „eine Belegschaft von 324.000 Mitarbeitern sei mehr wert, als eine mit 12.000.“ Osterloh kocht, sieht sich seinerseits von Hück verraten und verkauft. Er und seine Kollegen wurden eiskalt über den Tisch gezogen. Inzwischen ist klar: die mysteriöse Heuschrecke, die an VW knabberte, hört auf den Namen Porsche. Damit erzeugte man Angst und Schrecken. Die übernahme, die angeblich verhindern werden sollte, hatte man selbst angezettelt. Mehr als 31 Prozent der Aktien hat Porsche bereits. Optionen auf weitere Anteile ebenfalls. Denn in Wirklichkeit geht es um viel mehr. Man will nicht nur die Aktienmehrheit. Porsche will VW vollständig schlucken. Ein großer deutscher Konzern wird auf ganz spezielle Weise „privatisiert“. „Piech will VW kaufen“, so Automobilexperte Dudenhöfer in der Welt vom 17. November 2006. „Heim ins Reich der Familie seines Großvaters“, vermeldete das Handelsblatt zu Piechs Plänen am 27. Dezember 2006. Porsche-Miteigentümer Piech beaufsichtigt das übernahmegeschäft derweil direkt aus dem VW-Konzern.

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Ein Vorschlag zur Benennung des "Schlosses"

Manche(r) tut such auch sprachlich schwer mit der Benennung dieses hässlichen Klotzes, der den Anspruch erhebt, das 1:1-Abbild des weiland Welfenschlosses zu sein. Da kann ein Rückgriff auf die Geschichte helfen:

Im ehemaligen zweiten deutschen Staat gab es etwas, was nach Aussage der Obrigkeit Sozialismus sein sollte. Die Untertanen waren skeptisch, zumal wenn sie bei Marx etwas Anderes gelesen hatten. Ulbricht und Honecker, die zum diskutieren keine Lust hatten, erklärten den derzeitigen Zustand zum „real existierenden Sozialismus“, woraus die Untertanen den Schluss ziehen durften: „Einen besseren Sozialismus kriegt ihr nicht! Basta!“ - Die Untertanen griffen die Formulierung auf und begannen sie inflationär zu gebrauchen. Und jeder verstand: „Es ist kein richtiger Sozialismus, er tut nur so.“

In diesem Sinne schlage ich vor, dass in Zukunft vom "real existierenden Schloss" gesprochen wird.

P.S. Administrator: Zur Erinnerung und falls es jemand übersehen haben sollte: Der Querschnitt des real existierenden Residenzschlosses zu Braunschweig.

alt

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